Medizin und Ernährung

Medical Press Nachrichten kurz notiert

Ingwer vertreibt Knoblauch-Atem

(TRD/MP) Genießer mit einem Hang zu Knoblauch kennen das Problem nur zu gut: Die Blicke ihrer Mitmenschen wegen ihrer deutlichen Fahne sind wirklich nicht angenehm. Doch es gibt Mittel gegen den Geruch – auch pflanzliche.

„Bewährt hat sich zum Beispiel das Zerbeißen von Kaffeebohnen sowie das Kauen von Kardamomsamen, Kümmelfrüchten oder Wacholderbeeren“, so das Apothekenmagazin „Diabetes Ratgeber“. Doch am besten hilft Ingwer. Wissenschaftler der Technischen Universität München belegten in aktuellen Studien, dass nach dem Genuss von Ingwer die gerucherzeugenden Schwefelverbindungen besonders schnell aus dem Mund verschwinden. Der Grund: Der im Ingwer enthaltene Scharfstoff 6-Gingerol erhöht vorübergehend die Produktion eines Speichelenzyms, das Schwefelverbindungen abbaut. Und zudem ist Ingwer ja auch noch anderweitig gut für den Körper.

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Ingwer vertreibt zuverlässig Knoblauch-Atem. © Wort & Bild Verlag – Diabetes Ratgeber/Fotolia_Luis Echeverri Urrea /TRD Gesundheit

Wieviel Zucker darf’s denn sein?

(TRD/MP) Völliger Verzicht auf Zucker bringt nach heutigem Stand der Forschung keine gesundheitlichen Vorteile. Trotzdem ist zu viel davon nicht gesund. Aber wie viel darf’s denn sein?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, nicht mehr als zehn Prozent des täglichen Energiebedarfs aus Zucker zu decken. „Das entspricht etwa 50 bis 60 Gramm – und die sind oft schneller erreicht als gedacht“, heißt es bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Denn Zucker ist eben nicht nur in Süßigkeiten und Limonaden zu finden. Ein neuer Ratgeber namens „Achtung, Zucker!“ deckt die größten Fallen auf und stellt die besten Alternativen vor (192 Seiten, 14,90 Euro, als E-Book 11,99 Euro).

Das Buch der Verbraucherzentrale informiert zudem über die unterschiedlichen Zuckerarten, erläutert Ersatzstoffe von Honig bis Agavendicksaft und gibt Tipps, worauf Verbraucher bei den Zutatenlisten von Lebensmitteln achten sollten. Der Praxisteil bietet mehr als 50 zuckerarme Rezepte zum Backen und Kochen. „Dabei geht es nicht darum, die beliebte Zutat zu verteufeln oder ganz aus dem Speiseplan zu streichen, sondern gesünder durch den Tag zu kommen“, so die Autoren. Denn wer sich ausgewogen ernähre und sich genügend bewege, könne Süßes in Maßen durchaus mit gutem Gewissen genießen.

SportundGefässe

Ausreichende Bewegung bewahrt selbst kleinste Blutgefäße vor dem Schlappmachen.
© Lazare/Pixabay.com/TRD gesundheit

Tricks gegen das Mittagstief

(TRD/MP) Wenn es um die Mittagspause geht, lieben es die Deutschen deftig. So ist laut Angaben deutscher Cateringunternehmen die Currywurst mit Pommes seit Jahren das beliebteste Kantinenessen hierzulande. Doch egal, wie leicht oder schwer sie ausfällt, viele fallen nach einer Mahlzeit in ein regelrechtes Mittagstief.

Mediziner nennen diesen Zustand postprandiale Müdigkeit. Für diese kommen verschiedene Ursachen in Frage: Damit Nährstoffe aus der Nahrung aufgenommen werden können, fließt während der Verdauung sauerstoffreiches Blut in den Magen und den Darm. Dieses fehlt währenddessen dem Gehirn – die Leistungsfähigkeit nimmt ab. Fett- oder kohlenhydratreiche Speisen verstärken den Effekt. Bei Menschen, die an Typ 2 Diabetes erkrankt sind und die nach der Mittagspause häufig unter Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Konzentrationsschwäche leiden, kann die Ursache auch ein sehr hoher Blutzuckerwert nach dem Essen sein.

„Ist der Wert dann ungewöhnlich hoch, sprechen wir Ärzte von postprandialen Hyperglykämien oder Blutzuckerspitzen nach dem Essen,“ erklärt Dr. Andreas Liebl, Chefarzt des Diabetes- und Stoffwechselzentrums an der Fachklinik in Bad Heilbrunn. „Unbehandelt können sie langfristig ernsthafte gesundheitliche Folgen haben.

Das tückische an Blutzuckerspitzen nach dem Essen: Sie bleiben oft unbemerkt. Während viele Diabetespatienten den Nüchternblutzucker täglich messen, beachten die wenigsten auch den Blutzucker nach dem Essen. „Der Arzt kann diese Spitzen nur erkennen, wenn Patienten ihren Blutzucker nach dem Essen kontrollieren und ihm die Werte mitteilen,“ betont Dr. Liebl.

Und so kommt man raus aus dem Leistungstief: „Wer Diabetes und den Verdacht hat, dass seine Abgeschlagenheit nach dem Essen auf Blutzuckerspitzen zurückzuführen ist, sollte seinen Blutzucker gezielt ein bis zwei Stunden nach der Mahlzeit messen,“ so Dr. Liebl. Auf dieser Basis kann der behandelnde Arzt die Therapie bei Bedarf anpassen. Zum Beispiel können Patienten moderne Mahlzeiteninsuline einsetzen, um den Blutzucker nach dem Essen noch gezielter zu kontrollieren.

Weitere Tipps gegen das Mittagstief: Leichte und gut verdauliche Mahlzeiten mit weniger Kohlenhydraten und Fett als Mittagessen wählen. Danach an der frischen Luft bewegen und etwas Sonne tanken. Auch gut: Ein kurzes Nickerchen von etwa zehn Minuten, im Anschluss für einen ordentlichen Energieschub den Raum lüften und mit kleinen Stretch-Übungen den Körper neu aktivieren. Mehr Informationen gibt es beispielsweise auf der Internetseite www.novonordisk.de/patienten/diabetes

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