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Mit guten Autositzen gegen die Volkskrankheit „Rücken“

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Ergonomische Autositze machen die Fahrt angenehmer und schonen den Rücken. Die Aktion Gesunder Rücken zeichnet ausgewiesene Rückenschmeichler mit ihrem Gütesiegel aus. © GM Company / AGR / TRD Pressedienst

(MID/TRD) – Immer mehr Deutsche „haben Rücken“ – sie sitzen die meiste Zeit des Tages im Büro, treiben kaum Sport und schleppen unnötig viele Pfunde mit sich herum. Dadurch fordern sie ein Zwicken und Ziehen in der Hüfte geradezu heraus. Neben ausreichend Bewegung und einem gesunden Lebensstil können Autofahrer noch etwas tun, um ihren Rücken zu schonen – gute Sitze bestellen.

Denn die Autobauer bieten heute laut der Aktion Gesunder Rücken (AGR) e. V. – die sich seit Jahren für die Rückengesundheit engagiert – ergonomische Sitze an, die mit dem spartanischen Gestühl vergangener Jahrzehnte kaum mehr etwas gemein haben. Die Rückenschmeichler, die auch bei längerer Fahrt unterstützend wirken, erhalten dann das AGR-Gütesiegel.

Wie wichtig das ist, legt die folgende Statistik nahe: Im Schnitt verbringen Deutsche laut der AGR zweieinhalb Jahre ihres Lebens am Steuer – Menschen die beruflich Auto fahren oder lange Strecken zur Arbeit pendeln sogar deutlich mehr. Und viele von ihnen werden regelmäßig von Verspannungen und Rückenschmerzen geplagt. „Der Grund dafür sind oftmals ungeeignete, nicht ergonomische sowie falsch eingestellte Autositze. Diese gefährden auf Dauer die Gesundheit der Insassen umso mehr, je länger die Fahrten dauern“, sagt Detlef Detjen, Geschäftsführer der Aktion Gesunder Rücken.

Fünf Hersteller bieten solche Sitze an, neben Vorreiter Opel auch Mercedes Benz, Volkswagen, Hyundai sowie seit kurzer Zeit Peugeot. Mit dem ersten AGR-Gütesiegel-Sitz im Signum bot Opel als erster Automobilhersteller rückengerechtes Sitzen in der Mittelklasse an. Und heute „in den Sitzen des neuen Opel Astra sind zudem Komfort-Features wie die Massage- und Memory-Funktion sowie Ventilation verfügbar – eine einzigartige Kombination in der Kompaktklasse“, schreiben die Rücken-Aktivisten. Denn auch in rückengerechten Autositzen könne eine Fahrt über mehrere Stunden die Rückenmuskulatur strapazieren. Eine Massage zwischendurch entspannt die Muskeln und sorgt für zusätzlichen Sitzkomfort.

Dieses gute Beispiel zeigt offensichtlich Wirkung. Bei Mercedes Benz zieht sich die Ausstattung mit AGR-zertifizierten Sitzen durch das komplette Sortiment – von der A-Klasse bis zum Maybach. Auch bei VW ist das Angebot groß, etwa für den Golf, Tiguan, Passat und Touran. Peugeot und Hyundai bieten AGR-Sitze im französischen Crossover 3008 GT bzw. in den Modellen Genesis G90 und EQ 900 an. Und zudem gibt es Nachrüst-Varianten für viele andere Modelle. Recaro etwa stellt mit den Sitzvarianten „Ergomed E“ und „ES“, „Style Sportline“ und „Style Topline“ ergonomische Autositze zum Nachrüsten her, die das AGR-Gütesiegel tragen und in zahlreiche Fahrzeuge nachträglich eingebaut werden können.

Voraussetzungen für das Siegel sind unter anderem eine wirbelsäulengerechte, feste Grundstruktur, ausreichende Maße bei Rückenhöhe, Kopfstütze und Sitzfläche. Obligatorisch sind auch die Möglichkeit zur Verstellung von Sitzhöhe, -neigung, -tiefe und -länge und der Kopfstütze sowie eine 4-Wege-Lordosestütze. Als empfehlenswert erachtet AGR ein Klimapaket mit Sitzheizung und Ventilation, einstellbare Seitenwangen an Lehne und Sitzkissen für mehr Stabilität. Und auch eine Massagefunktion ist durchaus kein reines Komfort-Merkmal, sondern hat auch einen sicherheitsrelevanten Einfluss.