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Vergleichsportale: Verbraucherschützer schlagen Alarm

Vergleichsportale für Finanzdienstleistungen sollen Verbrauchern helfen, einen besseren Überblick über Angebote und Preise zu erlangen. Doch Verbraucherschützer kritisieren jetzt, dass viele der Portale undurchsichtige Methoden benutzen und ein objektiver Vergleich so gar nicht möglich ist.

Sparschwein

Wer kennt es nicht: Das Sparschwein gibt nichts her. Die Verbraucherzentrale hilft aus – mit Spar-Tipps. © luxstorm / Pixabay.com / CC0/ TRD Pressedienst

(TRD/WID) „Damit Verbraucher Finanzdienstleistungen wie Girokonten und Ratenkredite vergleichen können, brauchen sie einen umfassenden und objektiven Marktüberblick. Vergleichsportale bilden dies jedoch oftmals nicht ab“, sagt Dorothea Mohn, Leiterin Team Finanzmarkt bei dem Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv).

In einer Studie des Instituts für Finanzdienstleistungen (iff) hat der vzbv die fünf am häufigsten genutzten Vergleichsportale für die Finanzdienstleistungen Girokonto, Ratenkredit und Kfz-Versicherung untersuchen lassen.

Bei drei von fünf untersuchten Portalen wurden jedoch Produkte, deren Abschluss nicht über das jeweilige Portal erfolgen kann, in der Voreinstellung herausgefiltert. Für den Nutzer heißt das, dass eventuell geeignete Produkte gar nicht erst angezeigt werden.

„Wenn Vergleichsportale Angebote von solchen Unternehmen herausfiltern, die keine Vertragspartner der Plattform sind, sollten sie sich nicht länger als objektiv präsentieren dürfen. Sie sollten deutlich als das erkennbar sein, was sie tatsächlich sind: Finanzproduktvermittler“, sagt Dorothea Mohn.

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