Kategorie: TRD Nachrichten-Ticker

Meldungen aus aller Welt zu verschiedenen Themen.

Künstliche Intelligenz: Ein Rendite-Turbo für die Automobilindustrie

(TRD/MID) Verlagern die intelligenten Autos der Zukunft die Wertschöpfung weg vom Hersteller und hin zu den Spezialisten für Computer-Hardware und -Software? Nein, ganz und gar nicht, heißt es dazu bei der Beratungsfirma McKinsey. Die Experten sagen den Autobauern bis 2025 Kosteneinsparungen und eine zusätzliche Wertschöpfung von 215 Milliarden US-Dollar voraus.

 

KünstlicheInteligenz

Die Hersteller arbeiten mit Hochdruck an neuen Konzepten zur Künstlichen Intelligenz (KI). © Audi / TRDmobil

 

Künstliche Intelligenz (KI) ist das Schlagwort: Um bis zu neun Prozent können die Hersteller damit ihre Rendite erhöhen – wenn sie jetzt alles richtig machen. Allein in der Produktion können laut der Spezialisten bis zu 61 Milliarden Dollar eingespart werden, etwa durch eine KI-basierte Qualitätskontrolle. Weitere Potenziale liegen im Einkauf und in der internen Logistik.

„Üblicherweise steigern Autohersteller ihre Produktivität jährlich im Schnitt um rund zwei Prozent pro Jahr“, so Andreas Tschiesner, Leiter der europäischen Automobilberatung von McKinsey. „Allein durch maschinelles Lernen ist in den kommenden Jahren ein jährliches Produktivitätswachstum von zusätzlichen 1,3 Prozent machbar. KI wird damit zum Renditeturbo für die Autoindustrie.“ Seine Vermutung: „Der harte Wettbewerb im Sektor wird voraussichtlich dazu führen, dass ein Teil der Kostenvorteile an den Kunden weitergegeben wird.“

 

Gleichzeitig wird die Nutzung künstlicher Intelligenz für autonomes Fahren ebenso wie in der Entwicklung moderner Mobilitätskonzepte zum wichtigen Wettbewerbsfaktor. „Insbesondere Premiumhersteller mit ihren anspruchsvollen Kunden sollten einen technischen Vorsprung auch bei KI-basierten Anwendungen demonstrieren“, so Dominik Wee, Partner im Münchener Büro von McKinsey. „Zum Beispiel in der sprachbasierten Interaktion mit dem Fahrzeug oder bei der Parkplatzsuche.“

 

Ein spezieller Messebesuch in Las Vegas

Ein Messebesuch in den USA ist ein Erlebnis. Jedenfalls an den Medientagen auf der CES in Las Vegas. Das Automobil wird digital und spielt daher eine immer wichtigere Rolle auf der weltweit bedeutendsten Elektronik Messe, der Consumer Electronics Show, kurz CES. Der Motor-Informations-Dienst (mid) ist live dabei und berichtet.

 

(TRD/MID) Noch bis zum 12. Januar zeigen Unternehmen aus aller Welt, wie sie sich genau diese schon heute wünschen und wie sie in Zukunft ausschauen sollen. Von einem Blick in oder auf die Kristallkugel zu sprechen, liegt angesichts des vielen funkelnden Materials in der Zockerstadt sehr nah. Und das Beste: Der mid ist live dabei und berichtet!

Doch was gibt es zu besichtigen? Welche technischen Innovationen erwarten einen in diesen Tagen in der Stadt der Sünden? Die Vorfreude ist groß. Auch dann noch, als klar wird, dass die ersten Pressekonferenzen nicht im eigentlichen Convention Center, sondern im Mandalay Bay Resort abgehalten werden. Genau dem Hotel, aus dessen 32. Stock in der Nacht zum 2. Oktober 2017 auf eine feiernde Menschenmenge gefeuert wurde. Ein wenig erleichtert geht es dann doch noch zum Messegelände.

Die dortige Ankunft enttäuscht anfangs jedoch extrem. Es herrscht Baustellen-Atmosphäre. Nahezu kein Messestand ist fertig aufgebaut. Kurz gesagt: Am bereits zweiten Pressetag herrscht noch das totale Chaos. Überall liegen Kartons und fleißige Mitarbeiter helfen beim Aufbau. Sehr löblich, doch kommt schnell das Gefühl auf, dass man selbst hier eigentlich nur stört. Von schönen Messefotos darf heute nur geträumt werden. Dass dennoch die eine oder andere kleine Kuriosität bildlich festgehalten werden kann, grenzt schon fast an ein Wunder. Nun wird auch klar, warum die offiziellen Anlässe außerhalb der Messe arrangiert wurden. Auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt schaute das besser aus.

Und anders, wie sich herausstellt. Denn in Las Vegas sind die Zulieferer auf den ersten Blick signifikant stärker vertreten als die großen Automobilhersteller. Zwar sind unter anderem Daimler, Nissan, Ford, Toyota, Hyundai und Kia vor Ort. Doch deren Stände sind überschaubar. Die optisch auffälligsten Zulieferer sind in diesen Tagen Valeo und ZF. Auf dem Außengelände lassen sich erste autonome Fahrten am eigenen Leib erfahren. Neben den mobilen Neuheiten stehen aber vor allem alle anderen Zukunftstechnologien im Vordergrund der Messe. Angefangen von 3D-Druckern über digitale Weinkühler von Avenue bis zu Gesundheitsschuhen der Marke e.vone und nicht zu vergessen: Anti-Stress-Massage-Medizinprodukte von truMedic, die Besserung von allen Beschwerden versprechen. Den Vogel abgeschossen hat miliboo mit seinem neuesten „connected Sofa“ inklusive integriertem PC. Hinzu kommen interaktive Spielplätze für Kinder, um diese auf das digitale Zeitalter einzustimmen, sowie Roboter, High-End-Audio-Systeme, die neuesten Fernseher und Computerspiele.

Ein großes, wenn nicht sogar das größte Duell auf der diesjährigen CES liefern sich ganz offensichtlich Google und Amazon. Um genauer zu sein deren Assistenten „Hey Google“ und „Alexa“. Nahezu allgegenwärtig ist die Werbung von Google zu sehen. Ein rein Amerikanisch-Amerikanisches Duell. Wir Europäer können uns da also ganz genüsslich zurücklehnen und erstmal eine typisch amerikanische Stärkung zu uns nehmen. Eine Mega-Portion Chicken und Chips für umgerechnet zehn Euro ist ein fairer Preis. In Frankfurt gab es dafür gerade mal so eine Currywurst mit Pommes. Es bleibt spannend. Der mid berichtet später weiter.

Jutta Bernhard / mid

Gestörte Nachtruhe durch viele nächtliche Flugbewegungen

(TRD/MID)  – Wer in der Nähe eines Flughafens, oder sogar direkt in der Einflugschneise lebt, weiß, dass Flugzeuge zwar spannend, aber ungeheuer laut sein können. Da helfen im Zweifel die dreifach verglasten Balkontüren auch nichts mehr. Wenn der große Linienflieger über die eigenen vier Wände fliegt, herrscht für einen kurzen Augenblick familieninterner Kommunikationsstopp. Und auch in etwas weiterer Entfernung Lebende fühlen sich ab und an mal in ihrer Nachtruhe gestört, wenn das oft zitierte Nachtflugverbot mal wieder nicht eingehalten wird. Dass dies leider viel zu oft der Fall ist, belegt nun eine Analyse des Unternehmens AirHelp.

Da nicht an jedem Flughafen dasselbe Flugverbot herrscht, dürfen selbstverständlich nicht pauschal alle Flughafenbetreiber an den Pranger gestellt werden, die spät am Abend noch Landungen genehmigen. Die meisten Flughäfen kommunizieren eine Nachtflugbeschränkung zwischen 23:30 Uhr und fünf Uhr morgens. Allerdings fragen sich viele Anwohner zu Recht: „Wozu solch eine Nachtflugbeschränkung einrichten, wenn sich sowieso niemand daran hält?“ Genau zu diesem Ergebnis ist im Untersuchungszeitraum September und Oktober 2017 das Unternehmen AirHelps gelangt. An fünf der 13 untersuchten Flughäfen wurde kein einziges Mal die Nachtruhe eingehalten. „Besonders viele nächtliche Flugbewegungen gab es am Flughafen München, wo es innerhalb von zwei Monaten 776 Landungen und 32 Starts von Passagierflugzeugen während der Nachtflugbeschränkung gab. Auch an den Flughäfen Stuttgart, Düsseldorf, Frankfurt am Main und Berlin-Tegel gab es extrem häufig nächtliche Flugbewegungen“, heißt es in der Analyse.

Die Anwohner der Flughäfen Dresden und Dortmund dürfen sich hingegen glücklich(er) schätzen. Denn dort hielten sich die meisten Flieger an die Nachtruhe. In Dortmund konnten neun, in Dresden sogar nur sechs verspätete Landungen notiert werden. Zudem waren alle dieser verspäteten Landungen innerhalb der Zeiten der Ausnahmeregelungen beider Flughäfen.

Überschall-Flieger: Concorde-Nachfolger nimmt Formen an

 

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Der Aerion AS2 soll eine Reisegeschwindigkeit von 1.200 bis 1.700 km/h erreichen.
© Aerion Corporation  / TRD Wirtschaft

 

 

(TRD/MID) – Nach dem Ende der Concorde hatte sich das Thema Überschall-Reisegeschwindigkeit (mehr als 1.235 km/h) in Passagierflugzeugen erst einmal erledigt. „Nicht wirtschaftlich und ohne Aussicht auf Besserung“, so der Tenor. Jetzt aber schicken sich Aerion und Lockheed Martin an, das Express-Fliegen wiederzubeleben. Die beiden Unternehmen wollen gemeinsam einen Business-Jet entwickeln und bauen: den Aerion AS2. Das jetzt unterzeichnete Memorandum of Understanding sieht vor, im Lauf der nächsten zwölf Monate einen Rahmen für alle Phasen des Programmes zu erarbeiten, darunter Technik, Zertifizierung und Produktion. Die angepeilte Reisegeschwindigkeit liegt bei etwa 1.200 bis 1.700 km/h.

 

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Bis zu elf Passagiere sollen in der luxuriösen Kabine Platz finden.
© Aerion Corporation / TRD Wirtschaft 

 

 

„Diese Beziehung ist für eine Renaissance im Bereich Überschall definitiv entscheidend. Lockheed Martin verfügt bei Überschall über ein Know-how, das geradezu legendär ist. Wir teilen mit Lockheed Martin das Engagement für die langfristige Entwicklung eines effizienten Überschallflugzeuges für die zivile Nutzung“, sagt Robert M. Bass, Vorsitzender von Aerion. Und die Pläne gehen sogar über den angedachten Business-Jet hinaus. So spekuliert Orlando Carvalho, Executive Vice President von Lockheed Martin Aeronautics, dass der Aerion AS2 „potenziell als Plattform für bahnbrechende Überschallflugzeuge der Zukunft dienen kann.“

In den zurückliegenden zweieinhalb Jahren hat Aerion die Konstruktion des AS2 im Bereich der Aerodynamik und Struktur mittels einer bestehenden technischen Zusammenarbeit mit Airbus vorangebracht. Ein vorläufiges Design von Tragflächen und Zelle und des Systemlayouts gibt es bereits, ebenso Konzepte eines Fly-by-Wire-Flugkontrollsystems. Die luxuriöse Kabine des Jets soll Platz für bis zu elf Passagiere bieten. Mit Lockheed Martin soll nun also der Durchbruch gelingen. Das Unternehmen hat sich hier mit den Überschall-Kampfflugzeugen F-16, F-35 und F-22 und dem Erkundungs-Flugzeug SR-71 einen Namen gemacht. Im militärischen Bereich ist der Überschall-Flug nach wie vor aktuell. Vielleicht gibt es in einigen Jahren ja auch ein Revival in der zivilen Luftfahrt.

 

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Mit Überschall-Geschwindigkeit nach New York? Knapp 15 Jahre nach dem Ende der Concorde planen die Aerion Corporation und Lockheed Martin einen neuen Anlauf.
© Aerion Corporation / TRD Wirtschaft und Technik

 

Medikamente: Mini-Organe im Chipformat unterstützen die gängigen Testverfahren

Medikamente unterlaufen vor ihrer Einführung ausgiebige Tests. Bessere Ergebnisse wollen Forscher bald durch Mini-Organe auf Mikrochips erzielen.

(TRD/MP)  Medikamente unterlaufen vor ihrer Einführung ausgiebigen Tests. Bessere Ergebnisse wollen Forscher bald durch Mini-Organe auf Mikrochips erzielen. Das „Organ-on-a-Chip-System“ vom Team um Professorin Ute Schepers vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) basiert auf menschlichen Zellen.

Miniaturorgane


   Miniaturisierte Organe aus dem 3D-Drucker helfen Forschern bei Medikamententests. © Laila Tkotz, KIT/ TRD News

Per 3D-Drucktechnik entstehen miniaturisierte Organe auf einem Chip. Das Besondere daran ist ein naturgetreu nachgebildetes Blutgefäßsystem mit runden, porösen Kanälen. Auf dem „vasQchip“ gelangen die zu testenden Wirkstoffe über die künstlichen Blutbahnen in die miniaturisierten Organe. So kann eine Vielzahl an Tests auf kleinstem Raum durchgeführt werden, deren Ergebnisse darüber hinaus automatisiert auswertbar sind. Das beschleunigt einerseits Tests zu Wirkung und Verträglichkeit, andererseits ermöglicht die Methode auch den Verzicht auf Tierversuche.

„Unser Ziel ist, der Pharmaindustrie und auch der Kosmetikindustrie geeignetere Alternativen zu Tierversuchen zu liefern und sie von den Vorteilen zu überzeugen: präzisere Vorhersagbarkeit der Wirkung auf den Menschen, geringere Kosten sowie Schonung von Mensch und Tier“, erklärt Doktorandin Vanessa Kappings. Das Team arbeitet nun an durchbluteten Haut-, Leber-, Darm- und Hirnmodellen. Auch Tumormodelle und Kombinationen verschiedener Mini-Organe stehen auf dem Plan.

Gefahren-App für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe versendet an die Nutzer Warnmeldungen

(CID/TRD) Die Warn-App „NINA“ (Notfall-Informations- und Nachrichten App) informiert Bürger in Deutschland in Notfallsituationen schnell mit dem nötigen Wissen. Die Anwenderzahl steigt und entsprechend soll auch die Abdeckung verbessert werden.
WarnAPP

Die kostenlose Gefahren-App NINA gibt es für iOS und Android.
© Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe BBK/ TRD Nachrichten

„Ob es sich um ein Unwetter, eine Kampfmittelräumung oder eine Lebensmittelerpressung handelte – in mehr als 400 Fällen haben Leitstellen oder Lagezentren des Bevölkerungsschutzes 2016/2017 über unser Modulares Warnsystem (MoWaS), Warnmeldungen an die Nutzerinnen und Nutzer von NINA versendet“, kommentiert Christoph Unger, Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK).2,2 Millionen Menschen nutzen bisher die kostenlose App. Künftig sollen 350 Lagezentren, Leitstellen und Behörden bis auf die Ebene der unteren Katastrophenschutzbehörden ihre Katastrophenwarnungen an die Rundfunkanstalten und direkt an die Warn-App NINA senden. Das soll ein flächendeckendes Warnsystem gewährleisten. „Neben spektakulären Warnungen, die über unsere App durch die jeweiligen zuständigen Behörden vor Ort versendet wurden, wie beim Lebensmittelerpressungsfall aus Baden-Württemberg, zählen dazu die Warnung vor Unwetterfolgen, wie Sturzfluten und Hochwasser“. sagt Unger.

Schlaf: Wichtiger, als man denkt

Schlaf


mp Groß-Gerau – Schlaf ist nicht nur wichtig für die Erholung, sondern auch für den Schutz der Gehirnfunktion. © congerdesign / Pixabay.com / CC0/ TRD Gesundheit

(TRD/MP) Wer nicht genug schläft, ist müde und schlapp. Doch damit nicht genug! An der University of Queensland in Australien konnten Wissenschaftler jetzt einen Zusammenhang zwischen Schlafmangel und Alzheimer aufdecken. Es ist weitestgehend bekannt, dass im Schlaf die Erfahrungen des Tages verarbeitet werden. Das Hirn vergisst Unwichtiges, indem die Verbindungen einzelner Hirnzellen geschwächt oder gänzlich getrennt werden. Die Theorie dahinter nennt sich „synaptische Homöostase“. Wenn dieser Vorgang gestört ist, wie durch Schlafmangel, dann kommt es zu Störungen der Erinnerungen.  

Die australischen Forscher zeigten nun am Maus-Modell, dass im Schlaf das Hirn von Giftstoffen gereinigt wird. Während des Schlafs vergrößert sich der Zellabstand, sodass Giftstoffproteine abtransportiert werden können. Diesen Vorgang werten die Australier als wichtigen Abwehrmechanismus gegen Alzheimer. Abgesehen davon ist eine regelmäßige und ausreichende Menge Schlaf wichtig für die Konzentrations- und Lernfähigkeit. Besonders gefährlich ist der sogenannte „Sekundenschlaf“, der im Straßenverkehr tödliche Folgen haben kann. Auch Schizophrenie und Autismus werden mit chronischen Schlafstörungen in Verbindung gebracht. Die Forscher weisen aber darauf hin, dass die Langzeitwirkungen von Schlafentzug am Menschen aus ethischen Gründen nicht ausgiebig getestet sind.

Neustart für A1-Rheinbrücke Leverkusen

(TRD/MID) Autobahnbaustellen sind für Fahrer der Horror. Nun müssen sich Fahrer in Deutschland auf eine weitere Großbaustelle einstellen, denn der Neubau der Rheinbrücke Leverkusen auf der A1 ist beschlossene Sache. Dafür winken nach Abschluss der Arbeiten vier Fahrstreifen je Fahrtrichtung.

Umbauten in der Anschlussstelle Niehl und dem Autobahnkreuz Leverkusen-West sind ebenfalls geplant. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat nun Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss für den Neubau der Brücke abgewiesen und damit den Baustart freigegeben.

 

Leverkusenbrücke

Die in die Jahre gekommene Rheinbrücke der A1 soll einer modernen und breiteren Nachfolgerin weichen. © Straßen.NRW/ TRD

 

„Jetzt läuft der Countdown für den ambitionierten Fahrplan, die erste Hälfte der Brücke bis 2020 für den Verkehr fertig zu stellen. Dann soll auch der Lkw-Verkehr auf der A1 wieder über den Rhein fahren können“, sagt NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst. „Wenn wir das schaffen, wird es eine erhebliche Entlastung für die ganze Region geben. Insbesondere Handwerker, Lieferanten und Speditionen werden aufatmen, wenn Sie keine Umwege mehr fahren müssen.“ Ende 2020 wollen die Verantwortlichen dann so weit sein, dass der erste Teil der neuen Rheinquerung für den Verkehr freigegeben wird.

Laborfleisch: Das Steak kommt aus dem Reagenzglas

Klosterfrau

Neuer Trend in Sachen Ernährung: Nahrungsmittel aus dem Labor.
© Klosterfrau / TRD Ernährung

(TRD/MP) – Essgewohnheiten ändern sich. Nun stellt eine Studie die neusten Trends rund ums Essen vor. Dabei kommt heraus, dass immer mehr Hightech auf dem Teller landet. Der neue „European Food Trends Report“ des Gottlieb Duttweiler Institute (GDI) will zeigen: „Essen ist Wellness-Erlebnis und Lifestyle, Kompass auf der Suche nach Moral und manchmal Ersatzreligion. Essen ist alles und überall. Essen ist Pop.“ 

Das GDI hat dabei vor allem zwei Trends gesichtet: Essen bedeutet Gesundheit und Essen wird zu High-Tech. Essen soll nicht mehr nur satt machen, sondern dem inneren Wohlbefinden dienen. „Digestive Wellness rückt die Verdauung in den Mittelpunkt, und Magen und Darm sind dabei, dem Hirn den Rang als zentrales Organ abzulaufen“, heißt es in dem Report.

Zum kulinarischen Kuriosenkabinett gehört auch ein Steak aus dem Reagenzglas. Ein Kochbuch mit kreativen Laborfleisch-Rezepten gibt es schon: vom Steak in Form eines gestrickten Schals bis zum Fleisch am Stiel.

Neues Gesetz: Bundesrat billigt härtere Strafen für Raser

(TRD/MID)  Stellen Sie sich vor, sie gehen gemeinsam mit Ihrem Partner, Ihren Kindern oder einem Bekannten die Straße entlang und plötzlich kommt ein außer Kontrolle geratenes Fahrzeug auf Sie zugeflogen. Von jetzt auf gleich sind Menschenleben ausgelöscht. Von wem? Von einem Wahnsinnigen im Temporausch. Genauer gesagt von einem Wahnsinnigen, der sich mit einem anderen Wahnsinnigen im öffentlichen Straßenverkehr ein Rennen geliefert hat. Sofern niemand dabei ernsthaft zu Schaden gekommen ist, konnte die Beteiligung an illegalen Autorennen bislang nur als Ordnungswidrigkeit mit Geldbußen geahndet werden. Das soll jetzt anders werden.Illegale Autorennen auf öffentlichen Straßen werden künftig mit Freiheitsstrafen von bis zu zehn Jahren geahndet. Schon der Versuch, ein illegales Rennen durchzuführen, wird strafbar. Soll heißen, sobald die Polizei von einem Vorhaben erfährt, können die Organisatoren nicht mehr straflos davonkommen. Der Bundesrat billigte nun die entsprechende Verschärfung, die der Deutsche Bundestag am 29. Juni 2017 beschlossen hatte.

Raser

Teilnehmer von illegalen Autorennen werden jetzt härter bestraft.
© DVR / TRD Auto

Hinzu kommt, dass sich künftig auch derjenige strafbar macht, der so grob verkehrswidrig und rücksichtslos rast, als wenn er in ein Rennen involviert wäre. Durch diesen Zusatz reagiert der Gesetzgeber auf den Trend, Videos von derlei fiktiven Rennen zu unterbinden. Besonders schmerzhaft für die Raser ist zudem die Tatsache, dass neben ihrem Führerschein auch ihre Fahrzeuge eingezogen werden können.

Schaufenster rund um das digitale Leben

Digitales Marketing: Noch viel Luft nach oben

(TRD/CID) Fast alle Kleinunternehmen setzen inzwischen auf eine eigene Online-Präsenz. Doch dabei nutzen sie nur selten die Chancen des digitalen Marketings. Das jedenfalls sind die Ergebnisse einer Befragung von 200 Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern durch Kantar EMNID.

Die Hälfte der befragten Unternehmen gibt nur maximal 10 Prozent ihrer Werbeausgaben für Suchmaschinenmarketing, Social-Media-Anzeigen, E-Mail-Werbung, Apps, Affiliates- oder Display-Marketing aus. Dabei haben sich die Mediennutzung und das Konsumverhalten in den vergangenen Jahr rasant verändert. Smartphones, Tablets und Apps haben die Planung und Organisation unseres Lebens weitgehend übernommen. „Der Kunde 4.0 erwartet heute vielfältige physische und digitale Anreize, um mit einem Unternehmen im Kontakt zu treten“, erläutert Dominik Dreyer, Geschäftsführer Groupon Deutschland, dessen Firma die Umfrage in Auftrag gegeben hat.

Nach Ansicht der Experten lässt sich der Effekt digitaler Marketing-Aktivitäten sehr gut messen. Vor diesem Hintergrund sei es schon verwunderlich, dass vergleichsweise wenige Unternehmen davon Gebrauch machten. „Wir merken, dass gerade den kleinen Unternehmen sehr daran gelegen ist, jeden Cent möglichst effizient einzusetzen. Aber offensichtlich fehlt es vielen am notwendigen Know-how, um ihr Marketing zu professionalisieren“, sagt Dominik Dreyer.

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Vor allem junge Menschen zeigen Interesse für kommerzielle Angebote, etwa in sozialen Netzwerken. Doch viele Firmen haben in diesem Bereich noch Nachholbedarf. Fotos © Deutsche Telekom/ TRD Technik

Jeder zehnte Deutsche will das neue iPhone kaufen

(TRD/CID) – Wie soll das iPhone 8 aussehen, was soll oder muss es können? Diese Fragen werden kurz vor der Keynote zum neuen Kulthandy intensiv im Netz diskutiert. Die Frage-Antwort-Plattform „gutefrage“ befragte ihrerseits ihre Nutzer – mit interessanten Ergebnissen. So gab in der Umfrage die Hälfte der Teilnehmer an, dass sie ein kabelloses Aufladen des künftigen Kult-Handys wünschen. Weitere 27 Prozent schwärmen von einem Display, das die komplette Oberfläche einnimmt, knapp jeder Fünfte würde sich zudem die Entsperrung durch 3D-Gesichtserkennung und Infrarot wünschen.Was Apple nicht so besonders freuen dürfte: Nur elf Prozent der Nutzer erklärten, dass sie tatsächlich überlegen, sich das neue iPhone zu kaufen, für 75 Prozent kommt ein Kauf nicht in Frage. Und wenn nicht iPhone, was dann? Die Antwort ist deutlich: 41 Prozent der Teilnehmenden gaben an, ein Smartphone des südkoreanischen Herstellers Samsung zu nutzen. Und: 65 Prozent bevorzugen Android als Betriebssystem, nur jeder Vierte arbeitet lieber mit iOS, dem Apple-System.

Kundenbindung im vernetzten Auto

(TRD/CID) – Die zunehmende Vernetzung moderner Autos hat Adobe als ideales Instrument zur verbesserten Kundenansprache entdeckt. Angesichts der rasant steigenden Bandbreite an Internetdiensten und der stetig wachsenden Nutzungszeiten, die Verbraucher hinter dem Lenkrad verbringen, biete „das vernetzte Auto von morgen geradezu einzigartige Kundenbindungspotenziale“, so das Unternehmen. Um diese neuen Möglichkeiten für sich nutzen zu können, müssten Autohersteller und Markenapps „personalisierte digitale Erlebnisse für Fahrer und deren Fahrgäste bereitstellen“, ohne dabei den Sicherheitsaspekt aus den Augen zu verlieren. Hilfreich sei dabei die mit neuen Funktionen ausgestattete Adobe Experience Cloud zur autobezogenen Analyse, Personalisierung und Werbung. Mit der Advertising Cloud versetze Adobe Unternehmen in die Lage, „ihren Kunden auch im Auto eine begeisternde Customer Experience bereitzustellen“, etwa in Form von Musik oder Nachrichten auf Bildschirmen im Fahrzeug. Außerdem sei mit dem Tool eine zielgenaue Audio-Werbung möglich. Und mit Adobe Campaign könnten Nachrichten in jedem beliebigen Format übertragen werden, um eine direkte, personalisierte Interaktion mit Fahrern und Fahrgästen zu ermöglichen. So könnte ein Autobauer etwa per Sprachausgabe eine maßgeschneiderte Nachricht zu neuen, individuellen Leasing-Angeboten aussenden.

Forschungs-Projekt: Demenz in der Virtuellen Realität

Die Deutsche Telekom läutet die nächste Phase ihres Demenz-Forschungs-Projekts ein. Im Mittelpunkt steht die App „Sea Hero Quest“, die jetzt auch als Virtual Reality (VR) Anwendung verfügbar ist. Dadurch sollen der Wissenschaft noch präzisere Datensätze zur räumlichen Orientierung zur Verfügung gestellt werden. Die Hardware der Virtual Reality Datenbrille registriert die Bewegungen der Träger sehr genau.Die Forscher bilden innerhalb des Spiels das sogenannte „Morris-Wasserlabyrinth-Experiment“ nach. Bei diesem Verfahren werden die räumliche Erinnerungs- und Lernfähigkeit getestet. Der Spieler bewegt sich im dreidimensionalen Raum auf der Suche nach einer Meereskreatur. Diese gilt es dann zu finden, zu füttern und im weiteren Verlauf des Spiels wiederzufinden.

Deutsche Telekom Demenz

Das Projekt läuft im Rahmen der Initiative „Game for Good“, an der auch das University College London, die University of East Anglia, die Organisation „Alzheimer’s Research“ und der Spiele-Entwickler Glitchers beteiligt sind. „Sea Hero Quest VR“ ist kostenlos im Oculus-Store für die Samsung Gear VR-Brille erhältlich.

Arbeitsmarktbarometer: Einstellungsbereitschaft ist nur moderat

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Willkommen im Team: Die Bereitsschaft zu Neueinstellungen ist aktuell eher moderat. © 089photoshootings / Pixabay.com / CC0 / TRD Wirtschaft

 

 

(TRD/MID) – 13 Prozent der deutschen Unternehmen planen im vierten Quartal Neueinstellungen. Das ist ein Anstieg um zwei Prozentpunkte und wird von der ManpowerGroup Deutschland im Arbeitsmarktbarometer als „moderarte Einstellungsbereitschaft“ gewertet. Treiber bei neuen Arbeitsplätzen und der Rekrutierung neuer Mitarbeiter sind die Großunternehmen, bei denen deutlich mehr als jedes Dritte, nämlich 40 Prozent, den Personalstand erhöhen will.

Frankfurt am Main erreicht mit einem Beschäftigungsausblick von 14 Prozent den besten Wert im Regionalvergleich. Das ist ein Prozentpunkt mehr als im Vorquartal und fünf Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Jeder fünfte Arbeitgeber in Frankfurt will einstellen. „Neun von zehn Frankfurter Unternehmen gehören zum Finanz- und Dienstleistungssektor, der branchenweit den besten Beschäftigungsausblick zeigt“, so ManpowerGroup-Deutschland-Chef Herwarth Brune. „Infolge des Brexits gewinnt Frankfurt für die Finanzwirtschaft an Bedeutung, sie kann mit dem Zuzug von Fachkräften aus London rechnen.“

Auch in München plant etwa jedes fünfte Unternehmen Neueinstellungen im vierten Quartal, doch es wollen auch sechs Prozent der Firmen Personal abbauen. Der saisonbereinigte Netto-Beschäftigungsausblick erreicht in der bayrischen Hauptstadt daher nur elf Prozent. Im Vergleich zum Vorquartal bedeutet dies eine Abnahme in Höhe von zwei Prozentpunkten.

Langsames Internet: Eine Gefahr für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen in ländlichen Gebieten

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Eine flexible und vernetzte Arbeitswelt erfordert schlicht höhere Online-Geschwindigkeiten. Was bei Privathaushalten bereits deutlich wird, wenn mehrere Personen sich eine Leitung teilen, wird in Unternehmen schnell zum Problem. Fotos: Polo Motorrad/ TRD Wirtschaft

(TRD/CID)  – Breitband für alle? Von wegen! Die Versorgung mit schnellem Internet in den ländlichen Gebieten Deutschlands lässt bislang sehr zu wünschen übrig. Nicht einmal jedes dritte Unternehmen auf dem Land verfügt über eine Leitung mit 50 Megabit pro Sekunde und mehr. 

„Mit Blick auf die zunehmende Digitalisierung der Wirtschaft ist das besorgniserregend“, urteilt Felix Esser vom Bundesverband der Deutschen Industrie. „Betroffen sind vor allem Betriebe in gering besiedelten Regionen, in denen der Netzausbau mit hohen Investitionen verbunden ist. Dabei befinden sich rund 70 Prozent aller Industriearbeitsplätze auf dem Land. Hier arbeiten auch viele unserer mittelständischen Weltmarktführer.“

Und die seien in Zeiten einer zunehmend digitalisierten Produktion auf schnelle Leitungen angewiesen. Eine flexible und vernetzte Arbeitswelt erfordert schlicht höhere Online-Geschwindigkeiten. Was bei Privathaushalten bereits deutlich wird, wenn mehrere Personen sich eine Leitung teilen, wird in Unternehmen schnell zum Problem. Und zwar eines das Kunden, Aufträge und damit Geld kostet. „Deswegen ist es ein Muss für die Digitalisierung unseres Landes, den Ausbau von Breitband auch außerhalb der Städte stärker voranzutreiben“, sagt Felix Esser.

Der Effekt schnellerer Leitungen auf das Wirtschaftswachstum ist laut dem Verband enorm: „Schnelles Internet schafft Wachstum. Wenn man die durchschnittliche Verbindungsgeschwindigkeit um gerade einmal ein Prozent erhöht, wächst das Bruttoinlandsprodukt zusätzlich um knapp zwei Milliarden Euro pro Jahr. Das ist ein fühlbarer Effekt, gut für Wohlstand und für Arbeitsplätze.“

Stromtankstelle: Der Einkauf von Ladeenergie ist oft reine Vertrauenssache

 

(TRD/MID) – Was bei Diesel und Benzin eine Selbstverständlichkeit ist, nämlich die geeichte Mengenabgabe, ist bei Stromtankstellen noch eher Vertrauenssache. Denn bisher fehlt es an den technischen Voraussetzungen, den Verkauf von Ladeenergie im Sinne des Mess- und Eichrechts zu überprüfen. Denn Vertrauen ist gut, exakte Kontrolle ist besser. Und deswegen hat die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) jetzt ein In-Kabel-Messsystem entwickelt. Das erfasst und speichert die gesamte Kommunikation zwischen der Ladeeinrichtung und dem Elektrofahrzeug inklusive Zeit- und Mengenmessung und macht so die korrekte Energiemessung transparent.

Stromtankstelle

Ein neues In-Kabel-Messsystem soll die gesamte Kommunikation zwischen Ladeeinrichtung und Elektrofahrzeug inklusive Zeit- und Mengenmessung erfassen und speichern.
© PTB / TRD Auto

 

Ziel ist es laut PTB, das neue System zu einem praktisch einsetzbaren Referenzmessgerät zu entwickeln. Damit könnten in Zukunft Hersteller, Betreiber von Ladepunkten und Eichbehörden überprüfen, ob der Ladevorgang ordnungsgemäß abläuft. Ende 2018 soll das System voll einsatzfähig sein. Und zwar mit Ladepunkten mit den Stecksystemen Typ 1, Typ 2 und CCS Typ 2 bis maximal 1.000 Volt und 125 Ampere.

StromtankeHonda

Die neue Hochvolt-Schnellladestation am Firmensitz von Honda R&D Europe soll verschiedene Energieerzeugungsanlagen mit Energieverbrauchern am Forschungsstandort Offenbach zusammenbringen.
© Honda / TRD Auto

Unternehmen unterschätzen Terrorismus

(TRD/WID) Der internationale Terrorismus ist nicht nur eine Gefahr für politische Systeme, sondern auch für Unternehmen. In Wirtschaftskreisen wird dieses Risikopotential allerdings bislang verkannt. Acht von zehn Vorständen und Geschäftsführern in Deutschland sind der Meinung, das Thema habe eher keine Folgen für die Geschäftstätigkeit ihrer Firma.

Laut einer Umfrage der Unternehmensberatung ROC glauben 82 Prozent der Top-Manager von Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern, der internationale Terrorismus beeinflusse nicht die Geschäftstätigkeit des Unternehmens. Drei Viertel vertreten die Ansicht, das Thema habe keine Folgen für die eigene Branche. Und mehr als vier von zehn Vorständen und Geschäftsführern wissen nicht, dass sie laut den Anti-Terror-Verordnungen der Europäischen Union (EU) sicherstellen müssen, Personen nicht finanziell zu unterstützen, die dem internationalen Terrorismus zuzuordnen sind. Das könne beispielsweise durch Lohnzahlungen im Ausland der Fall sein.

Terrorismus

Viele Unternehmen unterschätzen die Gefahren des internationalen Terrorismus. © Monie Luv / pixabay.com / TRD Wirtschaft

„Unsere Studie zeigt, dass viele Unternehmenslenker die Folgen des internationalen Terrorismus für ihren Betrieb unterschätzen. Das ist hochgefährlich, zumal 77 Prozent der von uns befragten Unternehmen international arbeiten“, sagt Oliver Back, Global COO der ROC Group. „Wer seine Pflicht vernachlässigt, die Mitarbeiterdaten mit bestehenden Terrorlisten abzugleichen, riskiert ein Strafverfahren und damit auch wirtschaftliche Folgen für sein Unternehmen. Hinzu kommt der Imageschaden.“

Lediglich 20 Prozent aller Unternehmen haben der Unternehmensberatung zufolge entsprechende Maßnahmen bereits abgeschlossen, während 38 Prozent noch in der Umsetzung stecken. Weitere 17 Prozent sind noch nicht aktiv geworden, planen das aber. Mehr als sechs von zehn Firmen haben laut der ROC-Studie zufolge einen Verantwortlichen benannt, der aktuelle Entwicklungen bezüglich Terror-Gefahren stets im Blick hat.

Datenschutz verhindert Vatersuche

Vatersuche

Die informationelle Selbstbestimmung ist ein Grundpfeiler des Datenschutzes.
© geralt / pixabay.com/ TRD Recht und Billig

(TRD/CID) Mit dem Datenschutz ist es so eine Sache. So bildet die informationelle Selbstbestimmung beispielsweise die Grundlage für die bestehenden Datenschutzgesetze wie das Bundesdatenschutzgesetz oder die Landesdatenschutzgesetze. In jüngerer Zeit hat es in der verfassungsgerichtlichen Rechtsprechung eine große Rolle gespielt. So wurde die Rasterfahndung in Nordrhein-Westfalen für verfassungswidrig erklärt, sofern sie nur auf Grundlage einer „allgemeinen Bedrohungslage“ geschieht. Auch der sogenannte „große Lauschangriff“ musste um einen Straftatenkatalog und um explizite Löschungsvorschriften ergänzt werden (BVerfG, Az.: 1 BvR 2378/98). 

Das Recht auf informationelle Selbstbestimmung findet aber auch in Zivilprozessen immer öfter Eingang, wie das Beispiel einer Frau zeigt, die sich gemeinsam mit einem männlichen Begleiter für vier Tage in einem Hotel eingemietet hatte. Das Stelldichein blieb nicht ohne Folgen: Rund neun Monate später brachte sie einen gesunden Jungen zur Welt. Der Vater war mit einiger Wahrscheinlichkeit der männliche Begleiter, der nach eigenen Aussagen Michael hieß. Mehr aber wusste die Frau nicht von dem Mann.

Darum verlangte sie von dem Hotel die Anschrift und den vollständigen Namen des Mannes, um Unterhaltsansprüche geltend zu machen. Das Hotel weigerte sich. Es bestehe kein Anspruch auf Auskunft, außerdem seien in dem betreffenden Zeitraum vier Männer mit Namen Michael im Hotel gewesen. Die Frau klagte gegen die Hotelkette – und scheiterte. Das Recht der betroffenen Männer auf informationelle Selbstbestimmung und auf den eigenen Schutz der Ehe und Familie überwiege die Rechte der Klägerin, entschied das Gericht. Die betroffenen Männer – auch der mutmaßliche Vater – hatten laut Rechtschutz-Experten zudem ein Recht auf Achtung der Privat- und Intimsphäre (AG München, Az.: 191 C 521/16).

Verseuchte Chrome-Plugings im Visier der Hacker

(TRD/CID) Experten warnen aktuell vor Adware-verseuchten Versionen von Chrome-Plugins. Opfer sind unter anderem das Developer- sowie das OCR-Plugin Copyfish. Die Entwickler der Chrome-Erweiterungen wurden nach Informationen des Portals „Security Insider“ in beiden Fällen per Phishing-Attacke um ihre Zugangsdaten gebracht.

Doch wie gelangte Chrome ins Visier der Hacker? Sowohl der Entwickler des Web Developer-Plugins als auch von Copyfish berichten, dass sie eine E-Mail erhielten, die angeblich von Google kam. Darin wird ihnen vorgeworfen, dass ihre Plugins nicht den Vorgaben des Chrome-Stores entspricht. Sie klickten den Link in der E-Mail und landeten auf einer gut gemachten Fälschung der Entwicklerseite für Chrome. Beide gaben die Zugangsdaten ein und dachten sich nichts weiter.

Bereits kurze Zeit später häuften sich die Meldungen, dass verstärkt Adware bei den Nutzern der jeweiligen Erweiterungen auftrat. Beide Entwickler stellten überrascht fest, dass irgendjemand eine neue Version der jeweiligen Erweiterung in den Chrome-Store hochgeladen und über die Update-Funktion an die Nutzer verteilt hat. Im Fall von Copyfish wurden die Entwickler sogar vom Account ausgeschlossen und hatten keinen Zugriff mehr auf die Erweiterung.

Inzwischen sind beide Erweiterungen wieder unter der Kontrolle der Entwickler, Nutzer sollten schnellstmöglich die aktuellen Versionen installieren. Laut den Machern von Copyfish kamen die Änderungen von einem Macbook, die IP war angeblich in Russland – das lässt sich aber über einen VPN leicht fälschen.

Die Attacken auf die beiden populären Plugins waren extrem gut gemacht. Die Phishing-Seiten und die E-Mails waren auf die Entwickler abgestimmt und die verseuchten Updates wurden innerhalb kurzer Zeit an die Nutzer ausgerollt. Laut „Security Insider“ liege es nahe, dass weitere Plugins angegriffen wurden. Der Rat der Experten: Sollten Sie seltsames Verhalten feststellen, seien Sie extrem vorsichtig.

Chrome

Cyberkriminelle haben einige Plugins des Google Chrome Browsers mit Adware zugemüllt. © geralt / pixabay.com / TRD Technik

Wacken Open Air: Metalheads gegen Blutkrebs

Wacken Metalheads

– Auf dem Wacken Open Air Festival können sich die Besucher auch über Blutkrebs und Stammzellen-Spenden informieren. © DKMS / Wacken Foundation / TRD Blog News Portal

(TRD/MP) Im Kampf gegen Blutkrebs beweisen Metal-Fans wahres Herzblut. Denn anders als ihre dunklen Aufmachungen vermuten lassen, feiern die „Metalheads“ auf ihrem alljährlichen Musikfestival im berühmten Wacken auch das Leben. Auf dem Festivalgelände im namensgebenden Ort in Schleswig-Holstein rührt die gemeinnützige DKMS die Werbetrommel für die Spende von Stammzellen.

Die Aktion konnte seit ihrer Einführung im Jahr 2014 bereits fast 5.000 Festivalbesucher für den guten Zweck gewinnen. 21 von ihnen haben tatsächlich Stammzellen gespendet, die Patienten in der ganzen Welt zugute kamen. Das Wacken Open Air Festival findet vom 3. bis zum 5. August 2017 statt. Hier geht es nach Wacken.

 

 

 

Betrug mit Schrottautos aus den USA

DAV

Üble Masche: Unfallautos aus den USA werden im großen Stil in Litauen notdürftig aufbereitet und in Deutschland teuer verkauft.
© DAV/ TRD Blog News Portal

(TRD/MID)  Unfallwagen aus den USA werden offenbar im großen Stil über Litauen exportiert, dort notdürftig repariert und dann nach Deutschland exportiert und teuer verkauft. Nach Recherchen des ARD-Magazins PlusMinus „hat jeder vierte in Deutschland gehandelte Gebrauchtwagen aus den USA einen verschleierten Totalschaden“. 

Diese Zahl nannte jedenfalls das Verbraucherportal Carfax Vehicle History Report, das im Auftrag des TV-Senders die Historie eines Audi S5 überprüfte. Den hatte ein Münchner für 34.000 Euro gekauft. Resultat der Recherchen über das Vorleben des schwarzen Coupés: Der Wagen hatte in den USA nach einen Unfallschaden einen sogenannten „Salvage Title“ bekommen – er gilt als wirtschaftlicher Totalschaden und darf in den USA nicht mehr verkauft werden.

Per „Salvage-Auktion“ landete der Wagen in Litauen, dort wurde er aufbereitet. Laut Angaben der dortigen Polizei geschieht das häufig mit in Deutschland gestohlenen Ersatzteilen. Per Einzelabnahme bekam der Audi deutsche Papiere und wurde von einem Händler in Kassel an die Münchner verkauft. Deren vermeintliches Schnäppchen entpuppte sich aber schnell als Komplett-Reinfall: Erst fielen Radio und Navi aus, dann entdeckten die Besitzer dicke Schweißnähte im Motorraum – und der Wagen sprang überhaupt nicht mehr an. Gegen den Händler ermittelt jetzt die Kasseler Staatsanwaltschaft – und die Münchner Käufer wollen mit Hilfe eines Rechtsanwalts ihr Geld zurück.

Wirtschaft und Gesellschaft: Nachrichten aus der Welt der Mobilität

Schöner Sitzen im Auto der Zukunft

(TRD/MID) Mit der Einführung selbstfahrender Autos gehen gravierende Veränderungen der Innenräume einher. Das bedeutet vor allem größere Gestaltungsfreiräume für die Designer – insbesondere bei der Anordnung der Sitze, denn der Fahrer muss ja nicht zwingend in Fahrtrichtung hinter einem Lenkrad Platz nehmen. Und auch alternative Nutzungsmodelle wie Carsharing spielen eine wichtige Rolle. Adient zeigt im September auf der IAA in Frankfurt am Main sein Konzept für die Auto-Zukunft: den AI18.“Die optimale Fahrzeug-Architektur für künftige urbane Lebensräume bietet kompakte Ausstattungslösungen, die sich vielen Nutzern mit verschiedenen Anforderungen in möglichst jeder Situation anpassen. Ein Anspruch, bei dem insbesondere dem Fahrzeug-Innenraum mit seinem Sitzsystem eine entscheidende Rolle zukommt“, erklärt Richard Chung, Vice President Innovation bei Adient. Kurz gesagt: Nach den „Fahrmodi“ für verschiedene Situationen hinsichtlich Untergrund und Wetter folgen nun die „Sitzmodi“ für verschiedene Fahrer und Nutzungsszenarien.

Adient

Auto-Innenräume sollen sich bei autonomen Fahrzeugen durch verschiedene Sitz-Modi an die jeweilige Nutzungsart anpassen lassen.
© Adient/ TRD Blog Wirtschaft und Gesellschaft

Bei Letzteren unterscheidet Adient fünf Spielarten: „Neben einem Lounge-Modus bietet das Sitzsystem des AI18 die sogenannten ‚Communication‘-, ‚Cargo‘-, ‚Baby Plus‘- und ‚Family‘-Modi. Sie stellen ihren Nutzern situationsbedingt die passenden Sitzkonstellationen und Platzverhältnisse sowie unterschiedliche Nutzungsoptionen und technische Unterstützungen bereit, um die Fortbewegung so effizient, komfortabel und sicher wie möglich zu machen“, sagt Richard Chung.

Beim Lounge-Modus zum Beispiel liegt der Fokus klar auf Komfort und Entspannung. Etwa durch Vordersitze mit Massagefunktion und einem sogenannten „anthropometrischen Drehpunkt“, wodurch sich die Sitze besonders weit nach hinten neigen lassen. Die übrigen Komponenten wie die Kopfstütze, integrierte Armlehnen und eine gesonderte Beinauflage sind synchronisiert, um sich mit dem Körper zu bewegen.

Weitere Details gibt Adient bisher nicht preis, aber die Idee ist simpel und einleuchtet. So steht beim Ladungs-Modus möglichst viel Platz für Gepäck zur Verfügung, beim Kommunikations-Modus sitzen sich die Insassen vermutlich gegenüber und beim Baby Plus Modus ist wohl ein Teil des Wagens für den Kinderwagen reserviert. Es wird dann sicher auch nicht lange dauern, bis modular aufgebaute Kinderwagen sich praktisch in ein Schienensystem einklicken lassen. Schöne neue Autowelt. Einzig der Familien-Modus könnte den traditionellen Innenräumen – wie wir sie heute kennen – ähneln.

Über diese Vorzüge hinaus will Adient mit seinen neuartigen Sitzen durch neue Bauteil-Geometrien und alternative Materialien auch Gewicht einsparen. „Schlankere Sitzsysteme mit geringerem Gewicht tragen nicht nur dazu bei, den Kraftstoffverbrauch von Fahrzeugen zu senken oder die Reichweite von Elektrofahrzeugen zu erhöhen“, sagt Richard Chung.

 

Bremsen- und Kupplungshersteller muss umbauen für Übernahme

Es kommt Bewegung in die Übernahme des deutschen Bremsen- und Kupplungsherstellers FTE durch den französischen Automobilzulieferer Valeo. Die Europäische Kommission hatte unlängst noch auf die Bremse getreten.

valeo

Der Automobilzulieferer Valeo möchte die FTE automotive Gruppe übernehmen, einen führenden Hersteller von Kupplungs- und Getriebeaktuatoren.
© Valeo / TRD Wirtschaft und Gesellschaft

Sie äußerte Zweifel daran, dass das Geschäft mit hydraulischen Aktoren den EU-Richtlinien entspricht. Denn Valeo ist bereits in diesem Bereich mit einer eigenen Sparte aktiv.  

Um nun den Richtlinien genüge zu tun, beabsichtigt Valeo den Verkauf seiner eigenen Sparte an den italienischen Zulieferer Raicam, einem Spezialisten für Kupplungs- und Bremssysteme. Dies sei die bestmögliche Option für Mitarbeiter sowie Kunden, sagt das Unternehmen. Sollte Valeo nach Umsetzung der angekündigten Veränderung die Zustimmung der Europäischen Kommission für die FTE-Übernahme erhalten, soll die Veräußerung der bis dahin eigenen Sparte an Raicom bereits im letzten Quartal des Jahres 2017 vonstatten gehen. Valeo hatte Mitte 2016 angekündigt, FTE übernehmen zu wollen.

BUND verklagt Kraftfahrtbundesamt

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat beim Verwaltungsgericht Schleswig Klage gegen das Kraftfahrtbundesamt (KBA) erhoben. Die Naturschutzorganisation möchte damit ein Verkaufsverbot für Diesel-Neuwagen erreichen, deren Stickoxid-Ausstoß zu hoch ist.

Bund

Der BUND hat Klage gegen das Kraftfahrtbundesamt erhoben und möchte damit Diesel-Verkaufsverbote für Neuwagen erreichen, deren Stickoxid-Ausstoß zu hoch ist.
© Jörg Farys / BUND/ TRD Wirtschaft und Gesellschaft

Diesel-Neuwagen, die den Emissionsgrenzwert von 80 Milligramm Stickoxid pro Kilometer auf der Straße um ein Vielfaches überschreiten, dürfen nicht mehr verkauft werden, lautet die Forderung der Umweltschützer. Nach Auffassung des BUND muss das KBA bei Grenzwertüberschreitungen ein Verkaufsverbot für die beanstandeten Pkw verhängen. Dazu sei die Behörde nach Artikel 10 Absatz 5 der Verordnung (EG) Nr. 715/2007 verpflichtet. Ein vom BUND Anfang 2017 beim Verwaltungsgericht Schleswig gestellter Antrag auf einstweilige Verfügung war von diesem abgelehnt worden. Die Umweltorganisation sieht jedoch nach eigenen Angaben weiter dringenden Handlungsbedarf.

 

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