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Geld bedeutet Sicherheit

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Harz IV-Leistungen dürfen nicht ohne weiteres wegen des Erhalts von Trinkgeld gekürzt werden. © Alexas_Fotos / pixabay.com / CC0 /TRD Blog news

(TRD)/WID)  – Dass Geld allein nicht glücklich macht, ist eine Phrase, die meist von jenen geäußert wird, die genug davon haben. Den direkten Einfluss von einem gewissen Überschuss an Geld auf die Zufriedenheit und den Optimismus, belegt jetzt eine aktuelle forsa-Umfrage. Demnach beurteilen nämlich Menschen ihre Zukunftsaussichten positiver, wenn sie monatlich etwas zur Seite legen können.77 Prozent der Sparer schauen optimistisch in die Zukunft, bei denen, die mindestens 100 Euro im Monat zurücklegen, sind sogar 81 Prozent. Unter den Nicht-Sparern beträgt der Anteil dagegen gerade einmal 60 Prozent. Eine Bestätigung für die These, dass „Zuversicht das Wesentliche eines glücklichen Lebens ist“, wie es der römische Philosoph Lucius Annaeus Seneca vor 2.000 Jahren ausdrückte? „Ein Geldpolster beruhigt einfach ungemein“, meint Sabine Reinert, Head of Marketing & PR von RaboDirect.

Und der Sicherheitsgedanke ist dann auch der häufigste Beweggrund, nicht seine kompletten Einkünfte auf den Kopf zu hauen. 63 Prozent der Deutschen geben an, dass Rücklagen sie ruhiger schlafen lassen, 73 Prozent wollen sich damit für die Zukunft absichern. Das aber muss man sich erst einmal leisten können. Und somit macht Geld eben doch glücklich, oder zumindest glücklicher.

 

Beschädigte Banknoten

 

Wer mit halben oder dreiviertelten Banknoten bezahlen will, ist laut Rechtschutz-Fachleuten in aller Regel auf die Kulanz von Einzelhändlern angewiesen. Diese sind nämlich nicht verpflichtet, beschädigte Banknoten anzunehmen. Wenn die Geschäfte ablehnen, kann man es noch bei seiner Hausbank oder der Deutschen Bundesbank versuchen.

Die Geldinstitute tauschen beschädigte Geldscheine erfahrungsgemäß meist ohne Murren in heile Exemplare um. Fehlt allerdings mehr als die Hälfte der Banknote, müssen die Verbraucher nachweisen, dass der fehlende Teil des Scheins vernichtet wurde. Auch wenn die Bank überzeugt ist, dass die Banknoten vorsätzlich beschädigt wurde, gibt es keinen Umtausch.

Taschengeld: Wie viel in welchem Alter?

das ist wichtig, um Kindern den praktischen Umgang und den Wert des Geldes nahezubringen – sie lernen damit fürs ganze Leben. Die große Frage von Eltern ist aber: Wie viel in welchem Alter? Entscheidend für die Antwort ist der Entwicklungsstand des Nachwuchses. Zur Orientierung: Für 14-Jährige empfehlen die Jugendämter ein Taschengeld von 25 Euro monatlich. Laut einer aktuellen Umfrage für den Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) würden 44 Prozent der Deutschen schon ab der Einschulung Taschengeld geben. Etwa 46 Prozent halten es dagegen für besser, erst später damit anzufangen.Wofür das Geld ausgegeben wird, sollte grundsätzlich Sache der Kinder sein – ein Punkt, mit dem sich einige Eltern schwer tun. In der BVR-Umfrage sprach sich jedenfalls über die Hälfte dafür aus, unbedingt ein Auge darauf zu haben. Doch die Erziehungsberechtigten sollten dabei immer im Hinterkopf haben, dass Taschengeld sozusagen „Übungsgeld“ ist. Sie sollten also – besonders anfangs – nicht zu hart reagieren, wenn der Spross sein Budget aufgebraucht hat, lange bevor der Monat vorbei ist. Allerdings sollte aber auch nicht immer gleich jeder Wunsch erfüllt werden, der über das vereinbarte Taschengeld hinaus geht.

 

Trinkgelder sind nicht mit gezahltem Einkommen gleichzusetzen.

Das entschied jetzt das Sozialgericht Karlsruhe in Bezug auf Auswirkungen auf die Leistungen eines Hartz-IV-Empfängers. Sofern die erhaltenen Trinkgelder monatlich einen Pauschalbetrag von 60 Euro oder zehn Prozent der Hartz-IV-Leistungen nicht überschreiten, ist das Jobcenter nicht berechtigt, die Leistungen zu kürzen. Das entschied jetzt das Sozialgericht Karlsruhe in einem Fall, in dem eine Hartz-IV-Empfängerin bei ihrer Teilzeittätigkeit als Friseurin circa 60 Euro Trinkgeld erhalten hatte.