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Soziale Medien: Angstmaschinen und Brutstätten für autoritäre Bewegungen

 

(TRD/CID) Der Datenhandel blüht. Nicht erst seit der Facebook-Panne dringen raffinierte Geschäftsleute immer tiefer in unsere Privatsphäre ein. Kein Wunder: Wer auf sozialen Netzwerken registriert ist, muss damit rechnen, dass Daten gesammelt werden und mit ihnen gehandelt wird. Wie man seine Daten vor unerlaubtem Zugriff schützen oder diesen zumindest erschweren kann, haben Rechtschutz-Experten zusammengetragen.

 

SozialeMedien

Soziale Medien sind wegen ihrer enormen Reichweite für Unternehmen attraktiv. Aber man macht auch negative Erfahrungen damit.
© geralt / Pixabay.com / CC0 /TRD Technik

 

Wählen Sie zum besseren Schutz Ihrer Privatsphäre rechts oben in der Leiste bei Facebook den Button „Einstellungen“ aus. Nun öffnet sich eine Seite mit den „Allgemeinen Kontoeinstellungen“, anschließend wählen Sie auf der linken Seite den dritten Punkt „Privatsphäre“ aus. Im ersten Abschnitt können Sie nicht nur einstellen, wer Ihre zukünftigen und vergangenen Beiträge sehen kann, sondern auch die Sichtbarkeit Ihrer Freundesliste regulieren.

Klicken Sie einfach rechts auf den Button „Bearbeiten“: Nun können Sie wählen zwischen „Öffentlich“, „Freunde“, „Nur ich“ und „Benutzerdefiniert“. Bei letzterem können Sie beispielsweise Beiträge vor ausgewählten Personen Ihrer Freundesliste verbergen. Die beiden anderen Kategorien beschäftigen sich mit dem Kontaktieren und dem Suchen. Ebenso wie im oberen Beispiel können Sie hier je nach Belieben mit dem Button „Bearbeiten“ bestimmen, wer Sie kontaktieren oder suchen kann.

Auf Ihrem eigenen Profil direkt neben dem Aktivitätenprotokoll können Sie beim letzten Button mit den drei Punkten den ersten Unterpunkt „Anzeigen aus der Sicht von?“ auswählen. Besonders die Option „Anzeigen aus der Sicht von Öffentlich“ verschafft einen Überblick darüber, was in Ihrem Profil für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Wenn Sie eine Information stört, können Sie diese nachträglich bearbeiten und gegebenenfalls verbergen.

Auch Fotos auf Facebook verraten viel. Doch nicht alles, was zu sehen ist, will man mit der Allgemeinheit, den Kollegen oder dem Chef teilen. Deshalb müssen die Privatsphäre-Einstellungen für die Fotoalben bearbeitet werden. Dazu klickt man auf dem Profil auf „Fotos“, dann auf „Alben“. Danach wird das Album, bei dem man die Privatsphäre-Einstellungen ändern möchte, gewählt und wieder auf „bearbeiten“ geklickt. Wichtig: Verwenden Sie nun das Tool für die Zielgruppenauswahl unter „Privatsphäre“, um festzulegen, wer das Album sehen kann.

Und noch etwas: Entfernte Markierungen werden im Beitrag oder auf dem Foto nicht mehr angezeigt, aber der Inhalt ist nach wie vor für die Zielgruppe sichtbar, mit der er geteilt wurde, betonen Rechtschutz- Experten.

 

FacebookUrteil

Internetfähige Smartphones sind weiter verbreitet als PCs und Laptops.
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Facebook am Pranger: Internet-Giganten unter sich

Für viele Nutzer und Politiker brachte der Facebook-Fall außerdem nach diversen früheren Datenschutz-Problemen das Fass zum Überlaufen. Bei Twitter macht seit Tagen der Hashtag „#deletefacebook“ („lösche Facebook“) die Runde. Er wurde auch von WhatsApp-Mitgründer Brian Acton aufgegriffen, der seine App einst für rund 22 Milliarden Dollar an Facebook verkauft hatte. „Es ist Zeit“ war auch der Auslöser für das Verschwinden der Facebook-Seiten von Tesla und SpaceX.
Nachdem der Chef beider Unternehmen, Elon Musk, Actons Tweet mit der Frage „Was ist Facebook?“ kommentierte, wurde er von einem Nutzer aufgefordert, die Facebook-Präsenz von SpaceX zu löschen. Mach ich“, twitterte Musk zurück. Daraufhin wurde er daran erinnert, dass es dann auch die Tesla-Seite treffen sollte. „Definitiv. Die sieht sowieso langweilig aus“, reagierte Musk. Wenig später waren beide Seiten bei Facebook nicht mehr erreichbar.
Musk und Facebook haben eine schwierige Vorgeschichte. 2016 zerstörte die Explosion einer SpaceX-Rakete einen teuren Facebook-Satelliten. Zuckerberg zeigte sich damals öffentlich enttäuscht. Im vergangenen Jahr stritten die beiden Unternehmer zudem über die Risiken künstlicher Intelligenz. Musk warnt oft vor den Gefahren lernender Maschinen, Zuckerberg zeigt sich optimistisch und nannte Musks düstere Zukunftsszenarien „ziemlich unverantwortlich“. Musk konterte bei Twitter: „Ich habe mit Mark darüber gesprochen. Sein Verständnis des Themas ist beschränkt.“

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