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TRD-Ticker Auto + Verkehr

Werksverkehr per App als Ergänzung zum ÖPNV-Angebot

 

(TRD/MID) Ridepooling ist eine Mobilitätsform mit Zukunft – das hat eine knapp einjährige Pilotphase im Mercedes-Werk Bremen bewiesen. Dabei werden per App Fahrten gebucht, dank einer schlauen Logistik werden Fahrgäste mit ähnlichem Ziel in einem Fahrzeug zusammen transportiert – was nicht nur Zeit, sondern auch Kosten und Emissionen spart.

Mercedes-Partner ViaVan ist aktuell in Amsterdam, London, Milton Keynes und Berlin aktiv, und zwar als Ergänzung zum ÖPNV-Angebot. Dass das Angebot auch für die innerbetriebliche Personenbeförderung geeignet ist, hat die Testphase in Bremen nachdrücklich bewiesen. Es bietet den mehr als 12.500 Mitarbeitern einen Werksverkehr auf Abruf, feste Routen und Haltestellen gibt es nicht mehr. „Stattdessen werden Strecken und Stopps dynamisch der aktuellen Nachfrage angepasst“, heißt es bei Mercedes.

Der Effekt: Die Wartezeiten haben sich im Vergleich zum bisherigen Linienverkehr um zwei Drittel auf wenige Minuten reduziert. Die Nutzungszahlen sind um das Dreifache gestiegen. Dank des ViaVan-Systems sind Fahrer und Fahrzeug optimal ausgelastet. Gleichzeitig reduziert das Bündeln der Fahrten die Fahrzeug-Kilometer pro Fahrgast deutlich. Deshalb wird jetzt auch die Umsetzung von Corporate-Shuttle-Angeboten in anderen Mercedes-Benz Werken geprüft.

DVR Zero

Maßnahmen zur Sicherheit im Verkehr: Für ein Tempolimit plädiert Prof. Dr. Bernhard Schlag von der Technischen Universität Dresden: Zunächst seien Unfälle mit verringerter Geschwindigkeit weniger schwer, sagt Schlag. Außerdem würde ein Limit zu gleichmäßigen Geschwindigkeiten und damit homogenem Verkehrsfluss führen – und damit auch zu weniger Staus. Zudem könnten Fahrfehler bei geringem Tempo besser kompensiert werden als etwa bei Tempo 180.
Unterdessen steigt die Häufigkeit von Unfällen unter Drogeneinfluss, sagt Dr. Simone Klipp von der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt). Die Verhinderung von Alkoholunfällen stelle aber immer noch eine größere Herausforderung dar. Deutschland verfüge aber über ein umfassendes Maßnahmensystem zur Prävention von Fahrten unter Alkohol- und Drogeneinfluss. Zudem hätten sich Maßnahmen zur Verhinderung der Wieder-Auffälligkeit von Personen, die unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen gefahren sind, bewährt. Retter in der Not: Damit es erst gar nicht zum Unfall kommt, arbeitet der DVR an der „Vision Zero“.
© Innviertlerin / pixabay.com /TRD mobil

 

 

Roller-Sharing: Spaßig, aber teuer

(TRD/MID) Roller-Sharing, wie es derzeit in Berlin von vier Firmen angeboten wird, ist nichts für Dauernutzer – und zwar aus finanziellen Gründen. Zu diesem Schluss kommt ein Vergleich des Portals Verivox.

Grundsätzlich gibt es zwischen den Roller-Verleihern Circ, Lime, Tier und Voi keine größeren Unterschiede. US-Anbieter Lime ist dabei so etwas wie der Beste unter Gleichen, weil er das größte Gebiet abdeckt, die nutzerfreundlichste App verwendet und mehrere Zahlungsarten ermöglicht.

Die Tarife sind überall gleich: Freischalten kostet einen Euro, jede Minute 15 Cent. „Eine Fahrt mit einer halbstündigen Ausleihe kostet damit 5,50 Euro“, bilanziert Verivox. Wer als Pendler regelmäßig für die Fahrten zwischen Büro und Bahnhof auf einen der Roller zurückgreift, ist bei täglich zwei Mal sechsminütiger Nutzung im Monat 84 Euro los.

Deshalb eignen sich die geliehenen E-Scooter den Testern zufolge für gelegentliche Fahrten mit Spaßfaktor und in fremden Städten. Ein Verivox-Sprecher: „Wer den E-Tretroller für den täglichen Arbeitsweg nutzen möchte, sollte sich einen eigenen anschaffen. Die Kosten sind nach je nach Modell nach rund einem halben Jahr wieder drin.“

Zum Testzeitpunkt am 23. Juni 2019 konnte bei Circ, Tier und Voi nur mit Kreditkarte bezahlt werden. Bei Lime ist auch die Zahlung per Debitkarte oder Paypal möglich. Außerdem kann ein Guthaben aufgeladen und abgefahren werden.

Das Fazit der Tester: Eine Fahrt mit einem geliehenen E-Scooter kann Spaß machen, günstig ist sie nicht. So ist eine halbe Stunde mit dem E-Scooter doppelt so teuer als ein Einzelfahrschein des öffentlichen Nahverkehrs. Auch ein geliehenes Fahrrad ist deutlich günstiger.

Navitomtom

Navigationsgeräte sind gerade auf der Urlaubsfahrt wichtige Helfer.
© TomTom / TRD Auto und Zweirad

Crit’Air: Fahrverbote in Frankreich

(TRD/MID)  – O la la, das kann für großen Ärger auf der Urlaubsfahrt sorgen: Erstmals gibt es in Paris und Lyon Fahrverbote für Fahrzeuge der französischen Crit’Air-Kategorie 3 und höher. Das heißt auch für viele Touristen-Fahrzeuge: Wir müssen draußen bleiben.

Zugelassen sind laut des Umweltzonen- und Feinstaubplaketten-Portals Green-Zones etwa innerhalb des Pariser Autobahnrings A 86 nur noch Diesel-Pkw und -Wohnmobile bis 3,5 Tonnen, die der Euro-Norm 5 oder 6 entsprechen und Benziner mit Euro-Norm 4, 5 und 6. In Grenoble, Marseille und Straßburg sind seit kurzem ebenfalls Verbote in Kraft – für die Straßenbenutzung sind dort nur Fahrzeuge mit einer Crit’Air“-Vignette 0 (= grün), 1, 2 und 3 zugelassen. „Kurzfristige Fahrverbote drohen derzeit auch für verschiedene Regionen in Ostfrankreich“, so die Beobachter.

Die Umweltplakette, die sogenannte Crit’Air-Vignette (offiziell „certificat qualité de l’air“) ist für in Frankreich zugelassene Fahrzeuge verpflichtend. „Für ausländische, also auch deutsche, Fahrzeuge ist sie seit dem 1. Februar 2017 vorgeschrieben“, heißt es bei Green-Zones. Eine fehlende Vignette kann Geldstrafen bis zu 375 Euro nach sich ziehen. Und zwar eben auch für Fahrzeuge, die gar nicht in Frankreich zugelassen sind.

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