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Knigge für Balkon und Terrasse

Balkon

Der heimische Balkon als Party-Zone? Kein Problem, solange man sich an einige Spielregeln hält. Titelfoto: Pearl/TRD © pixabay.com/falco/CCO.jpg / TRD

(TRD/WID)  – Natürlich geht es auch beim Urlaub auf Balkonien mit nachbarschaftlicher Toleranz am besten. Aber einige Grundregeln sollten Heim-Urlauber auf alle Fälle einhalten, um das sommerliche Miteinander nicht zu stressig zu gestalten. Rechtschutz-Experten haben sich in der aktuellen Rechtssprechung umgesehen und geben Tipps.Grundsätzlich gehören Balkone und Terrassen zur vermieteten Wohnung. Mieter haben hier also die gleichen Rechte und Pflichten wie in der Wohnung selbst. Stühle, Bänke, Tische oder Sonnenschirme aufstellen, essen, trinken, oder sich sonnen alles erlaubt, letzteres sogar für eingefleischte FKK-Fans. Wäsche darf ebenfalls getrocknet werden, auf dem Wäscheständer, auf Wäscheleinen oder -stangen. Wenn Freunde und Bekannte eingeladen werden gilt ab 22 Uhr Nachtruhe.

Das Grillen auf dem Balkon eines Mehrfamilienhauses kann per Mietvertrag oder Hausordnung komplett verboten werden. Ein Verstoß berechtigt den Vermieter zur fristlosen Kündigung. Auch in einer Eigentumswohnanlage kann per Mehrheitsbeschluss ein grundsätzliches Grillverbot für Balkone und Terrassen ausgesprochen werden. Wo Grillen es erlaubt ist, sollten Brutzel-Fans darauf achten, dass Wärme- und Rauchentwicklung nicht überhand nehmen und dass die entstehenden Dünste nicht in die Nachbarwohnungen ziehen können.

Je nach regionaler Rechtsprechung gelten übrigens unterschiedliche Grill-Frequenzen: In Bonn etwa ist das Grillvergnügen einmal monatlich mit vorheriger Ankündigung erlaubt, in Stuttgart dreimal jährlich für zwei Stunden. Bremer dürfen von April bis September einmal monatlich grillen, wenn sie die Nachbarn 48 Stunden vorher darüber informieren. Und nach Auffassung des OLG Oldenburg kann es bis zu viermal im Jahr „sozialadäquat“ sein, zu grillen. Liberaler geht es in München zu: Das Landgericht entschied, dass das sommerliche Grillen im Garten erlaubt ist, wenn die Nachbarn dadurch nicht oder nur unwesentlich beeinträchtigt werden.