Worauf es bei der Finanzierung von Immobilien ankommt

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Bei der Immobilien-Finanzierung für ein Eigenheim spielen viele Faktoren eine Rolle und es lauern Stolpersteine. © shadowfirearts / Pixabay.com / CC0 /TRD Pressedienst / Blog Newsportal

(TRD/WID) Die Finanzierung einer Immobilie ist ein großer Schritt, bei dem es einiges zu beachten gibt. Laut der Fachzeitschrift Finanztest sollten Verbraucher daher auf einige Stolperfallen achten. „Überschätzt man die monatlich tragbare Belastung für Zins und Tilgung, droht die gesamte Finanzierung zu scheitern“, erläutert Ralf Oberländer von der Bausparkasse Schwäbisch Hall. Deshalb sollten anfallende monatliche Raten ein Drittel der Einkünfte nicht übersteigen. Ein Teil des Einkommens sollte immer für unvorhergesehene Ereignisse aufgespart bleiben.

Auf der anderen Seite ist aber auch eine zu niedrige Tilgungsrate problematisch. Spätestens bei Renteneintritt sollte das Haus abbezahlt sein, rät der Experte. „Bauherren sollten ganz genau kalkulieren, ob sie mindestens zwei (besser: drei) Prozent Tilgung im Monat stemmen können.“

Tatsächlich ist es auch wichtig, den Kreditbedarf realistisch zu kalkulieren, also nicht mehr Geld zu leihen, als wirklich nötig wäre. Die richtige Balance zu finden, ist hier die Kunst. „Unterschätzt man seinen Kreditbedarf, wird eine teure Nachfinanzierung nötig. Setzt man ihn zu hoch an, verlangen Banken eine Nichtabnahmeentschädigung auf die nicht ausgezahlte Kreditsumme“, sagt Ralf Oberländer.

Ein Hauskauf zieht Nebenkosten mit sich, die in die Kalkulation einfließen müssen. Dies sind unter anderem Kosten für die Beurkundung eines Kaufvertrags und den Grundbucheintrag durch einen Notar. Hinzu kommt die Grunderwerbssteuer und eventuelle Maklergebühren. Der Schwäbisch Hall Fachmann rechnet vor: „Die Gesamtnebenkosten können sich so auf bis zu 15 Prozent des Kaufpreises summieren. Bei einem Kaufpreis von 200.000 Euro kommen also leicht bis zu 30.000 Euro oben drauf“

Letztlich ist es hilfreich, sich umfassend über Fördermaßnahmen zu informieren. „Wer die besonders für Familien mit Kindern lukrative Wohn-Riester-Förderung nicht in die Finanzierung einbaut, verschenkt schnell eine fünfstellige Euro-Summe an Zulagen und Steuervorteilen“, weiß der Experte.