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Opel Zafira: Umwelthilfe fordert Verkaufsstopp

Foto: Quellenangabe GM Company

Opel kommt mit seinem Zafira nicht zur Ruhe: Nach den Vorwürfen, die Rüsselsheimer könnten bei der Diesel-Varianten mit 1,6-Liter-Motor bei der Software getrickst haben, wurde jetzt ein Rechtsverfahren gegen die Adam Opel AG wegen Verbrauchertäuschung eingeleitet.

(TRD/mid) Der Verein hat Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt die Ergebnisse mehrmonatiger Labor- und Straßenmessungen sowie die Analyse der Motorsteuersoftware des Zafira 1.6 CDTi übermittelt. Die DUH fordert, nach einer Überprüfung der Ergebnisse durch die Behörden, umgehend einen Zulassungsstopp für alle Opel-Diesel-Pkw und Nutzfahrzeuge zu verfügen, die eine entsprechende illegale Abschalteinrichtung für die Abgasreinigung in der Motorsteuersoftware haben. Zudem fordert die DUH vom Bundesverkehrsminister den Entzug der Typzulassung für alle betroffenen Opel-Modelle sowie die Anordnung eines amtlichen Rückrufs für alle bisher ausgelieferten Fahrzeuge.

„Wir fordern vom Opel-Vorstand einen sofortigen Verkaufs- bzw. Auslieferungsstopp für alle Diesel-Fahrzeuge mit rechtswidrigen Abschalteinrichtungen. Wegen falscher Leistungsversprechen bei der Abgasreinigung und damit Täuschung und Schädigung von vielen Zehntausend Kunden hat die DUH ein Rechtsverfahren gegen das Unternehmen eingeleitet und bei der Staatsanwaltschaft Darmstadt Anzeige erstattet“, so der Bundesgeschäftsführer der DUH.

Opel sieht das ganz anders und weist die Schummel-Vorwürfe zurück. „Unsere Software war nie darauf ausgelegt, zu täuschen oder zu betrügen“, heißt es in einer offiziellen Stellungnahme des Rüsselsheimer Autobauers.