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Vorstellung neuer Einsatzfahrzeuge für den Rettungsdienst mit Blaulicht

Die „RETTmobil“ in Fulda ist die wichtigste europäische Messe für Rettung und Mobilität. Hersteller präsentieren hier neue Einsatzfahrzeuge

Im Mai konnten sich die Besucher einen Überblick über die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Spezialfahrzeuge von Volkswagen und Volkswagen Nutzfahrzeuge verschaffen. Der neue Tiguan Allspace wurde erstmals als Notarzteinsatzfahrzeug vorgestellt. Das Fahrzeug ist mit einem Diesel-Aggregat mit 176 kW/240 PS, 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG) und Allradantrieb 4Motion ausgerüstet und somit auch für schlechtere Bedingungen bestens vorbereitet. Natürlich sind auch Signalanlage und Sprechfunk an Bord sowie eine Motor-Weiterlauf-Schaltung und ein Unfalldatenspeicher.

 

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Premiere auf der „RETTmobil“: der VW Crafter als 5-Tonner Basisfahrzeug mit Heckantrieb und 8-Gang-Automatik von der Firma WAS. © Volkswagen /TRD Wirtschaft

 

Der neue T-Roc feiert seine Premiere als „First Responder“, also als Einsatzfahrzeug, das zusätzlich zum Rettungsdienst alarmiert wird und vor Eintreffen der Notärzte schnelle erste Hilfe leisten kann. Außerdem zeigt Volkswagen Pkw den Golf Variant als Kommandowagen, den Arteon als verdeckten Kommandowagen sowie den Sharan als Notarzteinsatzfahrzeug. Alle drei Fahrzeuge verfügen über umfangreiche Ausstattungen wie Sondersignalanlagen und Funkvorbereitungen. Volkswagen Nutzfahrzeuge präsentiert in Fulda Rettungstransportwagen und Feuerwehrfahrzeuge auf Transporter- und Crafter-Basis, darunter erstmals den speziell ausgerüsteten Crafter als 5-Tonner mit Heckantrieb und 8-Gang-Automatik.

 

 

US Polizeiauto

Wer als Privatperson mit seinem Privatfahrzeug mit eingeschaltetem Blaulicht herumfährt, begeht eine strafbare Amtsanmaßung. Das entschied laut Rechtschutzversicherer D.A.S. das Oberlandesgericht Celle und bestätigte eine Strafe in Höhe von 3 000 Euro.                          Foto: GeigerCars /TRDBlog 

(TRD/MID) Davon hat sicher schon jeder Autofahrer geträumt: Einfach das Blaulicht rausholen und als „Polizeiwagen“ den Stau links liegen lassen. Doch Vorsicht: Wer als Privatperson mit seinem Privatfahrzeug mit eingeschaltetem Blaulicht herumfährt, begeht eine strafbare Amtsanmaßung. Das entschied laut D.A.S. das Oberlandesgericht Celle. Das betreffende Fahrzeug war ein silberner Mercedes mit blauen Streifen an den Seiten gewesen und einem Blaulicht auf dem Armaturenbrett. Dass einzelne Zeugen das Fahrzeug als „Fälschung“ erkennen, schützt den Fahrer nicht vor einer Bestrafung (OLG Celle, Az. 32 Ss 110/13). In dem besagten Fall bestätigte das Oberlandesgericht Celle eine Geldstrafe in Höhe von 3.000 Euro. Die Begründung: Für eine Strafbarkeit sei es ausreichend, wenn eine Handlung aus objektiver Sicht mit einer Diensthandlung verwechselt werden könne. Dies sei hier der Fall gewesen – jeder normale Verkehrsteilnehmer hätte durch die Lackierung und das Blaulicht auf ein Polizeifahrzeug im Einsatz schließen können. Dass der Zeuge das „Polizeiauto“ als Fälschung erkannt habe, entlaste den Angeklagten nicht. Auch die Art, wie der Angeklagte das Blaulicht eingesetzt habe – zur Ermahnung und Abschreckung anderer Autofahrer – deute auf das absichtliche Vortäuschen einer Diensthandlung hin.

 

 

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