Medizin und Ernährung

Ratgeber und Tipps: Heimwerken gegen Stress und Depressionen, Spinat auf der Dopingliste, trinken bei Hitze

Spinat – reif für die Doping-Liste?

(TRD/MP) Comic-Held Popeye hatte doch recht mit seiner Mucki-Nahrung: Spinat ist nicht nur gesund. Er verleiht auch zusätzliche Kräfte. Das ist jetzt wissenschaftlich bewiesen – im Auftrag der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA). Jetzt ist Spinat – oder zumindest einer seiner Bestandteile – ein Fall für die Liste der für Sportler verbotenen Substanzen.

Der Hintergrund: In Spinat ist die Substanz Ecdysteron enthalten. Dieses sogenannte Phytosteroid hat laut der Wissenschaftler starke Effekte auf Muskelzellen. In der internationalen Studie unter Beteiligung der Freien Universität Berlin erhielten die Probanden zehn Wochen lang kontrolliert Spinatextrakt oder eine Placebo-Substanz, ohne zu wissen, welcher Gruppe sie angehörten. Nach Abschluss der Studie hatten die Teilnehmer, die Ecdysteron erhalten hatten, „einen signifikant stärkeren Zuwachs an Maximalkraft erreicht“, so die Forscher.

Deshalb schlugen sie der WADA vor, die Aufnahme der Substanz in die Liste der verbotenen Substanzen zu prüfen. Wer jetzt auf die Idee kommt, mit frischem Spinat zu dopen, muss ziemlich hart im Nehmen sein. Eine Forscherin: „Die Dosis in unserem Versuch, also zwei Kapseln pro Tag, entsprechen je nach Sorte etwa 250 Gramm bis vier Kilo Blattspinat pro Tag. Diese Menge müsste man zehn Wochen lang jeden Tag essen, um dieselbe Menge aufzunehmen wie einige Probanden in unserer Studie. Um die Wirkung der höheren verabreichten Dosis zu erreichen, müssten sogar bis zu 16 Kilo Spinat verzehrt werden.“

HeimwerkenGesundheit

Experten empfehlen Heimwerken als Stress-Therapie. © ManoMano / TRD Wellness und Gesundheit

Heimwerken gegen Stress und Depressionen

(TRD/MP) Laut Studie verbringen wir täglich bis zu acht Stunden sitzend im Büro, vor dem Fernseher, am Computer oder im Auto. Stress, Depressionen und chronische Krankheiten sind nicht selten die Folge. Was also tun?

Es gibt jedoch Aktivitäten, die Abhilfe schaffen. So können Basteln, Gärtnern und Heimwerken ein sinnvoller Ausgleich zu unserem fremdbestimmten Berufsleben sein. Experten wissen schon lange, dass neben der medizinischen Behandlung sinnvolle Freizeitaktivitäten die Auswirkungen von Stress mindern können. Der Psychologe Sergio Ortiz sieht darin zudem die Möglichkeit, „die empfundene Lebensqualität durch eine sinnvolle und kreative Nutzung der Freizeit zu verbessern.“

Neben der Reduzierung von Stress und Angstzuständen sowie der Förderung von Kreativität wird durch das Heimwerken zudem die Fähigkeit verbessert, Probleme zu lösen. Wir stärken die Feinmotorik und unser Selbstwertgefühl, indem wir unsere Projekte eigenständig durchführen.

Experten wie Ortiz verweisen darauf, dass Heimwerken besonders für Menschen mit wenig Bewegung und mit einer wenig abwechslungsreichen und kreativen Arbeit geeignet ist. Heimwerken ermöglicht uns, die eigene Kreativität und Vorstellungskraft zu „beflügeln“ und Sinne zu stimulieren, denen wir normalerweise nicht viel Aufmerksamkeit schenken.

TrinkenbeiHitze

Bei großer Sommerhitze müssen wir ausreichend Flüssigkeit zu uns nehmen. Mineralstoffreiche Mineral- und Heilwässer mit ausreichend Natrium sind ideal.
© pixabay.com / TRD Gesundheit

Richtig trinken bei Hitze

(TRD/MP) Bei hohen Temperaturen ist es wichtig, für ausreichend Flüssigkeit zu sorgen. Denn wer bei Hitze körperlich aktiv ist, kann bis zu zwei Liter pro Stunde ausschwitzen. Entscheidend ist jedoch nicht nur wie viel, sondern auch was man trinkt.

Mit dem Schweiß gehen Mineralstoffe verloren: neben Kalium und geringen Mengen anderer Mineralstoffe vor allem Natrium. Studien zeigen, dass Getränke mit Natrium für einen schnelleren Ausgleich der Flüssigkeitsbilanz sorgen, da Natrium Wasser im Körper bindet. Gerade bei Hitze sind mineralstoffreiche Mineral- und Heilwässer mit ausreichend Natrium ideal. Sie ersetzen nicht nur Flüssigkeit, sondern auch die ausgeschwitzten Mineralstoffe und sorgen dafür, dass der Wasserhaushalt schnell wieder ins Lot kommt.

Bei großer Hitze oder beim Sport kann man bis zu drei Liter pro Stunde ausschwitzen. Jeder Liter Schweiß enthält etwa ein Gramm Natrium – deshalb schmeckt Schweiß salzig. Löscht man den Durst dann nur mit natriumarmen Getränken, kann es zu einem Natriummangel kommen. Mögliche Folgen sind geringere Leistungsfähigkeit, Muskelkrämpfe, Nieren- und Kreislaufprobleme.

Nicht jeder Mensch reagiert empfindlich auf Salz (Natriumchlorid). Nur etwa 10 bis 20 Prozent der Menschen mit normalem Blutdruck und 30 bis 50 Prozent derer mit erhöhtem Blutdruck gelten als salzempfindlich. So können auch Menschen mit erhöhtem Blutdruck durchaus natriumhaltige Wässer trinken.

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