Digitales Leben, Technik, Lifestyle, auf dem Prüfstand, im Testlabor

Per Fingerabdruck bezahlen

2161132
Kein Fingerabdruck gleicht dem anderen. Deswegen können sie Menschen klar zugeordnet werden. © MireiaPascual / pixabay.com / CC0 /TRD Blog News Portal

(TRD/CID) Fingerabdrücke sind individuell und werden daher zur Identifizierung benutzt. Früher beim Reisepass, heute beim Smartphone, morgen vielleicht schon beim Bezahlen. Bei einer repräsentativen Umfrage war der Zukunftsoptimismus der Deutschen diesbezüglich sehr groß: 81 Prozent der Teilnehmer würden per Fingerabdruck Zahlungsvorgänge abschließen. Die Vorstellung, ohne Bargeld oder Geldkarte aus dem Haus zu gehen, und trotzdem bei Bedarf bezahlen zu können, ist ja auch eine sehr verlockende.Ganz so einfach funktioniert das dann aber leider noch nicht. Denn wie beim Smartphone fungiert der Fingerabdruck als Ersatz für die PIN. Eine Geldkarte oder ein NFC-fähiges Smartphone müssen also doch mit im Gepäck sein, damit der Bezahlvorgang erfolgreich vonstattengehen kann. Die Studie des Branchenverbrandes Bitkom kommentiert der Geschäftsführer Bernhard Rohleder wie folgt: „Wenn erste Pilotprojekte zeigen, wie sicher und komfortabel sie sind, werden sie sich im Alltag schnell und in aller Breite durchsetzen.“

Denn die technischen Möglichkeiten erlauben bereits jetzt weit mehr als eine biometrische Identifikation über die Fingerabdrücke. Auch ein Scan der Netzhaut, wie aus Filmen bekannt, ist längst möglich. Ähnliche Möglichkeiten ergeben sich durch die Überprüfung des Stimmprofils; diese Methode kann beispielsweise bei Microsofts Sprachassistenz Cortana benutzt werden. Aber wie der Experte bereits sagte: Bis zur breiten Alltagstauglichkeit müssen sich die Möglichkeiten erst einmal beweisen.