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Hund und Herrchen vor dem Kadi

Hund

Hunde können nicht bloß wegen ihres Äußeren als gefährlich eingestuft werden.
© Maja Dumat/CC BY 2.0 / TRD



(TRD/WID) Bloß, weil ein Hund bedrohlich aussieht, kann das keinen Einfluss auf die zu entrichtende Hundesteuer haben. Ein Hundehalter mit einer Bordeaux-Dogge sollte laut Experten einer Rechtschutzversicherung plötzlich statt bislang 110 Euro ganze 800 Euro Hundesteuer zahlen. Begründet hat die Gemeinde diese Erhöhung mit dem Verweis auf andere Bundesländer, in denen dieser französische Rassehund als gefährlich eingestuft wird.
 

Der Halter konnte aber vor Gericht überzeugen, dass sein Hund individuell keine Gefahr darstellt. Die Richter stimmten schließlich ein, dass es für die Einstufung als Kampfhund mehr braucht als äußere Merkmale wie etwa Größe und Gewicht (Verwaltungsgericht Schleswig-Holstein, Az.: 4 A 71/15). Fest steht aber auch: Für Vierbeiner, die zu den sogenannten „gefährlichen Hunderassen“ gehören, fallen oft viel höhere Gebühren an.

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