Digital und Technik

Neue Regeln für das Android-System +++ Smart TV setzt sich durch +++ Facebook: Löschtrupp konzentriert sich mehr auf kollektives Verhalten statt auf die Inhalte

Die Regeln ändern sich beim Smartphone Betriebssystem

(TRD/CID) Die Suchmaschine ändert nach der Rekord-Wettbewerbsstrafe der EU-Kommission ihr Geschäftsmodell beim dominierenden Smartphone-Betriebssystem Android. Der Internet-Konzern präsentierte eine Reihe von Maßnahmen, die den Brüsseler Vorwurf eines unfairen Wettbewerbs ausräumen sollen.

Smartphone-Herstellern werde nun freigestellt, eigene Android-Versionen zu installieren, teilte Google-Manager Hiroshi Lockheimer mit. Ab dem 29. Oktober 2018 seien Google-Dienste wie digitale Karten, die Google-Suche und der Browser Chrome als Ergänzung zum Play Store optional verfügbar.

Im Gegenzug werde für die Lizenzierung des Play Stores pro Gerät eine Gebühr fällig. Genauere Informationen zur Gestaltung dieser Gebühr machte Google nicht. Der Play Store ist für die effiziente Nutzung der Geräte wichtig, weil es den Nutzern Zugriff auf eine Vielzahl lizenzierter Apps gewährt. Android selbst werde aber kostenlos bleiben, unterstrich das Unternehmen.

Die neuen Regeln sollen für alle Smartphones und Tablets gelten, die in den Europäischen Wirtschaftsraum geliefert werden. Dieser umfasst die 28 EU-Staaten sowie Island, Liechtenstein und Norwegen.

 

Handytrennen

– Manche Menschen können sich gar nicht von ihrem Handy trennen.
© Pexels / pixabay.com /TRD Digital und Technik

Smartes Fernsehen wird zum Trendsetter

Es ist noch gar nicht so lange her, da wurden Smart-TVs als Exoten unter den Fernsehgeräten belächelt. Inzwischen haben sie einen Siegeszug durch Deutschlands Wohnzimmer angetreten. So verfügt beinahe jedes moderne TV-Gerät über einen Internetzugang. Für Nutzer werden Smart-TVs dank der Internetverbindung und den dadurch entstehenden Möglichkeiten immer attraktiver.

Doch es gibt auch Gefahren. „Dem Thema Sicherheit wird bei Smart-TVs aktuell noch viel zu wenig Beachtung geschenkt. Die Geräte befinden sich nicht auf dem gleichen Stand wie etwa die Betriebssysteme von Smartphones oder Tablets. Demzufolge birgt deren Nutzung ein hohes Sicherheitsrisiko“, sagt Alexander Emunds vom Onlinemagazin teltarif.de.

Da die Browser von Smart-TVs nicht so häufig mit aktueller Viren-Software und Sicherheitsstrukturen ausgestattet werden, ist es ratsam auf die Eingabe sensibler Daten zu verzichten. Grundsätzlich empfiehlt auch das Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik Verbrauchern, dass sie auf die Eingabe vertrauenswürdiger Daten wie Zugangsdaten, Passwörter oder das Nutzen von Online-Banking über den smarten Fernseher verzichten. Allerdings kann gerade das zum Problem werden, wenn es beispielsweise darum geht, sein Konto bei einem Streaming-Anbieter zu verifizieren, um dies auch verwenden zu können.

Für Nutzer gibt es jedoch Möglichkeiten, die Sicherheit ihres TV-Gerätes im Internet zu erhöhen. Zunächst sollte auch bei einem Smart-TV die Systemsoftware immer auf dem neuesten Stand sein. Verbraucher aktivieren am besten die automatische Aktualisierung, so werden sie normalerweise benachrichtigt, wenn ein Update zur Verfügung steht.

Wer Apps auf seinem Fernsehgerät verwendet, sollte dafür ebenfalls regelmäßig Updates installieren. Zudem sollten Applikationen nur aus dem offiziellen App-Store des Geräteherstellers geladen werden. Der Download von Drittanbieter-Seiten, die beispielsweise über den TV-Browser besucht werden, sollte vermieden werden.

 

Brenzlige Aufgabe für den „Löschtrupp“

(TRD/CID) Facebook löscht 559 Seiten und 251 Accounts, die mit politischen Fehlinformationen gegen die Spam-Richtlinien des sozialen Netzwerks verstoßen haben. Das berichtet das Portal „turi2 Medien & Marken“. Demnach seien die Spam-Inhalte von den USA aus gesteuert und über mehrere gefälschte Konten gepostet worden, um den generierten Traffic zu erhöhen.

Kurz vor den US-Zwischenwahlen nehme laut Facebook die Anzahl der politischen Inhalte, die „oft nicht von legitimer politischer Debatte zu unterscheiden“ seien, auf den Spam-Seiten zu. Die „Löschtrupps“ von Facebook konzentrieren sich inzwischen mehr auf das kollektive Verhalten statt die Inhalte, um die Spam-Truppen schneller aufzuspüren. Schon gelesen? Soziale Medien: Angstmaschinen und Brutstätten für autoritäre Bewegungen