Freizeit und Hobby

Übung macht den Wohnwagen-Meister

(TRD/MID) Bundesweit sind mehr als 650.000 Wohnanhänger zugelassen – Tendenz steigend. Das Fahren mit dem Heim am Haken hat jedoch einige Tücken und fordert vom Gespannlenker Erfahrung, Übung und Geschicklichkeit. Experten geben Tipps.

Selbst für erfahrene Pkw-Fahrer ist das Ziehen von Lasten eine Herausforderung, deshalb ist eine der dringendsten Empfehlungen: Diszipliniert fahren und die Tempolimits unbedingt einhalten. Bei Seitenwind muss die Geschwindigkeit den Verhältnissen angepasst werden.

Wohnwagenmeister

Heim am Haken: Das hat seine Tücken und bedarf der Erfahrung.
© MemoryCatcher/pixabay.com/TRDmobil

„Weil die meisten nur ein- bis zweimal im Jahr mit dem Wohnwagen unterwegs sind, auf jeden Fall mit dem beladenen Caravan ein paar Runden drehen, bevor es richtig auf Tour geht“, empfiehlt Eberhard Lang von TÜV Süd. „Dabei auch kurz über die Autobahn fahren, damit man wieder Gefühl fürs Gespann bekommt.“

Schlingerdämpfung, ABS, Stabilisierungseinrichtung – die richtige Technik macht’s möglich, dass man hierzulande seit einigen Jahren den Wohnwagen auf Tempo 100 beschleunigen darf. Gen Süden wird das Tempoplus jedoch ab einer Grenze wieder gebremst: In der Schweiz und in Liechtenstein gilt wie bisher: Wohnwagen einreihen in den Schwerlastverkehr mit maximal Tempo 80. Das gilt auch in vielen anderen europäischen Ländern.

In Österreich darf aber unter denselben technischen Voraussetzungen wie in Deutschland 100 gefahren werden. „Auf jeden Fall vorab über die Tempolimits im Reise- und in den Transitländern informieren“, betont Lang. Schneller als 100 Stundenkilometer solle man mit Gespann ohnehin nicht unterwegs sein – auch wenn es erlaubt ist. Die meisten Wohnwagen sind bauartbedingt nur bis 100 Stundenkilometer zugelassen.

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