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Neue Automesse zur E-Mobilität?

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VDIK-Präsident Reinhard Zirpel sorgt beim Verband der Auto-Importeure in Deutschland für frischen Wind. Foto: © VDIK /TRD  /Text: Jutta Bernhard/mid

(TRD/MID) – Für frischen Schwung hat der neue VDIK-Präsident Reinhard Zirpel gesorgt. Der oberste Vertreter der Auto-Importeure in Deutschland ist seit einem halben Jahr im Amt und lud jetzt erstmals zum Jahrespressegespräch des Verbandes nach Frankfurt am Main. Zurzeit dreht sich hier alles um Elektromobilität und autonomes Fahren. Bisher werden 34 Pkw- und Nutzfahrzeugmarken vom VDIK vertreten. Eine Marke fehlt noch: Tesla. Hier fanden laut dem Verband bereits erste Gespräche statt.

Die Neuzulassungen auf dem deutschen Pkw-Markt liegen 2016 voraussichtlich bei 3,36 Millionen Fahrzeugen – die Importeure verbuchen einen Anteil von rund 36 Prozent. Das Plus von 4,8 Prozent gegenüber 2015 fällt deutlich höher aus als erwartet. Rund 150.000 Arbeitnehmer in Deutschland sind bei einem Automobil-Importeur beschäftigt.

Präsident Reinhard Zirpel: „Es entsteht gerade ein umfassender Umbruch in der Automobil-Industrie. Digitalisierung und intelligente Vernetzung der Verkehrsträger und der Verkehrsteilnehmer stehen überall im Fokus.“ Und auch der Ausbau der nötigen Infrastruktur ist ein großes Thema. Die flächendeckende Netzabdeckung und dann der Ausbau des 5G-Netzes sollen den Kunden die Elektromobilität schmackhaft machen und diese in die Autohäuser locken.

„Die ersten Fahrzeuge für hochautomatisiertes Fahren stehen kurz vor der Serienreife, und bis 2025 wird voraussichtlich auf Autobahnen vollautomatisiertes Fahren möglich sein“, sagt Zirpel. Was noch nicht geklärt ist: Politische Rahmenbedingungen sowie Fragen zum Recht und natürlich zum Datenschutz. Hier ist die Bundesregierung gefragt.

Zum Klima-Abkommen in Paris bekennt sich der VDIK, aber er fordert ausdrücklich die Wahrung der Technologie-Neutralität. Die Europäische Kommission stimme damit überein. Die Rahmenbedingungen der EU sehen vor, dass die Autobauer in den kommenden Jahrzehnten Fahrzeuge anbieten, die elektrifiziert oder mit regenerativ erzeugtem Wasserstoff betrieben werden. Biomethan in Form von LNG für den Nutzfahrzeug-Einsatz spielt ebenso eine Rolle wie optimierte, sehr sparsame Verbrennungsmotoren.

Es tut sich einiges. Der VDIK drängt darauf, dass die Politik für die emissionsfreie Mobilität im Jahr 2050 auf Verbote bestimmter Antriebsarten verzichtet. Der Klimaschutzplan benötigt laut Zirpel alle Antriebstechnologien. Aktuell gibt es 22 Elektrofahrzeug-Modelle in insgesamt 61 Ausstattungs-Varianten im Angebot. 45 Prozent kommen von den Importeuren. Somit wird der Leitmarkt maßgeblich von Fahrzeugen der VDIK-Mitgliedsunternehmen dargestellt, sagt Zirpel.

Der Einsatz von Lang-LKW ab 2017 im Regelbetrieb sei eine notwendige Transportalternative. Der Erhalt und Ausbau der Straßenverkehrs-Infrastruktur stehe ganz oben auf der Agenda der Politiker. Dauerbaustellen in Deutschland sind hier nicht förderlich, eine zeitnahe Umsetzung aller Maßnahmen werde angestrebt. Die Nutzfahrzeug-Sparte kann einen Zuwachs von 6 Prozent verzeichnen. In Zahlen sind das voraussichtlich in 2016 rund 355.000 Einheiten – somit liegt das Volumen auf dem höchsten Niveau seit der Wiedervereinigung.

Wie sieht es aus mit der staatlichen Förderung durch den Umweltbonus? Laut dem VDIK sei der bisher beschrittene Weg zur Förderung richtig. Bis Ende 2016 sollen rund 9.000 Anträge von Privatkunden auf den Bonus vorliegen. Das ist ein Tropfen auf den heißen Stein, allerdings sei der Trend positiv. Das Ziel, bis 2020 rund eine Million Elektrofahrzeuge auf die deutschen Straßen zu bringen, ist sportlich. Aber laut dem Verband sei es nicht unmöglich, sich wenigstens in die Nähe zu bewegen.

Und was ist mit der AMI Leipzig? Gibt es in der Zukunft noch eine solche Messe der Importeure? Reinhard Zirpel: „In der Größenordnung der AMI wird es keine Messe mehr geben. Studien zeigen, dass die Teilnahme der Hersteller an Messen deutlich rückläufig ist. Der VDIK war nie von Leipzig abhängig. Nach der Wende war das perfekt, es gab noch kein Internet. Mittlerweile werden rund 30 Prozent der Marketing-Aktivitäten über Social-Media-Kanäle gestreut.“ Alles zentralisiere sich auf wenige große Messen. „Es gibt viele Messe-Alternativen, aber keine zur Elektromobilität“, sagt Reinhard Zirpel.

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