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Studie liefert erstaunliche Ergebnisse über Irrtümer und Halbwahrheiten der Elektromobilität

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33 Prozent der Bundesbürger glauben, dass Elektroautos, geringere CO2-Emissionen aufweisen als Autos mit Benzin- oder Dieselmotor. Doch das stimmt nur zum Teil, wie jetzt eine aktuelle Studie zeigt. © Erneuerbare Energien Hamburg Clusteragentur GmbH / TRD Auto und Mobilität

(TRD/MID) – Der Weg der Elektromobilität ist gepflastert mit Irrtümern, Halb-Wahrheiten und Missverständnissen. Diese zum Teil sehr erstaunlichen Ergebnisse liefert jetzt eine aktuelle Forsa-Studie im Auftrag des Cluster Erneuerbare Energien Hamburg (EEHH) zum Thema Elektromobilität und erneuerbare Energien.Demnach glauben etwa 33 Prozent der Bundesbürger, dass Elektroautos, geringere CO2-Emissionen aufweisen als Autos mit Benzin- oder Dieselmotor. Stimmt das tatsächlich? Nein, nur zum Teil, sagen die Experten. Bezieht man nämlich nicht nur das reine Autofahren, sondern auch die CO2-Bilanz der Herstellung für den Akku-Speicher mit ein, steht das Elektrofahrzeug nicht mehr ganz so sauber da, heißt es. Eine Untersuchung im Auftrag der staatlichen Schwedischen Energieagentur ergab kürzlich, dass mit dem heutigen Stand der Technik bei der Akkuproduktion zwischen 3,7 und 20 Tonnen CO2 entstehen. Das bedeutet, dass ein in Deutschland mit konventionellem Strom geladenes E-Auto in der Gesamt-CO2-Bilanz schlechter abschneidet als ein vergleichbares Fahrzeug mit Verbrennungsmotor.

Ein wichtiger Punkt der Studie ist der schnellere Ausbau erneuerbarer Energien. 70 Prozent sehen darin eine Grundvoraussetzung für die vermehrte Verbreitung von Elektroautos. „Diese Aussage zeigt sehr deutlich, dass es hierzulande ein hohes Bewusstsein für das Thema Energiewende im Zusammenhang mit Elektromobilität gibt“, sagt Jan Rispens, Geschäftsführer vom Cluster Erneuerbare Energien Hamburg. Staatliche Förderung oder kostenloser Strombezug spielen seiner Meinung nach als Kaufanreiz hingegen eine geringere Rolle.

Und was ist den Menschen bei diesem Thema besonders wichtig? Für 90 Prozent der Befragten ist das eine gut ausgebaute Lade-Infrastruktur. An zweiter Stelle steht für 83 Prozent eine Reichweite von Elektroautos von mindestens 500 Kilometer. Und 80 Prozent stören sich am Preisunterschied zu Autos mit herkömmlichem Antrieb.

Und noch etwas: Nach eigenen Angaben bezieht bereits etwa ein Drittel der Befragten im Haushalt Ökostrom. „Jeder Haushalt kann auch heute schon Ökostrom nutzen, um seine Klimabilanz zu verbessern. Und viele Haushalte tun dies heute bereits. Aber jeder, der in den kommenden Jahren sein Elektrofahrzeug zu Hause laden will, sollte für seine Klimabilanz vorher unbedingt auf Ökostrom umsteigen“, so Jan Rispens weiter.