Ein moderner Schornstein hilft bei Strom- und Kapazitätsausfällen, bietet Zusatznutzen und Versorgungssicherheit

Ein moderner Schornstein hilft bei Strom- und Kapazitätsausfällen, bietet  Zusatznutzen und Versorgungssicherheit
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Gilt als Glücksbringer: Der Schornsteinfeger. Er reinigt nicht nur Schornsteine. Er kontrolliert auch regelmäßig die Heizungsanlage, misst die Abgaswerte und ist immer ein guter Ansprechpartner beim Thema Heizen. Fotos: IPS/ZIV Schornsteinfeger/TRD Bauen und Wohnen

(TRD) Bei der Hausplanung schafft ein genauerer Blick aufs Dach neue Perspektiven: Die Ausschau nach staatlichen Fördermitteln kann lohnenswert sein, wenn es um den Einsatz von Keramik-Luft-Abgas Schornsteinen zum Beispiel für den optimalen Anschluss und Betrieb von modernen Heizungsanlagen wie auch Holzfeuerstätten bei Neubaumaßnahmen geht.

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Vom Herbst bis in den Frühling bietet ein moderner Kaminofen Komfort und Gemütlichkeit und entlastet die Heizungsanlage. Foto: IPS/Leda/ TRD Bauen und Wohnen

Quelle: Youtube / IPS / Kein Neubau ohne Schornstein

Fast die Hälfte aller Deutschen sind Feuer und Flamme fürs Heizen mit Holz

Darum geht’s: Der Bioenergie-Einsatz mit modernen Biomassekesseln oder Holzfeuerstätten wird bei bestehenden und neuen Gebäuden immer populärer. Während fossile Brennstoffe importiert werden müssen, steht der Energieträger Holz laut Bundeswaldinventur in ausreichender Menge regional in den heimischen Wäldern zur Verfügung. „Holz ist weitestgehend CO2-neutral und bei der Wärmeerzeugung mit erneuerbaren Energieträgern mit über zwei Dritteln Anteil absolut führend“, sagt Winfried Fischer, Vorsitzender der Initiative Pro Schornstein (IPS). Zum Beispiel Scheitholz oder Pellets als klimafreundliches Brennmaterial zu verwenden oder bei Neubaumaßnahmen mit einer Feuerstätte als Absicherung für den Fall von Stromausfällen vorzusehen, erfreut sich bei Bauherren wachsender Beliebtheit. Nicht nur wegen der angenehmen Wohlfühlwärme und einem wachsenden Umweltbewusstsein, sondern auch wegen bestehender staatlicher Fördermöglichkeiten, etwa aus dem Marktanreizprogramm für Holzheizsysteme.

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Moderne Kaminöfen, kombiniert mit einem Keramik-Schornstein, bieten
Unabhängigkeit und Flexibilität sowie ein hohes Maß an Versorgungssicherheit. Foto: IPS/Leda/TRD Bauen und Wohnen

Effizienz steigern – Stromverbrauch senken

Auch die Möglichkeiten zur Effizienz steigernden Kombination einer Feuerstätte mit elektrisch betriebenen Luft-Wasser-Wärmepumpen und der kostensenkende Einsatz in Gebäuden mit niedrigem Wärmebedarf haben diese Entwicklung mit gefördert. „An sehr kalten Wintertagen stoßen Wärmepumpen in puncto Effizienz häufig an ihre Grenzen“, hebt Winfried Fischer hervor. Durch die Kombination mit einem Kaminofen können Lastspitzen reduziert und das Stromnetz entlastet werden. Die Betriebsstunden des Elektroheizstabes in der Wärmepumpe lassen sich dann spürbar reduzieren. Mit einem solchen hybriden Heizsystem steigt der Anteil der erneuerbaren Energien an der Gesamtversorgung des Neubaus, die Stromkosten und CO2-Emissionen werden gesenkt.

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Bei sachgemäßem Heizbetrieb  mit optimaler Verbrennung, zugelassenen Brennstoffen sowie korrekter Luftzufuhr wirtschaftlich und zum Vorteil der Umwelt effizient. Foto:IPS/Leda /TRD Bauen und Wohnen

Für den Klimaschutz vorausschauend planen

Im Rahmen des Klimaschutzes und der Senkung der Treibhausgasemissionen stehen Bauherren und Architekten künftig vermehrt in der Pflicht, moderne Wohnhäuser energetisch und klimaschützend vorausschauend zu planen. Um etwa die Versorgungssicherheit bei möglichen Strom- und Kapazitätsausfällen, Unwettern und frühen Wintereinbrüchen im Interesse der Bauherren mit zu berücksichtigen. Die frühe Einplanung eines flexiblen Keramikschornsteins macht deshalb Sinn. Denn alle modernen Heizungstechniken wie zum Beispiel raumluftunabhängige Holzfeuerstätten (Kamin- oder Kachelöfen) lassen sich nach IPS-Angaben problemlos an moderne keramische Luft-Abgas-Schornsteinsysteme (LAS) anschließen. „Die dafür zugelassenen Feuerstätten beziehen ihre Verbrennungsluft auch in luftdicht gebauten Häusern vollständig aus einem im Schornstein integrierten Zuluftkanal“, erklärt Fischer. Bei sachgemäßem Betrieb mit optimaler Verbrennung, zugelassenen Brennstoffen sowie korrekter Luftzufuhr, sind sie wirtschaftlich und zum Vorteil der Umwelt effizient. Für einen reibungslosen Betrieb der Feuerstätte rät die IPS, sich auch an die Anleitung und Planungshinweise des Ofenherstellers zu halten. Bevor die Planung von Schornsteinanlage und Holzfeuerung abgeschlossen ist, gehört laut IPS auch immer die Abstimmung mit Ofenfachhandel, bzw. Ofenbauer und dem örtlich bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger dazu.

Online-Tipps über Schornstein- und Haustechnik

Ein kritischer Blick auf die Heizung und Warmwasseraufbereitung kann sich lohnen, da die Energieerzeugung mittlerweile Kostentreiber Nummer eins ist und oft hohe Einsparpotenziale bestehen. Ein passender Schornstein kann dabei Flexibilität, Unabhängigkeit und Sicherheit bieten und auch Versorgungsleitungen, beispielsweise von der Solaranlage aufnehmen. Das bringt Energiesparhäusern spürbare Vorteile beim Heizen, als auch bei der Integration moderner Gebäudetechnik. Um welche Bauteile und Geräte es sich dabei genau handelt zeigt ab sofort, das animierte Systemhaus der Initiative Pro Schornstein e. V. (IPS) im Internet unter www.proschornstein.de. Man kann sich damit durch die Planung eines Gebäudes klicken und über die technischen Erweiterungen für mehr Wohnkomfort sowie über energetische Optimierungsmaßnahmen informieren.

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Beim Hausbau spielt der Schornstein eine Schlüsselrolle für flexibles Heizen und Wohnen. Um welche Bauteile und Geräte es sich dabei genau handelt,  zeigt ab sofort das animiertes Systemhaus der Initiative Pro Schornstein e.V. im Internet (www.proschornstein.de)  Foto:IPS /TRD Bauen und Wohnen

 Forschung: Autark Wohnen

Auf die energetische Sinnhaftigkeit eines Kaminofens  zu setzen, wurde kürzlich unter dem Thema: „Energie Autark Wohnen“ – Einfamilienhäuser mit regenerativer Strom- und Wärmeversorgung auch in einem mehrjährigen Forschungsprojekt der Technischen Universität Bergakademie Freiberg hingewiesen. Die Gebäude mit Solarthermie-Anlage wurden dabei mit einem wassergekühlten Stückholzofen als Zusatzheizsystem kombiniert. Damit konnte ein solarer Deckungsgrad des Wärmebedarfs von mindestens 65 Prozent und ein jährlicher Primärenergiebedarf (Holz) von höchstens 7 kWh/m² erreicht werden. Was den gesamten Primärenergiebedarf von entsprechenden Passivhäusern um mehr als 50 Prozent unterschreitet.

 

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Wohlfühlwärme mit weitestgehend CO2-neutralem Holz aus der Region. Foto:IPS/ Hark/TRD Bauen und Wohnen

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