Auto & Zweirad, Mobilität, Produktion, Rennsport, Reisemobile

Diesel-Fahrer sollen indirekt Umrüstung finanzieren

FirmenwagenVW

Das Geschäft mit den Firmenwagen floriert trotz Diesel-Diskussion.
© VW / TRD Pressedienst

 

(TRD/MID) Automobil-Experte Ferdinand Dudenhöffer unterbreitet einen Vorschlag zur Lösung des Diesel-Problems. Der Professor an der Uni Duisburg-Essen vertritt die Ansicht, dass jeder Fahrer eines betroffenen Autos mit Diesel-Motor einen Gutschein in Höhe von 2.000 Euro zur Umrüstung oder Verschrottung ihres Fahrzeugs erhalten sollten. Bei der Gegenfinanzierung würden sie allerdings zur Kasse gebeten. Damit soll eine pauschale Belastung des Steuerzahlers verhindert werden.

Dudenhöfer

Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer legt einen Vorschlag zur Finanzierung von Dieselumrüstungen vor – bei der letztlich die Fahrer durch höhere Spritkosten belastet werden sollen. © Universität Duisburg-Essen / TRD Pressedienst

Firmenwagen trotz Diesel-Diskussion gefragt>

Die Diesel-Diskussion hat offenbar keine Auswirkung auf das Geschäft mit Firmenwagen. Laut einer aktuellen Auswertung der Frankfurter Marktforschung Dataforce stiegen die Neuzulassungen im Firmenkundengeschäft im Juli 2017 deutlich stärker an als der Neuwagenmarkt insgesamt, berichtet die Branchenzeitung „kfz-betrieb“. Dieser hatte im Juli um 1,5 Prozent zugelegt.

Laut der Auswertung wurden im Juli 72.976 Fahrzeuge an Firmenkunden und Gewerbetreibende ausgeliefert. Das sind 7,3 Prozent oder knapp 5.000 Einheiten mehr als im Vorjahresmonat. Woran liegt das? „Offenbar haben die Fuhrparkleiter ihre Neuanschaffungen unbeeindruckt von der Diesel-Debatte vorgenommen“, heißt es in einem KomFirmenwagenVWmentar von Dataforce zu den Zahlen.

Ein Plus verzeichnete im Juli auch der Privatmarkt. An diesen Kundenkreis erfolgten zuletzt 101.300 Auslieferungen. Das entspricht einem Plus von 1,9 Prozent, das damit über dem Gesamtmarktzuwachs des vergangenen Monats liegt. Trotz des aktuellen Wachstums hat der Privatkundenkanal jedoch seinen zweitniedrigsten Juli-Wert erreicht, den Dataforce in den vergangenen 17 Jahren ermittelt hat.