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Industrie 4.0 – Beim Roboter-Ranking: will „das Reich der Mitte“ an die Spitze

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China will bei der Automatisierung seiner Wirtschaft an die Weltspitze. Bis zum Ende des Jahrzehnts soll das Riesenreich bei der Anzahl seiner Industrie-Roboter in die Top 10 aufsteigen und 100.000 dieser Maschinen aus chinesischer Produktion verkaufen.  Foto: Daimler/TRD Pressedienst

(TRD/WID) Derzeit liegt die sogenannten „Roboterdichte“, also die Zahl der automatisieren Maschinen pro 10.000 Arbeitnehmer, bei 36, das bedeutet weltweit Platz 28 im Roboter-Ranking. Bis 2020 soll sie laut Wang Ruixiang, Präsident des chinesischen Maschinenbau-Verbandes CMIF, auf 150 steigen.Mit der Reformagenda „Made in China 2025“ fördert die Regierung in Peking den schnellen Ausbau der Automation. „Bis Ende 2020 dürfte der Marktanteil chinesischer Roboterhersteller im heimischen Markt auf 50 Prozent steigen“, sagte Dr. Daokui Qu, CEO des chinesischen Roboterbauers Siasun, jüngst auf dem IFR CEO Round Table in München. Derzeit liegt der Import-Anteil noch bei 69 Prozent – Tendenz deutlich fallend.

Insgesamt ist Asien mit insgesamt 156.000 Einheiten im Jahr 2015 der Kontinent mit dem weltweit größten Absatz von Industrie-Robotern. Größte Einzelmärkte der Region waren China (67.000 Einheiten), gefolgt von Südkorea (37.000 Einheiten) und Japan (35.000 Einheiten). Die fünf Märkte in China, Südkorea, Japan, den USA und Deutschland zusammen stehen für rund drei Viertel des weltweiten Roboterabsatzes.

„Die Erfolgsgeschichte der Roboterindustrie wird mit der Umgestaltung der digitalen Informations- und Automationstechnik über 2018 hinaus fortgeschrieben – wir sind Zeugen einer echten Transformation“, bewertet Joe Gemma, Präsident der International Federation of Robotics, die aktuelle Entwicklung. „Insbesondere Treiber wie Industrie 4.0, das industrielle Internet der Dinge und Services haben unsere Branche bereits verändert.“