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Hitzewelle in Deutschland: Das sollten Sie wissen

AOK Hitze

Bei hohen Temperaturen und Schwüle sind einige Verhaltensregeln zu beachten. Sportliche Aktivitäten sollten zum Beispiel auf die kühleren Morgen- und Abendstunden vertagt werden.
© AOK Mediendienst /TRD Wellness und Gesundheit

(TRD/MP) Die Hitzewelle rollt über Deutschland, und was für manche ein Hochgenuss und Sommer pur ist, kann für viele Menschen eine echte Gefahr darstellen. Durch die Hitze könnten sogar mehr Menschen sterben als gewöhnlich, warnen die Malteser.

Ab 37 Grad Celsius ist eine kritische Temperatur erreicht, besonders wenn es schwül ist, die dazu führt, dass die körpereigene Temperaturregelung überfordert ist. Sonnenstich, Hitzschlag, Erschöpfung und Kreislaufversagen sind die Folgen. „Bei Säuglingen und Kleinkindern ist die Regelung der Körpertemperatur über das Schwitzen aufgrund der vergleichsweise geringen Körperoberfläche nur eingeschränkt möglich“, sagt Dr. Rainer Löb, Bundesarzt des Malteser Hilfsdienstes. „Bei älteren Menschen funktioniert die Wärmeregulierung nicht mehr so gut wie in jungen Jahren. Und chronisch Kranke sind körperlich sowieso schon vorbelastet. Nur mit mehr Trinken ist es nicht getan. Richtiges Verhalten bei Hitze schützt.“

Die Malteser empfehlen, körperliche Belastungen und die direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden, Sport morgens oder abends zu betrieben, viel zu trinken (zwei bis vier Liter), am besten körperwarme Getränke, zum Beispiel Lauwarme Hühner- oder Rinderbrühe oder Tees. Alkohol und Süßes sollte tabu sein.

Wer nach draußen muss, sollte eine Kopfbedeckung tragen und Sonnencreme nutzen. Damit es drinnen kühl bleibt beziehungsweise nicht zu stark aufheizt, empfiehlt es sich, nur morgens und abends zu lüften und ansonsten die Räume abzudunkeln sowie Türen und Fenster geschlossen zu halten.

Wer Personen, die durch die Hitze gesundheitliche Probleme bekommen, zu Hilfe eilen muss, sollte folgendes beachten: Den Patienten in den Schatten oder an einen kühlen Ort bringen, den Oberkörper erhöht lagern, enge Kleidung lockern, mit feuchten Umschlägen, etwa am Kopf, kühlen, Mineralwasser reichen und bei Kreislauf- oder Bewusstseinsstörungen sofort den Rettungsdienst rufen – Notrufnummer: 112.