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Wissenswertes rund um die Mobilität

Batterie Stress und Zellalterung beim heutigen E-Auto Antrieb

E-Auto-Akkus halten laut Experten etwa acht bis zehn Jahre, umgerechnet sind das zwischen 5.000 und 10.000 Ladezyklen oder bis zu 160.000 Kilometer. Hängen sie sehr häufig am Schnelllader, werden sie häufig komplett und radikal leer gefahren, kommen sie oft bei sehr hohen oder sehr niedrigen Temperaturen zu Einsatz: All diese Faktoren gehen an die Substanz. Der Technologiekonzern Bosch hat jetzt eine Strategie für ein längeres Akkuleben entwickelt.

“ Das Unternehmen bringt die Batterien von Elektroautos in die Cloud. Damit verbessern wir Leistung und Lebensdauer der Akkus“, so Dr. Markus Heyn, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH. Dazu wird der Zustand der Batterie durchgehend und live analysiert, bei Bedarf greifen spezielle Maßnahmen gegen die Zellalterung. Über die Daten der Cloud-Dienste wird jeder einzelne Ladevorgang optimiert, die Autofahrer erhalten direkt ins Display maßgeschneiderte Hinweise für eine möglichst schonende Fahrweise. Der Effekt: Der Verschleiß der teuersten Komponente eines Elektroautos soll sich laut dem Zulieferer um bis zu 20 Prozent reduziert werden. Der erste Serieneinsatz dieser Technik in Produkten einer chinesischen Firma steht unmittelbar bevor.

Kia Stonic 07

– Der Kia Stonic bekommt im Modelljahr 2020 eine neue Motor-Variante.
© Kia/ TRD mobil


Volvo kommt über die Seidenstraße

(TRD/MID) Beinahe um die halbe Welt in 18 Tagen: Exakt 9.783 Kilometer haben die Volvo XC60 aus chinesischer Produktion zurückgelegt, wenn sie im belgischen Gent landen – und zwar per Schiene. Nach dem S90 werden jetzt auch die T6 Turbobenziner- und T8 Twin Engine-Versionen des SUV über die neue Seidenstraße nach Europa gebracht.

Los geht es im zentralchinesischen Xi’an, die Route führt über den Alataw-Pass durch Kasachstan, Russland und Weißrussland bis ins polnische Malaszewicze. Dort werden die Volvos aus den Containern auf die Güterzüge mit europäischer Normalspur umgeladen und nach Gent geschickt.

Auf dem Weg gen Osten hat der Zug dann in Gent produzierte V60 und im schwedischen Torslanda gebaute XC90 an Bord. „Dadurch entsteht ein geschlossener Transportkreislauf zwischen China und Europa, den beiden Hauptmärkten von Volvo Cars“, heißt es bei der schwedischen Marke.

Um etwaige Zweifel auszuräumen, bekräftigen die Verantwortlichen, dass alle chinesischen Volvo-Werke die strengen Kriterien des Volvo Cars Manufacturing Systems (VCMS) erfüllen und über einen präzisen und standardisierten Produktionsprozess, modernste Technik und ein strenges Qualitätssicherungssystem verfügen würden.

Blitzer 07

– Blitzer können Löcher ins Geldsäckel reißen. Die App „Blitzer.de“ bewahrt den Android-Smartphone-Nutzer davor. © Claudia Hautumm / pixelio.de/ TRD mobil

Urteil: Wie zuverlässig sind Blitzer?

(TRD/MID) Radar-Blitzer wird es zwar weiter geben. Aber nach einem Urteil des saarländischen Verfassungsgerichtshofs sind sie zumindest nicht mehr automatisch über jeden Zweifel erhaben – und werden nicht mehr per Definition als fehlerfrei betrachtet.

Das Gericht hat am 5. Juli 2019 geurteilt, dass Messungen mit dem Jenoptik Traffistar S350 nicht verwertbar sind. Vorausgegangen war die Klage eines geblitzten Autofahrers gegen die Tatsache, dass die Messanlagen dieses Typs nicht alle Daten speichern. Eine Anfechtung der Vorwürfe sei dadurch unmöglich. In ihrem Spruch erklären die Verfassungsrichter, die drei Sachverständige eingeschaltet hatten: „Das Grundrecht auf wirksame Verteidigung schließt auch in einem Bußgeldverfahren über eine Geschwindigkeitsüberschreitung ein, dass die Rohmessdaten der Geschwindigkeitsmessung zur nachträglichen Plausibilitätskontrolle zur Verfügung stehen.“ (Aktenzeichen Lv 7/17, ID 345, Verfassungsgerichtshof d. Saarlandes).

Doch wie wirkt sich dieses Urteil auf künftige Bußgeldvorwürfe aus? Dazu das Berliner Unternehmen Coduka, Betreiber des Portals www.geblitzt.de: „Konkrete Anhaltspunkte für fehlende Plausibilität der gemessenen Geschwindigkeit können sich ergeben, wenn das Blitzerfoto nicht eindeutig ist, mehrere Fahrzeuge gleichzeitig gemessen werden oder wenn der Betroffene nicht eindeutig als Fahrzeugführer identifiziert werden kann.“

Auch Verstöße gegen die Bedienungsanleitung der Messanlage oder eine ungewöhnliche Form des geblitzten Fahrzeugs, schlechte Sichtverhältnisse und eine hohe Verkehrsdichte könnten die Grundlage für eine erfolgreiche Anfechtung der Vorwürfe sein.

„Wir begrüßen die Entscheidung des Gerichts“, so ein Coduka-Sprecher. „Hoffentlich ziehen die anderen Bundesländer nach. So hätten Betroffene deutschlandweit mehr Möglichkeiten bei der Überprüfung von Bußgeldvorwürfen.“

Harley-Davidson zum Selbstbauen

Eine legendäre Harley-Davidson im eigenen Wohnzimmer? Und dann noch für nur rund 90 Euro? Lego macht es möglich: Eines der weltweit bekanntesten Motorräder kommt am 1. August als Bauset auf den Markt. Den Mythos der Freiheit kann man sich dann aus über 1.023 Teilen selbst zusammenbauen.

Die Macher haben auf die Liebe zum Detail viel Wert gelegt. Bei dem „Creator Expert Set Harley-Davidson Fat Boy“ ist nicht nur ein typischer tropfenförmiger Tank dabei, sondern auch robuste Scheibenräder und ein Tachometer in der Tankkonsole. Bewegliche Bauteile wie Lenker, Schalt- und Bremshebel sowie der Hinterreifen und der Milwaukee- Eight-Motor gehören ebenfalls dazu. Übrigens: Das Set kostet 89,90 Euro.

Viel Arbeit hat der Hersteller zudem in ein 1:1-Modell der Fat Boy gesteckt. In 865 Arbeitsstunden gefertigt, besteht das Modell aus 69.569 Lego-Elementen und ist voll ausgestattet mit versilberten Bauteilen, WiFi-Animationssteuerung sowie Ton- und Lichteffekten. Das Modell  kann live in ausgewählten Stores erlebt werden.

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