Goldene Zeiten für Elektroschrottsammler

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Aus Alt mach Neu: Derzeit werden nur 12,5 Prozent des entstehenden Elektroschrotts bei der Herstellung neuer Produkte wiederverwendet. © Microsoft / TRD Technik

(TRD/CID) Elektroschrott muss noch lange kein altes Eisen sein. IT-Gigant Dell setzt auf die Wiederverwendung von Gold aus alten Elektronikgeräten. Dazu wird jetzt ein entsprechendes Pilot-Projekt gestartet.

Im Frühjahr 2018 wird das Edelmetall in einem Pilotprojekt unter anderem in Motherboards enthalten sein und 2019 zudem für die Herstellung von Millionen weiterer neuer Motherboards genutzt, teilt das US-Unternehmen mit.

Dell erweitert damit sein Kreislauf-Programm für Kunststoffe und Edelmetalle. Derzeit werden nur 12,5 Prozent des entstehenden Elektroschrotts bei der Herstellung neuer Produkte wiederverwendet. Allein in den USA werden jedes Jahr Gold und Silber im Wert von umgerechnet rund 50 Millionen Euro aus nicht mehr benötigten Telefonen weggeworfen.

Die Wiederverwendung von Gold aus gebrauchten Geräten habe nicht nur wirtschaftliche, sondern auch ökologische Vorteile, teilt Dell dazu mit. So würden Schäden für Gesundheit und Umwelt, die mit dem Abbau von Gold verbunden sind, vermieden. Das in Motherboards verbaute Gold wird im Rahmen einer Kreislauf-Lieferkette recycelt und in neuen Motherboards oder anderen Produkten wiederverwendet.

Ein Rechenbeispiel haben die IT-Spezialisten auch parat: In einer Tonne Motherboards sei bis zu 800 Mal mehr Gold vorhanden als in einer Tonne Erz, heißt es. Das mache die enorme Bedeutung solcher Anstrengungen sehr deutlich. Schon seit mehr als einem Jahrzehnt arbeitet Dell an der Verwendung von nachhaltigen Materialien in Produkten und Verpackungen. Seit 2012 hat Dell mehr als 22.000 Tonnen Material aus Altgeräten in neuen Produkten recycelt. Im Rahmen des „Legacy of Good“-Programms hat der Konzern zugesichert, bis 2020 insgesamt 45.000 Tonnen an recycelten Materialien in seinen Produkten wieder zu verwerten.