Medizin und Ernährung

Sport stärkt die Mikrogefäße

(TRD/MP)   Schlecht durchblutete Mikrogefäße sind für den Organismus nicht ungefährlich, warnen Venologen. Doch eine gesunde Lebensweise kann die Blutzirkulation auch in kleinsten Äderchen ankurbeln. Der Ratgeber „Mikrozirkulation – Die Bedeutung kleinster Gefäße für gesunde Durchblutung“ vom Bundesverband für Gesundheitsinformation und Verbraucherschutz BGV zeigt, wie die Mikrozirkulation gezielt angeregt und dadurch der Gesundheitszustand und das Wohlbefinden verbessert werden können.

 

Bewegung und Zirkulation

Ausreichende Bewegung bewahrt selbst kleinste Blutgefäße vor dem Schlappmachen. © Lazare/Pixabay.com/TRDgesundheit

Wenn Organe und Gewebe nicht bis in die kleinsten Gefäße gut durchblutet sind, werden sie nicht ausreichend mit Sauerstoff und den wichtigsten Nährstoffen versorgt. Darunter leidet die Leistungsfähigkeit des Körpers:

Die Regenerationsfähigkeit nimmt ab, die Anfälligkeit für Erkrankungen hingegen zu. Gefäßerkrankungen wie die so genannte „Schaufensterkrankheit“ (periphere arterielle Verschlusskrankheit) können Folge einer mangelhaften Durchblutung sein. Symptome chronischer Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes können verstärkt werden.

Um eine gestörte Mikrozirkulation anzuregen, empfiehlt Erhard Hackler, geschäftsführender Vorstand des BGV, regelmäßige körperliche Betätigung sowie eine ausgewogene Ernährung. In vielen Fällen kann es darüber hinaus sinnvoll sein, die Durchblutung gezielt anzuregen. Bei Gefäßen größeren Durchmessers lässt sich dies durch Medikamente regulieren, nicht jedoch bei Mikrogefäßen. Die Muskelzellen der Mikrogefäße werden allein durch eine so genannte autorhythmische Erregung gesteuert. Ihre Kontraktion kann über lokale mechanische Reize angeregt werden.

Genau das macht sich die Physikalische Gefäßtherapie zunutze. Mit Hilfe eines elektromagnetischen Feldes werden die Muskelzellen in den Gefäßwänden der Mikrogefäße zur Kontraktion stimuliert, so dass mehr Blut ins Kapillargebiet gepumpt wird. Viele Patienten berichten über eine Verbesserung ihres allgemeinen Gesundheitszustandes und die Steigerung von Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit.

Beobachtungsstudien bestätigen zudem, dass die Physikalische Gefäßtherapie als ergänzende Behandlung zum Erfolg einer schulmedizinischen Therapie beitragen kann. Dies betrifft unter anderem die Therapie bei Diabetes, Wundheilungsstörungen und peripherer arterieller Verschlusskrankheit. Darüber hinaus zeigen sich Erfolge in der Schmerztherapie, Verbesserungen der Schlafwerte bei Patienten mit Schlafstörungen sowie eine Unterstützung von Rehabilitations- und Regenerationsprozessen.

Viele Ärzte, Heilpraktiker und Therapeuten bieten die Physikalische Gefäßtherapie als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) in ihrer Praxis an. In Abstimmung mit Hausärzten und Referenzmedizinern werden auch immer häufiger Heimanwendungen genutzt. Die kostenlose Broschüre vom BGV zeigt auf, wie man zur Verbesserung der Gefäßgesundheit beitragen kann.