Vorsorge und Versorgung

Häuslebauer können Steuern sparen

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Wer beim Hausbau selber anpackt, kann bei der Grundsteuer Geld sparen. © whitesession / pixabay.com / TRD Bauen und Wohnen

(TRD/WID) Die Grunderwerbssteuer kann den Hauskauf deutlich verteuern. In einigen Bundesländern ist es besonders teuer: 6,5 Prozent des Kaufpreises fordert der Fiskus aktuell in Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Brandenburg, Saarland und Thüringen. Doch es gibt Tricks, um die Zahllast zu reduzieren. Direkt von der Steuer absetzen lässt sich eine privat genutzte Immobilie freilich nicht. Doch gibt es unter anderem die Möglichkeit, die Grundsteuer zu drücken.

 

Dies kann gelingen, wenn Grundstück und Haus getrennt erworben werden, sagt der Geschäftsführer des Baufinanzierungsportals Baufi24.de. Besteuert wird nämlich nur der Kauf des Grundstücks. Und dies ist in der Regel günstiger als das Haus selbst. Aber Vorsicht: Besteht ein zeitlicher oder vertraglicher Zusammenhang zwischen Grundstücks- und Gebäudekauf sind Probleme meist programmiert. „Je mehr Zeit zwischen beiden Ereignissen liegt – wenn möglich etwa ein halbes Jahr – desto besser“, rät Scharfenorth.

Nutzen können diesen Trick allerdings nur Häuslebauer, nicht Käufer eines schon existierenden Gebäudes. Denn das Finanzamt legt für die Berechnung immer den gesamten Kaufpreis zugrunde. Bei einer Bestandsimmobilie, die bereits auf einem Grundstück steht, ist eine Trennung nicht möglich.

Doch gibt es noch andere Kniffe, um Steuern zu sparen: Kosten für den Umzug, die ein Hauskauf zur eigenen Nutzung meist mit sich bringt, lassen sich steuerlich absetzen. Bei einem Wechsel des Wohnortes aus beruflichen Gründen, machen Steuerpflichtige diese Ausgaben als Werbungskosten geltend. „Dies ist auch dann der Fall, wenn sich der Arbeitsweg dank der neuen Immobilie deutlich verkürzt hat oder Arbeitnehmer für einen neuen Job aus dem Ausland zurückkehren“, sagt Scharfenorth. „Dazu zählen nicht nur Transportkosten, sondern auch Meldegebühren sowie Kosten für eine Ummeldung von Fahrzeugen und sogar durch den Schulwechsel bedingte Nachhilfekosten der Kinder.“

Außerdem besteht die Möglichkeit, Beiträge zur Riester-Rente geltend zu machen: Wer in die Riester Rente einzahlt, könne bereits angespartes Vermögen in die Finanzierung einfließen lassen und so das Eigenkapital erhöhen, erklärt Scharfenorth. Riester-Beiträge lassen sich genauso wie die Zulagen, die der Staat dafür zahlt, in Höhe von bis 2.100 Euro pro Jahr von der Steuer absetzen.