Medizin und Ernährung

Gesundheits-News kurz angeklickt: +++ Angst vor Haarausfall +++ Krebszellen mögen offenbar Zucker +++ Der nächste Schnupfen kommt bestimmt

Fruktose lässt sogar Krebs wachsen

(TRD/MP) Krebszellen scheinen sich von Zucker – also Saccharose – zu ernähren. Jedoch zeigen wissenschaftliche Studien an der Universität von Kalifornien, Los Angeles (UCLA), dass sich Krebszellen, die man im Labor wachsen lässt, viel schneller vermehren und ausbreiten, wenn man ihnen reinen Fruchtzucker – also raffinierte Fruktose – anstelle von Haushaltszucker gibt.

Eine besondere Bedeutung kommt Tumorzellen der Bauchspeicheldrüse zu. Diese Krebszellen verursachen im Körper einen fast unheilbaren Tumor. Kaum jemand überlebt diese spezielle Krebsform. Wenn man ihnen reinen Traubenzucker füttert, gedeihen sie zwar auch prächtig, aber mit Fruchtzucker gelingt ihnen die Vermehrung und Ausbreitung in nahezu rasender Geschwindigkeit.

Dazu muss man auch noch wissen, dass die Bauchspeicheldrüse Fruktose nicht so leicht verstoffwechseln kann wie Glukose. Aus diesem Grund soll Fruktose diese gefährliche Krebsart weit mehr fördern, als dies bei Traubenzucker der Fall ist.

Die Industrie profitiert von Fruktose durch ihre höhere Süßkraft. Sie braucht weniger Fruktose als normalen Zucker, um ein Getränk ebenso süß herzustellen. Deshalb bevorzugt sie auch diese Süße.

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Eine Glatzenbildung schon ab dem 30. Lebensjahr geht offenbar mit einem reduzierten Prostatakrebsrisiko einher. Zu diesem Ergebnis sind nun US-amerikanische Wissenschaftler in einer Studie gekommen. Quelle: GerryT/Flickr /TRD Gesundheit

Die Angst vor einer Glatze

(TRD/MP) Haarausfall und die Angst vor einer Glatze setzen Männer offenbar mehr zu als bislang angenommen. So würde laut aktueller Umfrage jeder vierte Mann zwischen 18 und 24 Jahren sogar einige Lebensjahre eintauschen, um wieder volles Haar zu bekommen. Bei den 25 bis 34-Jährigen sagen immerhin 73 Prozent der Männer, dass Haarausfall zu psychologischen Problemen führen kann.

Wenn sich das Haar lichtet, der Scheitel sichtbar wird oder sich Geheimratsecken bilden, greifen daher viele Betroffene zu Arzneimitteln. Neueste Forschungsergebnisse bestätigen nun eine alternative Therapie gegen erblich bedingten Haarausfall. Diesbezüglich wurde die jüngste Studie gerade auf dem Welt-Kongress der Entwickler kosmetischer Produkte (IFSCC) in München vorgestellt.

Für Haarausfall-Betroffene, die jedes Risiko von Nebenwirkungen ausschließen möchten, bietet sich mit Coffein eine wirksame Therapiealternative. Coffein stimuliert die Haarwurzel und blockiert den negativen Einfluss von Testosteron, welches für den vorzeitigen Ausfall verantwortlich ist. Werden die Haarwurzeln regelmäßig mit Coffein versorgt, beugt das erblich bedingtem Haarausfall vor.

Haarausfall ist ein globales Problem. Bei rund 80 Prozent der Betroffenen rührt der Haarausfall nicht von einer Krankheit, sondern ist der Genetik geschuldet: Man spricht von erblich bedingtem Haarausfall beziehungsweise androgenetischer Alopezie. Wer nun auf Arzneiwirkstoffe setzt, sollte berücksichtigen, dass pharmakologische Substanzen über Nebenwirkungen verfügen (Kopfschmerzen, Juckreiz, Haarwuchs außerhalb des Kopfes oder Potenzstörungen).

Der nächste Schnupfen kommt bestimmt

(TRD/MID) Auch wenn sich der traumhafte Sommer 2018 noch einmal von seiner schönsten Seite zeigt: Der Herbst und damit auch das nasskalte Schmuddelwetter sind auf dem Vormarsch. Und damit lässt vermutlich auch die nächste Erkältung nicht lange auf sich warten. Diese sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Was mit einem harmlosen Halskratzen beginnt, kann sich von Schnupfen und Husten über Druckkopfschmerz zu einem langwierigen Infekt entwickeln. Besser ist es, den Atemwegsinfekt frühzeitig zu bekämpfen. Schnelles Handeln kann den Verlauf deutlich beeinflussen und eine Verschlimmerung der Erkältung zu Bronchitis oder Sinusitis (Entzündung der Nasennebenhöhlen) verhindern.

Schnupfenfrau

Mit dem herbstlichen Schmuddelwetter treiben auch Erkältungsviren wieder verstärkt ihr Unwesen.
© G. Pohl Boskamp GmbH & Co. KG /TRDgesundheit

Erkältungsviren sind unglaublich vielfältig und wandelbar. Die häufigsten Auslöser für Husten und Schnupfen sind Rhinoviren, die in drei Untergruppen mit 150 Varianten unterschieden werden. Dieser sich ständig verändernden Vielfalt hat unser Immunsystem wenig entgegenzusetzen; ein Grund, warum wir uns immer wieder erkälten. Fängt es im Hals an zu kratzen, lässt der erste Nieser nicht mehr lange auf sich warten. Unser Immunsystem reagiert auf die eindringenden Erkältungsviren. Das verursacht Symptome – und zwar genau da, wo sich die Viren gerade befinden.

Erkältungsviren verbreiten sich über kleine Tröpfchen. In der Regel gelangen sie über die Hände in Nase oder Rachen. Aus diesem Grund bemerken wir an diesen Stellen die ersten Symptome. Wandern die Erreger weiter, werden Halsschmerzen und Niesen von Schnupfen abgelöst. Manchmal sind auch die Nasennebenhöhlen betroffen. Gelingt es dem Immunsystem nicht, das Fortschreiten der Viren zu verhindern, erreichen diese im weiteren Erkältungsverlauf die unteren Atemwege – die Bronchien. Wir fangen an zu husten, Experten nennen diese Verlagerung der Erkältung Etagenwechsel. Das muss nicht sein, wenn wir den Körper dabei unterstützen, den Normalzustand in Nase und Lunge wieder herzustellen.