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Steinschlagschaden – und was dann?

In Kürze beginnt die Jahreszeit, in der Autos kräftig unter Beschuss geraten können: Bei winterlichen Temperaturen werden die Straßen mit Splitt bestreut, um Rutsch- und damit Unfallgefahr zu vermeiden. Das kann Steinschlag zur Folge haben. Was sollten Autofahrer dabei beachten? Titelbild: obs billigermietwagen.de Foto: Carglass/TRD blog newsportal

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 (TRD/MID) In Kürze beginnt die Jahreszeit, in der Autos kräftig unter Beschuss geraten können: Bei winterlichen Temperaturen werden die Straßen mit Splitt bestreut, um Rutsch- und damit Unfallgefahr zu vermeiden. Das kann Steinschlag zur Folge haben. Was sollten Autofahrer dabei beachten?Vorausfahrende Autos verwandeln die kleinen Steine in Geschosse, die den Frontbereich des Fahrzeugs und oft auch die Windschutzscheibe kräftig Mitleidenschaft ziehen. Lackschäden lassen sich meist noch relativ einfach ausbessern, bei der Frontscheibe ist das nicht ganz so einfach. Kfz-Werkstätten oder Autoglas-Fachbetriebe können zwar einen Glasschaden oft so gut beheben, dass von der Beschädigung fast nichts mehr zu sehen ist. Aber eine solche Reparatur ist nur zulässig, wenn sich der Steinschlagschaden nicht im Sichtfeld des Fahrers befindet. Als Sichtfeld gilt dabei eine Fläche von der Größe eines DIN-A4-Blattes direkt vor dem Fahrer, so der ADAC. Wird dort ein Schaden an der Frontscheibe ausgebessert, gibt es wahrscheinlich bei der nächsten Hauptuntersuchung keine Plakette.

Ein Steinschlagschaden sollte auch dann nicht repariert werden, wenn er über fünf Millimeter groß und mehr als die äußere Scheibenschicht betroffen ist. Auch bei Rissen im Glas ist Vorsicht geboten, die können sich schnell vergrößern. In solchen Fällen bleibt oft nur der Austausch der kompletten Scheibe. Die Kosten dafür übernimmt die Teilkaskoversicherung. Der Kunde muss nur die jeweilige Selbstbeteiligung tragen. Dabei ist es unerheblich, wie der Schaden entstanden ist, die Versicherung fragt bei Glasbruchschäden nicht nach der Ursache. Das verleitet unseriöse Reparaturbetriebe mitunter dazu, den Kunden den kompletten Austausch der beschädigten Scheibe nahezulegen, auch wenn diese eigentlich repariert werden könnte. Davon raten die Versicherer wie auch der ADAC ab, weil es sich bei einem solchen Verhalten um Versicherungsbetrug handelt.

Laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) verzeichnen die Kfz-Versicherer pro Jahr rund 2,3 Millionen Glasbruchschäden bei Pkw. Dabei kommt ein Schadensaufwand von 1,2 Milliarden Euro zusammen. Gegen derartige Glasschäden ist zwar kein Autofahrer gefeit, ihr Risiko lässt sich aber zur eigenen Sicherheit vermindern. Und zwar, indem man noch größeren Abstand zu vorausfahrenden Fahrzeugen hält als nötig. Kommt es dennoch zu einem solchen Schaden, sollte er schnellstmöglich behoben werden.