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Die Autokonzerne müssen endlich bei der Dieseldebatte in die Verantwortung genommen werden

(TRD/MID) Dieselfahrzeugbesitzer haben es dieser Tage nicht leicht. Warum? Ganz einfach. Sie befürchten, drastisch formuliert, zwangsenteignet zu werden. Denn drohende Fahrverbote kommen dem sehr nahe. Und während die großen Automobilhersteller sich in Ausreden üben, bleibt den übrigen das tatenlose Zuschauen.

 

Diesellachende Gesichter

Lachende Gesichter gibt es im Kfz-Gewerbe nicht überall. Vor allem beim Gebrauchtwagenmarkt muss der Handel Umsatzeinbußen verzeichnen. Grund: Die schlechte Nachfrage nach Diesel-Pkw. © ProMotor/ TRDmobil

Das Schreckgespenst eines Fahrverbots schwebt über allen Besitzern von Diesel-Fahrzeugen. Egal, wie die Richter am 27. Februar 2018 in Leipzig entscheiden: Der Diesel hat ein schweren Stand und womöglich seine besten Tage hinter sich. Eine deutliche Mehrheit von 83 Prozent der Bevölkerung in Deutschland spricht sich dafür aus, dass die neue Bundesregierung die Autohersteller dazu verpflichtet, Diesel-Fahrzeuge, die von dem Abgas-Skandal betroffen sind, auf Herstellerkosten so nachzurüsten, dass diese die geltenden Abgasgrenzwerte auch im Alltagsbetrieb einhalten.

Das hat eine aktuelle repräsentative Emnid-Umfrage im Auftrag des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ergeben. Aufgeschlüsselt nach Parteineigung ergibt sich ein ähnlich hohes Zustimmungsbild: SPD 85 Prozent, CDU/CSU 82 Prozent, Bündnis 90/Die Grünen 95 Prozent, Die Linke 99 Prozent, lediglich bei der FDP sprachen sich nur 69 Prozent für eine solche Maßnahme aus. Bei den Geschlechtern steht es fast unentschieden: 84 Prozent der Männer und 82 Prozent der Frauen sind für eine Verpflichtung der Autokonzerne.

„Die Zeit des Abwartens und Verzögerns von notwendigen Entscheidungen muss ein Ende haben. Die Mehrheit der Bevölkerung verlangt zu Recht, dass die Autokonzerne endlich in die Verantwortung genommen werden“, sagt der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger zu den Ergebnissen der Umfrage.