Zeitgeschichte und Historik

Mercedes-Benz SL Roadster aus der Baureihe 129: Mythos und begehrtes Kultobjekt

(TRD/MID) Gut Ding will Weile haben: Bereits in den 1970er Jahren beginnt Mercedes-Benz mit der Arbeit am SL R 129. 1989 feierte er seine Premiere. Und was für eine: Damals war er ein Technologieträger und Vorreiter. Heute, 30 Jahre später, ist er ein begehrter Youngtimer. Ein Kultauto, ein Mythos, und das innerhalb von nur zwölf Jahren, in denen er produziert wurde.

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Mercedes-Benz SL der Baureihe R 129: Der Technologieträger feiert vor 30 Jahren Premiere.
© Mercedes-Benz/ TRD Zeitgeschichte und Historik

Der Mercedes-Benz SL der Baureihe R 129 brachte Innovationen wie den automatisch ausklappenden Überrollbügel, Integralsitze und das Adaptive Dämpfungssystem ADS in die Serie. Gleichzeitig setzte er aber auch die lange Tradition der Mercedes-Benz SL Seriensportwagen fort. Die wurde 1952 im Motorsport begründet: Der neue 300 SL Rennsportwagen (W 194) holte in seiner ersten und einzigen Rennsaison vier Siege in fünf Rennen und ebnete damit den Weg für den Mythos SL.

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Mercedes-Benz SL der Baureihe R 129, modellgepflegte Version ab 1995.
© Mercedes-Benz / TRD Historik

Zum Start des neuen Roadsters gab es zwei Typen mit Dreiliter-Reihensechszylindermotor (300 SL mit 140 kW/190 PS und 300 SL-24 mit 170 kW/231 PS sowie Vierventiltechnik) und außerdem den Fünfliter-V8-Typ 500 SL mit 240 kW/326 PS (ab 1992: 235 kW/320 PS). Im Dezember 1986 gab Mercedes-Benz zudem die Entwicklung eines Spitzenmodells mit V12-Motor frei.

Der R 129 brachte auch Innovationen für die passive Sicherheit auf den Markt, wie den automatischen Überrollbügel oder die elektrisch verstellbaren Integralsitze. Darin integriert waren das Dreipunkt-Gurtsystem mit Gurtaufroller und Gurtstraffer sowie die Gurthöhenverstellung und die damit gekoppelte Kopfstützenverstellung. Premiere feierte zudem das Adaptive Dämpfungs-System ADS.

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Mercedes-Benz SL 60 AMG der Baureihe R 129. Der Typ ist die erste AMG-Variante, die aus der direkten Zusammenarbeit von Mercedes-Benz und AMG hervorgeht.
© Mercedes-Benz / TRD mobil

Der Neue eroberte den Markt: Bis Dezember 1991 rollten 52.204 Fahrzeuge der Baureihe R 129 vom Band. Im Sommer 1992 feierte das neue Topmodell sein Debüt, der 600 SL mit V12-Motor und 290 kW394 PS Leistung. Der Erfolg des R 129 setzte sich nahtlos fort: 1993 waren bereits 85.300 Fahrzeuge produziert worden. Angetrieben wurde der Erfolg in den 1990er Jahren auch durch exklusive Sondermodelle und sportlich optimierte Topmodelle. Zwischen 1994 und 2001 entstanden insgesamt 20 Sonderserien in unterschiedlichen Auflagen, die sich zwischen zehn und 1.515 Fahrzeugen bewegten. Begehrte Sondermodelle waren beispielsweise die Mille-Miglia-Edition und die Special Edition.

Der SL wurde kontinuierlich weiterentwickelt. So erhielten beispielsweise alle Typen des Roadsters ab Dezember 1997 den Bremsassistenten BAS, auch mit neuen Motoren wurden die neuen Modelle ausgestattet. Die Produktion des Roadsters endete 2001. Insgesamt wurden in zwölf Jahren Bauzeit 204.940 Fahrzeuge produziert. Der erfolgreichste Typ ist mit fast 80.000 Exemplaren der 500 SL / SL 500 mit Vierventilmotor.

Schon früh erlangt die Baureihe R 129 einen besonderen Status in der Youngtimer-Szene. Sie ist heute ein begehrter junger Klassiker mit Stern – egal, ob Sondermodell, AMG-Variante oder klassischer SL-Roadster.

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Mercedes-Benz SL der Baureihe R 129, Sondermodell „Special Edition“ aus dem Jahr 1998.
© Mercedes-Benz/ TRD mobil

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