Ernährung Fitness Lebensqualität Vorsorge Gesundheit

In Kühlschränken gelagerte Lebensmittel mit Vorsicht genießen

(TRD/WID/MP)  Ohne Kühlschrank kann man sich den Alltag fast gar nicht mehr vorstellen. Schon gar nicht, wenn es so richtig heiss ist. Gerade bei diesen Temperatur-Unterschieden sollten Verbraucher darauf achten, nicht aus Versehen Bakterien heranzuzüchten.
215676[1]
Ein paar einfache Hinweise sollten beachtet werden, damit aus dem Kühlschrank keine Brutstätte für Krankheitserreger wird. © stevepb / pixabay.com / CC0 /TRD-Pressedienst

 

 

Je wärmer es außerhalb des Kühlschranks wird, desto eher steigt auch die Temperatur im Inneren. Das wiederum begünstigt die Entwicklung von Bakterien. Experten einer Versicherung raten aus diesem Grund, das Kühlaggregat auf vier bis sechs Grad Celsius einzustellen und auf die regelmäßige Reinigung zu achten. „Bakterien finden in Lebensmitteln ideale Nährstoffe wie Eiweiß und Fett. Bei mehr als sechs Grad haben sie günstige Wachstumsbedingungen“, erklärt Dr. Marko Ostendorf, Arzt des Infocenters.

Zu den häufigsten Bakterien dieser Art gehören Salmonellen. Unter „günstigen“ Bedingungen können sie sich in kurzer Zeit explosionsartig vermehren. Im Gegensatz zu Schimmel können Menschen diese Keime weder sehen noch riechen. Deshalb sollten Verbraucher ihren Kühlschrank regelmäßig mit einem Reinigungsmittel oder Essigwasser auswaschen, sagen die Experten. Zudem sollten keine Lebensmittel offen im Kühlschrank gelagert werden, sondern in geschlossenen Behältern. Und: Bei Schimmel muss der Kühlschrank gründlich gereinigt werden, bevor er weiter benutzt wird.

Kühlschränke am Arbeitsplatz

Der eine lagert dort seinen Joghurt, der andere seine Kaffeesahne und der nächste sein Wurstbrot. Dazwischen liegen die Reste vom Vortag oder übrig gebliebene Getränke. Die Rede ist von Kühlschränken in den Betriebs-Teeküchen. Hier werden nicht selten die Lebensmittel einfach vergessen, sie gären und schimmeln vor sich hin. Und keiner fühlt sich so richtig verantwortlich für die gemeinsame Küche. So kommt es, dass sich in Kühlschränken oft mehr Bakterien als auf der Brille einer Toilette tummeln.Die meisten in den Küchengeräten gelagerten Lebensmittel sind mit Vorsicht zu genießen. Denn das Haltbarkeitsdatum liefert keinen Aufschluss mehr, wenn die Verpackung bereits geöffnet ist. Hier heißt es, genau hinschauen und hinriechen. Denn H-Milch beispielsweise wird weder dick noch sauer, sie fängt an, faulig zu riechen und sollte eine Woche nach dem Öffnen entsorgt werden. Auch geöffneter Fruchtsaft hält sich in der Regel nur drei bis vier Tage, bevor er anfängt zu gären.Bei manchen Lebensmitteln reicht es aus, lediglich die schimmlige Stelle zu entfernen. Bei anderen hilft nur noch die Mülltonne. Brot zum Beispiel bietet für Schimmel ideale Bedingungen, und geschnittenes Brot hat die größeren Angriffsflächen für Schimmel. Bei Schimmelbefall sollten nicht nur die betroffenen Scheiben, sondern auch ein paar Scheiben davor und dahinter weggeworfen werden. Wenn der Schimmel an einer Ecke eines Brotlaibs sichtbar ist, hat er meist schon das ganze Brot durchzogen, man sollte es dann komplett wegwerfen.

Auch in Obst und Gemüse können sich Schimmelpilze sehr schnell ausbreiten. Und wegen des hohen Feuchtigkeitsgehalts können sich die Gifte in der ganzen Frucht befinden. Deshalb gilt: ab in die Mülltonne.

Bei Marmelade mit einem Zuckergehalt über 50 Prozent reicht es, die verschimmelten Stellen abzuheben. Der hohe Zuckeranteil wirkt konservierend und bietet deshalb keinen guten Nährboden. Auf Hartkäse breitet sich der Schimmel nur wenig aus. Deshalb reicht es hier ebenfalls, den Schimmel großzügig abzuschneiden.