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Zeitreise und Nostalgie: Wintercamping in Deutschland vor fünf Jahrzehnten

 

Wintercamping19.12

Camping im Winter war lange Zeit nur den Hartgesottenen vorbehalten.
© CIVD / TRD Auto und Caravan

 

 

 

(TRD/MID) Von Jahr zu Jahr springen immer mehr Caravaner über den eigenen Schatten und versuchen es einmal mit einem Winterurlaub im Wohnanhänger. Die „Skihütte auf Rädern“ ist gesellschaftsfähig, und auf den deutschen Autobahnen schaut sich niemand mehr nach einem vorüberfahrenden Caravangespann um. Deutschland ist in den letzten Jahren zu einem richtigen Wintercampingland geworden, das unter anderem günstige Zufahrten zu den Camps in Schnee und Eis bietet.

Vor Frostperiode an Ort und Stelle

Deutsche Caravaner neigen allerdings trotzdem dazu, sich nicht nur rechtzeitig durch Voranmeldung einen Platz mit Stromversorgung auf dem Wintercamp ihrer Wahl zu sichern, sondern außerdem, wenn möglich, ihren Anhänger vor Einbruch der Frostperiode schon an Ort und Stelle zu bringen. Eine Voranmeldung ist, vor allem für die erste Hochsaison, über Weihnachten und Neujahr auf jeden Fall notwendig, da die Zahl der Stromanschlüsse dann erfahrungsgemäß recht knapp werden kann.

Anschlussstücke mitbringen

Heizöl (für Ölheizungen) und Gasflaschen trifft man wie die Stromversorgung und beheizte sanitäre Einrichtungen wie Aufenthaltsräume auf allen ganzjährig geöffneten Camps in der Bundesrepublik an. Für deutsche Gasflaschen muss man eventuell ein passendes Anschlussstück mitbringen, für die Stromanschlußstellen sogenannte Schukostecker (die sonst in Europa meist nicht gebraucht werden).

Funktionierender Schneeräumdienst

Das Angebot an Winter-Campingplätzen kann sich sehen lassen, und zwar nicht nur in den Bayerischen Alpen, sondern auch in fast allen Mittelgebirgen, die meist noch leichter zu erreichen sind als Oberbayern, allerdings nicht für Schneesicherheit garantieren können. Platzhalter und örtliche Behörden geben sich alle Mühe, dass auch die letzten Kilometer Zufahrt zu den Camps stets befahrbar gehalten werden. Ebenso funktioniert der Räumdienst auf den Plätzen selbst.

Zünftige Gaudi

Wer eine Bestätigung auf seine Voranmeldung in der Tasche hat, darf sicher darauf rechnen, einen planierten Stellplatz in der Nähe der Stromdose vorzufinden, die für ihn freigehalten und gerichtet wurde. Abends wird es in den Caravans und in den Campinggaststätten genauso zünftig, vielleicht noch zünftiger als in den großen Skibars, denn der Caravaner ist von Haus aus schon gesellig, der Hotelmensch muss meist erst auftauen.

 

 

Camping vor 50 Jahren

Auch vor 50 Jahren war Camping im Winter möglich. Vom aktuellen Komfort konnte da natürlich nur geträumt werden.
© AvD-Magazin Reise-Revue/mid / TRD

 

 

 

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