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Produktionsnetzwerke, Konnektivität, Strategien und geplatzte Hochzeiten in der globalen Automobilindustrie

Toyota und Subaru: Gemeinsam in die Zukunft

(TRD/MID) Elektromobilität, Digitalisierung und autonomes Fahren: Bei der anstehenden Herausforderungen bündeln viele Autobauer ihre Kräfte und wollen gemeinsam auf der Überholspur fahren. In Deutschland bilden sogar die beiden Erzrivalen BMW und Mercedes in Teilbereichen eine Allianz.

Toyota Subaru

Toyota und Subaru wollen die Herausforderungen der Autobranche in wichtigen Bereichen gemeinsam meistern.  Foto: Toyota / TRD Mobilität und Wirtschaft

Auch in Fernost haben Unternehmen die Zeichen der Zeit erkannt. Und aus diesem Grund haben jetzt Toyota und Subaru die gemeinsame Entwicklung einer Plattform vereinbart. Dort geht es dann um batterieelektrische Fahrzeuge sowie ein C-Segment-SUV-Modell mit Elektroantrieb für beide Marken.

Und wie sind die Rollen verteilt? Subaru bringt seine langjährige Allradkompetenz mit und Toyota steuert seine Elektrifizierungstechnologien bei, heißt es. In der Kooperation stellen sich die beiden Partner der Aufgabe, attraktive Produkte mit einer Anziehungskraft zu entwickeln, die nur Fahrzeuge mit Elektroantrieb bieten können.

Die Automobilindustrie befindet sich im grundlegenden Wandel. Darauf reagieren die Hersteller mit besonderen Maßnahmen. „Vor dem Hintergrund vielfältiger Herausforderungen in den Bereichen Konnektivität, autonomes oder unterstütztes Fahren, neue Mobilitäts- und Carsharing-Dienste sowie elektrifizierte Antriebe und Komponenten müssen Subaru und Toyota ihre technische Entwicklung in einem breiteren Spektrum vorantreiben“, teilen die Autobauer mit. Die geschlossene Vereinbarung markiere eine neue Ära der Zusammenarbeit.

BMW Mexiko

Im mexikanischen San Luis Potosí produziert BMW die 3er-Limousine.
© BMW / TRD mobil und Wirtschaft

BMW-Werk in Mexiko eröffnet

(TRD/MID) Mehr als eine Milliarde Euro bzw. US-Dollar hat BMW in sein neues Werk im mexikanischen San Luis Potosí investiert. Nun feierte man die Eröffnung. „Wir streben ein ausgewogenes Verhältnis von Produktion und Absatz in den verschiedenen Weltregionen an“, erläutert Produktions-Chef Oliver Zipse. „Und wir wollen unsere Präsenz in wichtigen und wachsenden Märkten stärken.“ Das Werk San Luis Potosí werde die Produktionsflexibilität auf dem amerikanischen Kontinent deutlich erhöhen. Von dort aus liefere BMW die 3er-Limousine an Kunden weltweit.

Sobald die Anlaufphase vollständig abgeschlossen ist, verfügt das Werk über eine Kapazität von bis zu 175.000 Einheiten jährlich. Das Werk beschäftigt aktuell 2.500 Mitarbeiter. 2019 feiert die Vertriebsgesellschaft der BMW Group in Mexiko ihr 25-jähriges Bestehen. Die Vertriebsgesellschaft ist nicht nur für den mexikanischen Markt zuständig, sondern steuert auch die Unternehmensstrategie in der gesamten Region Lateinamerika, die insgesamt 28 Länder umfasst. Mit dem neuen Werk in Mexiko erweitert BMW das Produktionsnetzwerk auf weltweit 31 Standorte.

 

FCA und Renault: Darum platzte die Elefanten-Hochzeit

(TRD/MID) Das gegenseitige Liebeswerben hat die Autohersteller Fiat Chrysler (FCA) und Renault nun doch nicht vor den Trau-Altar geführt. Durch eine Fusion wäre Fiat Chrysler/Renault zum drittgrößten Autobauer der Welt aufgestiegen. Jetzt wird nach Gründen für die geplatzte Elefanten-Hochzeit gesucht: Wer war Schuld: Die temperamentvollen Italo-Amerikaner oder die smarten Franzosen?

Für Fiat liegt die Verantwortung bei der französischen Regierung. Denn die hatte als 15-prozentiger Anteilseigner am Renault-Konzern um mehr Bedenkzeit gebeten, berichtet tagesschau.de. Warum das denn? Frankreichs Wirtschaftsminister Bruno Le Maire will noch in dieser Woche nach Japan reisen und wollte sich dort von Nissan grünes Licht für die Fusion geben lassen. Der Grund: Nissan ist seit rund 20 Jahren enger Partner von Renault. Der Chef des japanischen Autobauers, Hiroto Saikawa, hatte zuvor gewarnt, im Falle eines Fiat-Renault-Zusammenschlusses müsse man diese Partnerschaft „grundlegend neu definieren“.

Mit diesen „neuen Forderungen“ habe Frankreich die geplante Fusion torpediert, hieß es daraufhin von Fiat. Das Unternehmen zog sein nach eigener Aussage „überzeugendes“ Angebot mit sofortiger Wirkung zurück. Es bestünden derzeit nicht die politischen Voraussetzungen für einen erfolgreichen Zusammenschluss, so der Autobauer.

In Paris wird das allerdings ganz anders bewertet. Der französische Staat habe als Aktionär von Renault das Angebot mit Offenheit aufgenommen und konstruktiv mit allen betroffenen Parteien zusammengearbeitet, teilte dazu Wirtschaftsminister Le Maire mit. Fiat habe sein Angebot „überstürzt“ zurückgezogen.

Wie es in der Mitteilung des Wirtschaftsministers weiter hieß, habe Frankreich für die Fusion vier Bedingungen gesetzt: Zum einen sollten die Arbeitsplätze und Fabriken von Renault erhalten bleiben, ebenso sollte eine gemeinsame Initiative mit Deutschland fortgeführt werden, um Batteriezellen für Elektroautos zu entwickeln.

Zum anderen müsse in der Führung des künftigen Autokonzerns Gleichgewicht zwischen Fiat und Renault herrschen. Bei diesen drei Bedingungen sei man übereingekommen, so Le Maire. Gescheitert ist die Fusion demnach wohl an Bedingung Nummer vier: der Zustimmung Nissans.

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In Deutschland bilden sogar die beiden Erzrivalen BMW und Mercedes in Teilbereichen eine Allianz.© Daimler / TRD Wirtschaft

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