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Rund um Ernährung und Gesundheit

209280[1]Rezeptfrei bedeutet nicht automatisch harmlos

 

Rezeptfreie Medikamente können Patienten ohne ärztliche Verschreibung in der Apotheke erwerben. Das heißt aber nicht automatisch, dass sie risikofrei sind. Im Gegenteil: Auch hier besteht die Gefahr von Missbrauch und Überdosis.

(TRD/mp) „Rezeptfrei heißt nicht harmlos“, warnt Martin Schulz, Vorsitzender der Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK). So kann etwa die falsche Dosierung von rezeptfreien Durchfallmedikamenten mit dem Wirkstoff Loperamid zu schwerwiegenden Nebenwirkungen am Herzen führen. „Wenn Loperamid missbräuchlich oder aus Versehen überdosiert wird, kann das lebensgefährlich sein. Deshalb sollte das Medikament beim Verdacht auf eine Nebenwirkung am Herzen abgesetzt werden“, erklärt Schulz. Vorsicht ist zudem geboten, wenn zusätzlich weitere Medikamente eingenommen werden, warnt der Experte. Durch Wechselwirkungen steigt häufig auch das Risiko von unerwünschten Nebenwirkungen. „Wer Loperamid einnimmt, sollte in der Apotheke nach möglichen Wechselwirkungen fragen. Das empfehle ich auch, wenn man das Durchfallmittel aktuell gar nicht einnimmt, aber in seiner Reiseapotheke mit in den Urlaub nimmt“, empfiehlt Schulz.

Gesundheitsgemüse

Grünkohl gilt als Gesundheitsbombe unter den Gemüsen und soll besonders gut gegen Krebserkrankungen schützen. Forscher haben sich nun damit befasst und nach der besten Sorte Grünkohl geforscht.

(TRD/mp) – Grünkohl gilt als Gesundheitsbombe unter den Gemüsen und soll besonders gut gegen Krebserkrankungen schützen. Sein guter Ruf verhilft dem Gewächs zu weltweiter Aufmerksamkeit. In grünen Smoothies oder in Chipsform erfreut sich der Kohl großer Beliebtheit. Forscher haben sich nun damit befasst und nach der besten Sorte Grünkohl geforscht. Die Universität Oldenburg und die Jacobs University in Bremen haben dazu rund 40 Sorten des Gemüses aus Deutschland, Italien und den USA untersucht. „Bislang galt Brokkoli als bestes Anti-Krebs-Gemüse. Umso mehr hat es uns überrascht, dass manche Grünkohlarten zehnmal mehr krebsvorbeugende Substanzen enthalten als Brokkoli“, sagt Nikolai Kuhnert von der Jacobs University. Das geht darauf zurück, dass diese Grünkohl-Arten einen hohen Anteil an sogenannten „Glucosinolaten“ enthalten, pflanzeneigene Stoffe, die den Grünkohl vor Insekten schützen. Wird das Gemüse von Menschen verzehrt, werden die Glucosinolate in Senföle umgewandelt. „Einige dieser Senföle wirken nachweislich chemopräventiv. Sie können also dabei helfen, Krebserkrankungen vorzubeugen“, sagt Kuhnert. Zu diesen Sorten zählen unter anderem Frostara, Neuefehn oder Rote Palme. Anhand der vorliegenden Ergebnisse planen die Forscher jetzt neue Züchtungen, die sowohl den besten Geschmack als auch die besten gesundheitlichen Vorzüge des Grünkohls in einer Sorte zu vereinen.

Reserven schaffen: Vitaminmangel bei vegetarischer- und veganer Ernährung vorbeugen

Wer bei seiner Ernährung auf Fisch- und Fleischprodukte verzichtet, riskiert einen Vitamin B12-Mangel. Dagegen kann man aber effizient vorgehen.

(TRD/mp) Wer bei seiner Ernährung auf Fisch- und Fleischprodukte verzichtet, riskiert laut medical-press einen Vitamin B12-Mangel. Dagegen kann man aber effizient vorgehen. Menschen, die sich vegetarisch oder vegan ernähren, sollten deshalb ein Auge auf ihre Reserven haben. Die Leber speichert nämlich einen gewissen Vorrat an Vitamin B12, aber ohne Fleisch oder Fisch als Lieferant ist die Reserve bald aufgebraucht. Weiter Gründe für einen Mangel sind auch Krankheiten, Stress oder Schwangerschaft. Betroffene fühlen sich erschöpft und antriebslos oder sie leiden unter Konzentrationsstörungen, Reizbarkeit und Nervosität. Schlimmstenfalls treten Probleme wie Nervenschmerzen bis hin zu Lähmungen auf. Um einem Mangel vorzubeugen oder um die Reserven wieder zu füllen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt eine tägliche Zufuhr von 3 µg Vitamin B12. Trinkampullen, Tabletten oder Zusätze, wie etwa in Zahncreme, helfen bei regelmäßiger Anwendung gegen eine Unterversorgung mit dem wichtigen Vitamin.

 

Foto: ABDA Bundesvgg. Deutscher Apothekerverbände