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Fachleute rechnen im Winter mit mehr Marderschäden

Marder stellen eine Gefahr für Autos dar, die im Freien stehen. Sie nagen unter anderem Zündkabel und Kühlwasser-Schläuche an. ©Titelbild: HELLA /

(TRD/MID) Rund 233.000 Fälle von zerstörten Kabeln oder Isoliermatten pro Jahr sind aktenkundig, so das Versicherungsportal knip.de. Die Experten rechnee für den Winter mit einem neuen Rekord und Kosten von 75 Millionen Euro. Mehr Marderverbiss ist eine Folge der aktuellen Wildtierdichte. Um ihr Revier zu verteidigen, toben sich die männlichen Marder im Motorraum abgestellter Fahrzeuge aus, wenn sie dort den Geruch eines Rivalen feststellen. Zwar kostet eine durchschnittliche Reparatur nur vergleichsweise günstige 260 Euro, im Einzelfall kommt allerdings wesentlich mehr zusammen, etwa wenn sich die nachtaktiven Beißer am Kühlmittelschlauch vergriffen haben und deswegen der Motor überhitzt.Versicherungsexperte Jonathan Schmidt: „Wer sich vor den Kosten, die ein Marderbiss verursachen kann, schützen möchte, muss auf den richtigen Versicherungsschutz achten. Denn die normale Kfz-Haftpflichtversicherung, die in Deutschland für jedes angemeldete Auto Pflicht ist, übernimmt solche Schäden nicht.“ Nur bei Teil- und Vollkaskoversicherung könne man Marderbiss in den Versicherungsbedingungen einschließen. Wichtig: Auch Folgeschäden sollten stets mitversichert werden.

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