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Reisedaten gegen Leistungen

(TRD/WID) Verbraucher sind vorsichtig mit ihren Daten. Zumindest, solange ihnen dafür keine nützlichen Angebote unterbreitet werden. Viele Menschen würden ihre Daten aber preisgeben, wenn sie im Gegenzug von praktischen Dienstleistungen profitieren können. So könnten die Reisedaten von Fluggästen etwa dazu genutzt werden, freie Parkplätze zu organisieren und zu vermitteln.

 

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Durch gezielte Verarbeitung von Fluggastdaten können viele Prozesse für die Beteiligten optimiert werden. © Fraport AG / TRD blog

„Passagiere können von der datenbasierten Optimierung ihrer Reise profitieren. Unternehmen, App-Entwickler und Flughäfen schaffen damit verbesserte oder gänzlich neue Angebote für den Fluggast“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Der Branchenverband ermittelte anhand einer Studie, dass 72 Prozent der Fluggäste einem Flughafenbetreiber, einer Airline oder einem sonstigen Dienstleister ihre Reisedaten überlassen würden, wenn sich dadurch die Reisezeit reduzieren würde.

Auch vergünstigte Flüge sind für 65 Prozent der Flugreisenden ein Anlass, die Daten mit Dritten zu teilen. 52 Prozent wären dazu auch bereit, wenn auf diese Weise die Organisation der Flughäfen verbessert werden kann, beispielsweise die Lenkung von Passagierströmen. „Für Transit-Reisende wäre es eine große Erleichterung, wenn sie über ihr Smartphone bei der Zwischenlandung benachrichtigt würden, ob sie sich zum Anschlussflug beeilen müssen, oder ob sie zum Beispiel wegen einer Verspätung ausreichend Zeit haben“, sagt Rohleder. Aktuell werden Fluggastdaten ohnehin gespeichert. Dies geschieht aber offiziell zum Schutz gegen Terrorismus und Drogenhandel und weniger dazu, die Logistik zu optimieren, so der Verband.

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