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Garagen und Stellplätze: Die Sache mit der Mietpreisbremse

Holzgarage

Die eigene Garage oder ein Stellplatz kann in einigen deutschen Städten und Gemeinden schon  reiner Luxus sein. Fotos: Holzland Jacobsen / TRD Pressedienst

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Der Trend geht vielerorts zu einer Reduzierung der vorgeschriebenen Autostellplätze. Das kann in Städten mit hohem Zuzug und Neubautätigkeit vorübergehend dazu führen, dass Stellplätze knapp und dadurch teurer werden. Foto: Holzland Jacobsen / TRD Pressedienst.

(TRD/MID) Bei Immobilien zeigt die Mietpreisbremse kaum eine Wirkung. Vielleicht sollten die Politiker erst einmal eine Nummer kleiner anfangen und die Preise für Garagen und Stellplätze bremsen. Die klettern gerade in deutschen Großstädten immer weiter in die Höhe. Vor allem im Ländle wird kräftig abkassiert.
Denn in der Schwaben-Metropole Stuttgart kostet eine Garage laut Analyse von immowelt.de durchschnittlich 93 Euro im Monat. Frankfurt am Main, Bürostadt mit zahlreichen Berufspendlern, folgt mit 75 Euro auf Rang zwei. Dahinter belegen München (65 Euro) und Hamburg (63 Euro) die Positionen drei und vier.

Die günstigsten Stellplätze gibt es in Hannover, Dortmund, Dresden und Leipzig (jeweils 40 Euro). Einfluss auf die Höhe der Preise hat neben dem allgemeinen steigenden Mietniveau natürlich das aktuelle Verhältnis von Angebot und Nachfrage, betonen die Experten: Die jeweils im Bundesland gültige Bauordnung regelt dabei, wie viele Autostellplätze pro neu gebauter Wohneinheit bereitgestellt werden müssen. Der Trend geht vielerorts zu einer Reduzierung der vorgeschriebenen Autostellplätze. Das kann in Städten mit hohem Zuzug und Neubautätigkeit vorübergehend dazu führen, dass Stellplätze knapp und dadurch teurer werden.

Datenbasis für die Berechnung der Stellplatz-Mietpreise in den 14 größten Städten in Deutschland waren 4.326 Garagen und Stellplätze, die im Jahr 2016 auf immowelt.de inseriert wurden. Die Preise spiegeln den Median (Mittelwert in der Statistik) der Nettomieten bei Neuvermietung wider.