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Neuer Sprinter der dritten Generation

(TRD/MID) Wie Jeep als Synonym für Geländewagen aller Art steht und der Golf eine ganze Fahrzeugklasse gekapert hat, steht der Sprinter sinnbildlich für Transporter der Klasse bis 5,5 Tonnen. Die aktuell dritte Generation ist wie bisher ein echtes Nutzfahrzeug – und dennoch näher dran an den Pkw mit Stern als je zuvor.

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Mit dem Sprinter der dritten Generation zeigt Mercedes, wie nah ein Nutzfahrzeug heute an der Pkw-Klasse sein kann. © Daimler / TRD mobil

„Hey Mercedes, navigiere nach Frankfurt!“ – mehr braucht es nicht um die Navigation im neuen Sprinter in Gang zu setzen, zumindest wenn das innovative Multi-Mediasystem MBUX an Bord ist, das auf Zuruf die Arbeit aufnimmt. Auf dem zentralen Display in der Mittelkonsole mit 10,25 Zoll Bildschirmdiagonale werden Karten- oder sonstige Informationen angezeigt. Das System ist unter anderem aus der A-Klasse bekannt, wo es eingeführt wurde.

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Assistenten wie die Rückfahrkamera erleichtern das Rangieren und sorgen für Sicherheit.
© Daimler/ TRD mobil

Das ist überzeugend und beeindruckend: der große Benz lässt sich bedienen wie der Kleinste mit Stern. Das Cockpit des Sprinter ist Mercedes-typisch sauber verarbeitet. Natürlich ist der Materialmix mit einer A-Klasse und auch mit den höheren Klassen nicht vergleichbar, aber vor anderem Nutzfahrzeugen muss sich der Sprinter nicht verstecken. Im Gegenteil.

Wirklich beeindruckend ist auch das Fahrwerk: Keine Spur von schaukelnder Sänfte, die unangenehm über Bodenwellen oder Querrillen rumpelt. Das ist beim neuen Mercedes-Kastenwagen nicht zu finden. Er fährt tatsächlich wie ein guter Kompakter. Ihren Beitrag dazu leistet die Neungang-Wandlerautomatik, die laut Mercedes spürbar auf ein „bestmögliches Verhältnis zwischen Verbrauch und agilem Fahrverhalten“ abgestimmt worden ist.

Der Eindruck, in einem deutlich kleineren Gefährt unterwegs zu sein, wird beim Blick aufs Cockpit noch verstärkt: Kleines Lenkrad mit Bedienfunktionen wie im Pkw, ergonomisch geformte, elektrisch verstellbare, bequeme und absolut langstreckentaugliche Sitze mit AGR-Zertifizierung, Abstandstempomat – hier bekommt der Fahrer eine Schaltzentrale, die eben auch als Arbeitsplatz taugt, an dem viele Stunden täglich zugebracht werden müssen, ohne die Gesundheit zu beeinträchtigen.

Die dritte Generation des Sprinters ist erstmals mit Vorderradantrieb zu haben, was eine Steigerung des Ladevolumens um 0,5 Kubikmeter, der Nutzlast um 50 Kilogramm und eine Absenkung der Ladekante um 80 Millimeter nach sich zieht. In Sachen Variabilität und Praxistauglichkeit gibt’s nichts zu rütteln. Bis zu 1.700 Varianten sind laut Mercedes denk- und bestellbar – je nach Fahrgestell, Antriebskonzept, Kabinengestaltung, Aufbaulänge und -art sowie Laderaumhöhe. Es gibt also im Prinzip keine Kundenanforderung, welcher der Transporter nicht gerecht wird. So ist er voll auf der Höhe der Zeit. Und auch der Verbrauch ist beim Sprinter Nummer 3 absolut zeitgemäß. Der lag bei den Testfahrten mit hohem Autobahnanteil, etwas Überland- und Stadtverkehr und teils mit Beladung bei durchschnittlich knapp unter zehn Litern je 100 Kilometer – ein Wert, der völlig in Ordnung geht. So gerüstet, sollte der Sprinter seinem vorauseilenden guten Ruf alle Ehre machen.

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Bis zu 1.700 verschiedene Varianten – von der Karosserie über den Radstand bis hin zu den Motorisierungen – sind beim neuen Sprinter konfigurierbar.
© Daimler/ TRD mobil

Der Testwagen ist in Standard-Aufbaulänge konfiguriert, das bedeutet: 5.932 Millimeter Gesamtlänge, Überhang vorne 1.012 Millimeter, Überhang hinten 996 Millimeter, dazu ein Hochdach, zwei Sitzplätze, 3,5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht.

Das Paket mit Schienen für Zurrgurte im Boden und in den Seitenwänden kostet extra, ist aber eine absolut lohnenswerte Ausgabe: denn hiermit ist Ladungssicherung selbst für Amateure eine Kinderspiel. Und das Thema Sicherheit sollte insbesondere im Bereich der Nutzfahrzeuge groß geschrieben werden. Daimler macht es jedem Sprinter-Nutzer leicht, hier absolut auf der Höhe der Zeit zu sein. Bestes Beispiel: die Liste der verfügbaren Assistenzsysteme. Allein der im Testwagen vorhandene Abstandstempomat ist für Fahrer, die viel Zeit auf der Straße verbringen, ein spürbares Plus an Sicherheit. Dazu kommen Einpark- und – ein etwas zu laut tönender – Rangierhelfer, Rückfahrkamera mit Vogelperspektive, Brems-, Aufmerksamkeits-, Verkehrszeichen-, Regen- und Lichtassistenten, Seitenwindassistent und vieles mehr. Dazu kommt eine isolierte Trennwand zum Laderaum, Holzverkleidungen an Boden und Wänden. Das alles treibt den Preis in die Höhe. Der Testwagen Typ Mercedes-Benz Sprinter 314 CDI Kastenwagen 4×2 mit Vorderradantrieb, 3.924 Millimeter Radstand, Vierzylinder-Diesel mit 105 kW/143 PS und Automatikgetriebe kostet mit seinen zahlreichen Sonderausstattungen inklusive Mehrwertsteuer 74.709,99 Euro – der Grundpreis ohne Mehrwertsteuer und Sonderausstattungen für diese Variante beträgt 34.970 Euro.

 

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