Moto Beach Classic: Grenzenloser Motorrad-Kult im Surf-Paradies

„Bigger and better“ werde der neue große Bike-Event 2018 zurückkommen, so Initiator Roland Sands. Der weltberühmte südkalifornische Designer und Customizer hat im Herbst 2017 erstmals die Biker- und Surferszene nach Bolsa Chica State Beach südlich von Los Angeles gerufen, und alle sind sie gekommen zur ersten Moto Beach Classic: Motorrad-Verrückte aus Kalifornien, den USA, ja aus aller Welt.

(TRD/MID) Von lokalen Größen und US-Stars wie dem texanischen Designer Alan Stulberg bis hin zur japanischen Custom Bike-Legende Shinya Kimura oder den beiden BMW Motorrad-Zampanos Roland Stocker und Ola Stenegard. Und sie alle können es kaum erwarten, bis 2018 wieder an einem Tag dichtgedrängt alles stattfindet, was das Herz eines Motorradfans höher schlagen lässt. 

Die erste Moto Beach Classic 2017 feierte aus dem Stand eine Premiere, die sich gewaschen hat: Dirt- und Flattrack-Races den ganzen Tag über, Custom Bike-Ausstellung, Rock-Konzerte mit Größen wie Black Uhuru, Unwritten Law und Lit, Achtelmeile-Sprints, Stuntshows, Surf-Wettbewerbe und natürlich Benzingespräche ohne Ende – das brandneue Motorrad-Event brauchte keinerlei Anlauf und gehört somit im Kalender jedes Bikers dick und rot angestrichen. Gleich beim ersten Mal strömten mehr als 5.000 Fans an den malerischen Traumstrand der Bolsa Chica State Beach und verwandelten das Surferparadies am Pazifik für einen Tag in ein Paradies für Biker. 120.000 Live Stream-Views und über eine halbe Million youtube-Klicks an den Tagen danach zeigten, wie groß das Interesse von Custom Bike-Fans aus aller Welt am neuen Bike-Festival ist.

Aus Deutschland waren Ola Stenegard und Roland Stocker – als Designer und Projektleiter die beiden Väter der Heritage-Ikone BMW R nineT – zur rechten Zeit am rechten Ort. Für Stocker nur teilweise eine Überraschung: „Wenn Roland Sands etwas macht, dann richtig, das war mir von vornherein klar. Aber wie hier alle total offen und entspannt sind, und wie befruchtend das ganze Event und die Menschen hier auf mich wirken, das ist schon überwältigend. Vom Racer bis zum Rocker, hier leben alle den selben Spirit.“ Ola Stenegard saugt am kalifornischen Pazifikstrand intensive Anregungen auf: „So wie hier bei der Moto Beach Classic fühlst Du in Kalifornien immer die totale Inspiration. Denn das war immer schon der Hotspot für Customizing. Die Menschen machen, was ihnen gefällt und setzen die verrücktesten Ideen einfach um. Ganz egal, wen Du triffst: Everything is possible.“

Sinnbild für diese „Alles ist möglich“-Attitüde: Der Couragierte Handwerker und Customizer Max Hazan, der in seiner Werkstatt Downtown Los Angeles extrem ausgefallene Custom Bikes schafft. Bei der Moto Beach Classic dominierte seine mutige Melange aus einem hochmodernen KTM-Einzylinder, nostalgisch anmutendem Design und dazu passender Filigrantechnik. Weitere Kreationen etwa von „Revival Cycles“ aus Austin oder von den Lokalmatadoren „British Customs“ aus dem nahegelegenen Gardena zeigten: Die gesamte Szene aus der Nähe und aus aller Welt folgte dem Ruf von Roland Sands und kam nach Bolsa Chica State Beach. Nicht nur wegen der Verbindung mit der Surf-Kultur ist es naheliegend, das neue Motto Beach Classic-Event in einem Atemzug mit „Wheels & Waves“ in Biarritz zu nennen. Wie jeden Sommer in Frankreich gab neben Bikes und Boards auch beim Moto Beach Classic hochkarätige Live-Musik am südkalifornischen Strand den Ton an – unter anderem mit Auftritten der Reggae-Legende Black Uhuru.

Der deutsche Auswanderer Klaus Borrmann, der mit seiner Firma Cargate48 seit acht Jahren in Los Angeles Autos und Motorräder von L.A. nach Deutschland exportiert, kam standesgemäß mit seiner getunten und stark umgebauten Yamaha R1 und somit auf zwei sehr heißen Rädern zum Event. Seine kühnsten Erwartungen wurden bei weitem übertroffen, denn der Motorrad-Fanatiker kam nicht nur wegen der vielen hier zu bestaunenden Custom Bikes voll auf seine Kosten: „Besonders die ständige Action auf dem gesamten Gelände mit Stunt Show, Drag Racing, Boxer-Sprint und heißen Flat Track-Kämpfen gefällt mir. Du weißt gar nicht, wo Du zuerst hinschauen sollst. Überall und immer tut sich was, und alles ist spektakulär.“

Den Ort des Geschehens wählte Roland Sands nicht zufällig aus: „Ich bin hier aufgewachsen, und so war dieser Event schon lange ein Traum von mir. Allerdings war Bolsa wie alle südkalifornischen Strände noch nie offen für uns Motorrad-Freaks. Dieses Spektakel direkt am Pazifik ist eine absolute Premiere.“ Tatsächlich ließen sich die kalifornischen Behörden davon überzeugen, dass einen Tag lang rund ums Strandlokal SeaLeg dem Motorrad-Kult und Fahrspaß praktisch keinerlei Grenzen gesetzt sein sollten – ganz im Sinne von Motorrad-Freak Sands und seinem Anhang. Sogar mit kurzfristigen Sicherheitsproblemen an der Sprintstrecke wurden die Veranstalter mit Hilfe der kalifornischen Polizei im Nu fertig. Über 120 Racer nahmen an Wettbewerben wie Drag Racing, Flat Track und Mini Moto Race teil. Ein Lauf der „Super Hooligan National Championship“ (SHNC) fand statt und bewies eindrucksvoll, dass man auch mit relativ schwerfällig wirkenden Maschinen beherzt ums rutschig-sandige Oval driften kann.

In dieser konzentrierten und grenzenlos euphorischen Form ist ein Bike-Festival wie die neue Moto Beach Classic nach einhelliger Meinung nur in Kalifornien möglich. Da die Premiere bereits ein voller Erfolg war, dürfen sich Custom Bike-Fans aus aller Welt umso mehr auf die Moto Beach Classic 2018 freuen – „bigger and better“, wie Roland Sands versprochen hat. Wer neugierig geworden ist: Dreieinviertel Stunden von der ersten Moto Beach Classic 2017 gibt’s unter folgendem Link zu sehen: https://www.rolandsands.com/blog/770/2017-moto-beach-classic