Wirtschaft und Soziales

Digitalisierung lässt die Arbeitszeit ansteigen

Beschäftigte arbeiten im doppelten Sinne umsonst

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Arbeitnehmer müssen im digitalen Zeitalter oft mehr  leisten sind überfordert und erreichen weniger.
© tempus GmbH / TRD Wirtschaft und Soziales

(TRD/WID) Die Arbeitswelt entwickelt sich nicht in Richtung smart: Digitale, vernetzte und interaktive Arbeit geht mit hohen Effizienzverlusten einher: Beschäftigte machen 30 Prozent mehr Überstunden als noch vor fünf Jahren, um ihr Tagwerk zu schaffen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Online-Studie der AKAD Hochschule Stuttgart in Zusammenarbeit mit tempus.

Studienleiter Prof. Dr. Daniel Markgraf: „Digitales, interaktives Arbeiten bedeutet, sich mit zahlreichen Informationen und Anforderungen gleichzeitig auseinanderzusetzen. Der Einzelne ist davon schnell überfordert und wird unzufrieden, weil er mit viel Arbeit nur wenig erreicht.“ Gaben die Befragten in der Arbeitseffizienzstudie an, durchschnittlich sechs Überstunden pro Woche zu leisten, sind es nun bereits 7,5.

„Im Grunde sind wir zur 6-Tage-Woche zurückgekehrt“, bringt es der Professor für Marketing und Innovationsmanagement auf den Punkt. Und tempus-Geschäftsführer Jürgen Kurz ergänzt: „Die Beschäftigten arbeiten im doppelten Sinne umsonst, denn Überstunden sind in der Regel unbezahlt und führen aufgrund der Effizienzverluste nicht dazu, dass die Produktivität gesteigert wird.“