Auto & Zweirad, Mobilität, Produktion, Rennsport, Reisemobile

Kompakter mit High-Tech gefüllter Mittelklasse SUV aus Ingolstadt

(TRD/MID) Der neue Audi Q3 startet im Herbst – größer und dynamischer als der Vorgänger. Das SUV-Segment boomt weiter und in Europa sind innerhalb dieser Autoklasse die Typen in VW-Golf-Länge unterhalb viereinhalb Metern besonders gefragt. 2011 war auch Audi eingestiegen – nach dem wuchtigen Q7 und dem Mittelklasse-Q5 bauten die Ingolstädter mit dem ersten Q3 damals unten an.

 

 

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Von den größeren Modellen unterschied sich der Neuling bislang durch sein braves Design, das eher an einen aufgeblasenen Kompaktwagen erinnerte denn an einen schnittigen Crossover. Doch genau das ändert sich nun mit dem Nachfolger, der im Herbst anrollen wird. Gemäß der neuen Designlinie von Chef-Stylist Marc Lichte wirkt Q3 der Zweite deutlich dynamischer und straffer als der Erstling – endlich ein vollwertiges SUV. Audi selbst schwärmt von einer „muskulösen Schulterlinie“, die von schlanken LED-Leuchten an Front und Heck begrenzt wird. Gewichtsmäßig speckt der Neuling ab: Ein wenig wirkt es, als hätte man den alten Q3 in ein Fitness-Studio geschickt.

Und natürlich ist Audis Kompakt-Q ein Stück gewachsen, nämlich um üppige zehn Zentimeter in der Länge, auf gerade eben noch kompakte 4,49 Meter; und um knapp zwei Zentimeter auf nun 1,85 Meter in der Breite. Ebenso natürlich für ein neues SUV ist dagegen eine flachere Dachlinie: minus fünf Millimeter auf 1,59 Meter. Durch diese Modifikationen in den drei Dimensionen wirken die Proportionen des neues Q3 gleich bedeutend sportlicher als bei der bisherigen Variante des Fahrzeugs.

Die vergrößerten Maße sind auch im Innenraum zu spüren, überall gibt es nun deutlich mehr Platz. Dank des um 78 Millimeter auf 2,68 Meter verlängerten Radstandes sind die Fond-Plätze künftig richtig gut nutzbar: Der Q3 wächst zum vollwertigen Mover für die vierköpfige Familie. Der hintere Mittelsitz bleibt die klassenübliche Notlösung. Die Anmutung der verbauten Materialien liegt nahezu auf dem Level des Audi Q5.

Vor allem junge Familien und Aufsteiger von Golf, A3 und Co., so hofft man bei Audi, wissen das neue Angebot zu goutieren. Am meisten profitiert aber Papa oder Mama hinter dem Lenkrad von der Neugestaltung des Q3: Die Mittelkonsole ist, wie in anderen neuen Modellen aus Ingolstadt, nun deutlich Richtung Fahrer geneigt und lässt keinen Zweifel zu, wer der Chef an Bord ist. Der Comander blickt natürlich auf das Audi-typische voll digitale Cockpit, das sich gegen Aufpreis zum größeren High-Tech-Instrument aufrüsten lässt. In der Mittelkonsole sind haptische Tasten nahezu abgeschafft, ebenso von aus früheren Modellen gewohnte zentrale Dreh- und Drückknöpfe – auch Audi setzt ja bekanntlich nun auch voll auf Bedienung à la iPad.

Natürlich sind alle zeitgemäßen und rechtlich zulässigen Assistenzsysteme orderbar, wie sie im A8 eingeführt wurden. Die Dieselmotoren sind ehrlich sauber nach Euro 6d und leisten 110 kW/150 oder 140 kW/190 PS. Der Anteil der Benzinmotoren dürfte aufgrund der unter Privatkäufern verbreiteten Diesel-Unsicherheit trotzdem steigen, das Basis-Aggregat mit 110 kW/150 PS schaltet bei Nicht-Bedarf zwei Zylinder ab. Ergänzt wird das Angebot von einem 2-Liter-Benziner in zwei Leistungsstufen: 140 kW/190 PS und 169 kW/230 PS. Eine echte Akku-Version ist nicht in Sicht. Dafür bringt Audi ja bald seinen E-Tron. Der allerdings deutlich teurer wird als der neue Q3, dessen (bislang noch nicht veröffentlichte Preisliste) weiterhin bei etwa 30.000 Euro beginnen dürfte.