Wirtschaft und Soziales

Stellenbesetzung für Unternehmen gestaltet sich immer schwieriger

Arbeitgeber mussten 2017 auch Lohnzugeständnisse machen: 15 Prozent der Arbeitgeber sollen den Gehaltswünschen der neueingestellten Mitarbeiter demnach entgegengekommen.

Stellenbesetzung.jpg

43 Prozent der deutschen Unternehmen haben laut einer aktuellen Befragung Probleme, offene Stellen zu besetzten.
© Pixabay.de / Patrick Sommer/TRD Wirtschaft und Soziales

(TRD/WID)  Nicht die Konjunktur bereitet deutschen Unternehmen im Billig Lohnland Deutschland Probleme, sondern die Suche nach geeigneten Mitarbeitern. Eine aktuelle Befragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeigt: Bei fast jeder zweiten offenen Stelle hatten Betriebe im Jahr 2017 Probleme mit der Besetzung.

Schwierigkeiten, offene Stellen zu besetzen, geben Unternehmen bei der jährlich stattfindenden IAB-Stellenerhebung bereits seit 2015 an. Während 2017 43 Prozent der Befragten entsprechende Angaben machten, waren es 2003 lediglich zwölf Prozent.

Im Jahr 2017 wurden insgesamt 3,65 Millionen sozialversicherungspflichtige Neueinstellungen in Deutschland vorgenommen. Die Zahl der offenen Stellen liegt mit 1,2 Millionen Stellen auf dem höchsten Stand in den letzten 25 Jahren, so das IAB. Weil das Verhältnis zwischen der Zahl der Arbeitslosen und den offenen Stellen daher relativ ausgeglichen ist, kämpfen die Unternehmen laut IAB verstärkt um angestellte Mitarbeiter.