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Heilfasten – dann aber richtig

Traditionell beginnt nach Weihnachten für einige Menschen eine Phase körperlicher Enthaltsamkeit. Doch damit das Heilfasten nicht die Gesundheit gefährdet, gibt es einiges zu beachten. Foto: ©Juergen Acker/Pixelio /TRD Pressedienst blog newsportal

apfelherz

(TRD/MP) Manche wollen in der Zeit bis Ostern auf Süßigkeiten oder Alkohol verzichten, andere möchten durch eine Diät oder durch Heilfasten zusätzlich einige lästige Pfunde verlieren. Von Crashdiäten mit einseitiger Ernährung ist dabei allerdings abzuraten. Strenge Essensvorschriften führen zu Heißhungerattacken und viel Frust, sie bieten im Alltag keinen dauerhaften Erfolg. Vielmehr ist der sogenannte Jojo-Effekt, also ein ständiges Ab- und Zunehmen programmiert. Stattdessen ist es besser, die Fastenzeit zu einer Ernährungsumstellung zu nutzen und dem überflüssigen Gewicht durch eine Kombination aus gesunder Kost und Bewegung zu Leibe zu rücken. Wichtig ist es, dass dabei ausreichend Vitamine und Mineralstoffe aufgenommen werden. Es ist hilfreich, nur bei Hunger und auch nicht über das Sättigungsgefühl hinaus zu essen. Zudem ist auf den Flüssigkeitshaushalt zu achten. Zwei Liter am Tag zu trinken gilt als gesundes Maß. Dabei sind Saftschorlen, Kräutertees und Mineralwasser am besten geeignet. So lindert Wasser beispielsweise nicht nur das Hungergefühl, sondern steigert auch den Energieumsatz des Körpers. Für manche Menschen kann das Heilfasten der richtige Start in eine gesündere Lebensweise sein. Dabei sind allerdings einige Regeln zu beachten. Grundsätzlich ist es ratsam, vor dem Fasten einen Arzt aufzusuchen. So kann sichergestellt werden, dass der Nahrungsverzicht keinen gesundheitlichen Schaden anrichtet. Ein unkontrolliertes Hungern kann bei verschiedenen Erkrankungen sehr gefährlich sein und auch bei gesunden Menschen zum Kollaps führen. Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Krebs, Diabetes oder einer Schilddrüsenüberfunktion ist auf das Fasten zu verzichten. Auch kurz nach einer Operation oder Infektionskrankheit und während der Schwangerschaft oder Stillzeit ist von einer Fastenkur abzuraten. Für Kinder sind Diäten und Fastenkuren generell nicht geeignet. Nur unter ärztlicher Aufsicht sollten Menschen mit Gicht oder Depressionen sowie Patienten fasten, die ständig Medikamente nehmen.

Beim Heilfasten erliegen einige Menschen einem Irrglauben: dem Entschlacken. Normalerweise wird das Heilfasten mit einer kalorienreduzierten Kost über zwei Tage eingeleitet. Um den „Reinigungseffekt“ zu verstärken, kann die Kur mit der Einnahme von Bitter- oder Glaubersalz zur Abführung begonnen werden. Danach wird vor allem auf stilles Mineralwasser und je nach Fastenart auf Säfte oder Tees gesetzt. Viele Menschen glauben, mit dem Abführen und anschließendem Fasten ihrem Körper etwas Gutes zu tun, weil sie Schadstoffe und sogenannte Schlacken beseitigen. Aber im Körper fällt keine Schlacke an, sondern höchstens Stoffwechselprodukte oder Toxine. Die entsorgt jedoch ein gesunder Organismus problemlos über die Leber, die Nieren und den Darm. Eine Ver- oder Entschlackung ist medizinisch weder nachweisbar noch zu vertreten. Oftmals „reinigen“ sich zu enthusiastische Fastende nicht innerlich, sondern laugen sich aus, sind anschließend unterzuckert und haben einen aus den Fugen geratenen Wasserhaushalt.
Beim Fasten sinkt der Blutdruck, Kreislauf und Herz werden entlastet und der Körper wird entwässert. Anfangs nutzt der Körper seine Kohlehydratreserven in Leber und Muskeln, nach vier bis fünf Tagen werden jedoch auch Eiweiß- und Fettreserven angegriffen. Da eine körperliche Betätigung während des Fastens schwerfallen kann, bietet es sich an, die Fastenkur im Urlaub durchzuführen. Außerdem werden auf diese Weise auch die Mitmenschen geschont, da beim Fasten stärkere Körpergerüche entstehen können und auch die Stimmung sich verändern kann.Die Kur kann zwischen drei und 15 Tagen dauern. Ein länger als fünf Tage dauerndes Heilfasten sollte allerdings nur unter ärztlicher Aufsicht stattfinden. Das Ende einer Kur darf nicht zu abrupt erfolgen. Der Körper muss über mehrere Tage mit kleinen Portionen schonender Kost wieder an normale Nahrung gewöhnt werden. Den Auftakt können beispielsweise ein Apfel oder eine kleine Portion Reis bilden.

Äpfel sind wahre Gesundbrunnen

Manche Apfelsorten die früh reifen, haben eher unbekannte Namen wie „Pfirsichroter Sommerapfel“ oder „Charlamowsky“. Andere wie der Klarapfel oder der Gravensteiner Apfel gehören zu den bekannteren der in Deutschland heimischen frühreifen Apfelsorten. Ihnen und auch ihren später reifenden Verwandten wie dem „Wohlschmecker aus Vierlanden“ ist gemeinsam, dass sie eine gesunde Mischung aus Vitaminen, Spurenelementen, Ballast- und Mineralstoffen enthalten.

Aber nicht nur das macht die Frucht aus der Familie des Kernobstes zu einem wahren Gesundbrunnen. Schon das Hineinbeißen in das Obst kräftigt und reinigt gleichzeitig Zähne und Zahnfleisch, denn die Apfelsäure wirkt im Mundraum desinfizierend. Der Genuss von Äpfeln ist anregend auf die Verdauung, kann Entzündungsprozesse hemmen und Darmflora und Immunsystem stärken. Apfelsäure wirkt vorbeugend gegen Gicht und Rheuma, indem sie überschüssige Harnsäure verdrängt. Das Kernobst enthält darüber hinaus sogenannte Flavonoide und Phenolsäuren, die häufig auch einfach Antioxidantien genannt werden. Sie können das Krebsrisiko verringern, Herzinfarkten entgegenwirken und das Abwehrsystem stärken. Gerade die sogenannten „alten Apfelsorten“, also Sorten die es unverändert seit oft weit mehr als Hundert Jahren gibt, stehen in dem Ruf, besonders viele dieser antioxidativen, also potenziell zellschützenden Substanzen zu enthalten.

Die Wirkstoffe der runden Frucht schützen zudem offenbar vor Arteriosklerose und Thrombosen, ihr Fruchtzucker ist gut fürs Nervenkostüm. Weil das Obst eine so große Anzahl gesunder Fakten in sich vereint, rät auch die Techniker Krankenkasse dazu, täglich zwei Äpfel zu essen. Das ist ganz im Sinne des altbekannten Sprichworts: „An apple a day keeps the doctor away“. Die Schale sollte dabei tatsächlich immer mitgegessen werden. Denn, so Ulrike Fieback von der TK: „Direkt unter der Schale sitzen die meisten Vitamine und 70 Prozent der wertvollen Inhaltsstoffe.“

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