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Smartphones, TV und Co. können die Ausschüttung von Schlafhormonen unterdrücken

SchlafenFüsse

Wer gut schlafen möchte, sollte in der Stunde vor dem Zubettgehen keine Telekommunikationsgeräte nutzen und nicht fernsehen.
© S. Hofschlaeger / pixelio.de/ TRD Wellness und Gesundheit

(TRD/CID) In der Stunde vor dem Schlafengehen sollten Geräte wie Smartphones und Computer % Co. nicht genutzt werden. Sie können laut US-Experten durch ihre Helligkeit und die anregende Wirkung den Schlaf stören.


Smartphones und andere elektronische Geräte gestalten den Alltag vieler Menschen produktiver. Allerdings tragen sie ab einem gewissen Punkt oft auch zu Schlafproblemen bei. Darauf weisen die US-amerikanische National Sleep Foundation (NSF) hin. Laut einer Umfrage der Experten schlafen 43 Prozent der US-Amerikaner während der Arbeitswoche schlecht. Als ein wichtiger Grund dafür gilt die Nutzung von Kommunikationstechnologien in der Stunde vor dem Schlafengehen. Nahezu jeder der Befragten (95 Prozent) nutzt gemäß der NSF innerhalb dieser Zeitspanne ein elektronisches Gerät wie einen Rechner oder einen Fernsehgerät. In der Gruppe der 13- bis 18-Jährigen US-Amerikaner werden neun Prozent der Personen jede Nacht durch ihr Handy geweckt, weil entweder ein Anruf oder eine Textnachricht eingeht.

Ein Grund dafür, dass das Fernsehen und die Beschäftigung mit Rechnern und Smartphones unmittelbar vor dem Zubettgehen den Schlaf stören kann, ist die oft anregende Wirkung der Inhalte, die konsumiert werden. Außerdem geht von den Bildschirmen oft eine starke Helligkeit aus, die die Ausschüttung von Schlafhormonen unterdrücken kann.

Ins Bett mit dem Smartphone

Ein Drittel der Deutschen kann nicht ohne Smartphone. Das ist leicht überspitzt ausgedrückt eines der Ergebnisse der Studie „Die Süchte der Deutschen 2017“ im Auftrag der Krankenkasse pronova BKK. Interessant ist auch, wie sich der elektronische Begleiter auf die Partnerschaft auswirkt: Immer mehr Menschen gehen inzwischen mit ihrem Smartphone ins Bett. Und für 40 Prozent der Befragten gilt der letzte Blick vor dem Einschlafen und der erste nach dem Aufwachen nicht dem Lebensgefährten, sondern dem Mobiltelefon.

Laut dem Digitalverband Bitkom besitzen aktuell 78 Prozent aller Menschen in Deutschland ein Smartphone. Dabei entfaltet die Technik ein enormes Suchtpotenzial: 24 Prozent aller Studienteilnehmer haben schon einmal Paniksymptome wie Herzrasen oder Schweißausbrüche verspürt, weil sie ihr Smartphone vergessen hatten. „Manche Trends der Smartphone-Nutzung sind durchaus bedenklich“, sagt Lutz Kaiser, Vorstand der pronova BKK. Das Smartphone als Wecker zu benutzen, verführe zum Draufschauen auch während der für den Körper wichtigen Ruhephasen. Sein Tipp: Smartphone entweder ausschalten oder – noch besser – komplett aus dem Schlafzimmer verbannen.