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Warum Cyber-Erpressung boomt

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Auch große Rechenzentren werden zunehmend Ziel perfekt vorbereiteter Hackerangriffe. © Telekom /TRD Pressedienst

 

(TRD/CID) – Viren-Angriffe, Betrug, Identitätsdiebstahl – jeder zweite private Internet-Nutzer war schon einmal Opfer von Cyber-Kriminalität. Und die Lage wird ernster. „Eine Entspannung ist auch in Zukunft nicht in Sicht,“ prognostizieren die Cyber-Security-Experten der Telekom. Ihre These: Cyber-Erpressung wird sich 2017 noch weiter ausbreiten.

Die Internet-Spezialisten erwarten, dass schon in naher Zukunft große Angriffswellen mit dem Ziel der Erpressung sowohl gegen private Nutzer als auch gegen Unternehmen anrollen werden. Im Privat-Bereich sagen sie eine Zunahme von Attacken voraus, bei denen ein Krypto-Trojaner auf dem Rechner eines Nutzers eingeschleust wird. Dieser verschlüsselt die Festplatte des Rechners und alle angehängten externen Festplatten – dass die Kriminellen sie nach Zahlung des geforderten Lösegeldes auch wirklich freischalten, ist nicht gewährleistet.

„Was wir bisher an Angriffen mit Krypto-Trojanern und DDoS-Attacken gesehen haben, ist noch nicht einmal die Spitze des Eisbergs“, sagt Thomas Tschersich, Leiter Group Security Services bei der Telekom. „Wir sehen gerade mal die Spitze – und was noch kommt, wird gewaltig.“ Er rät Unternehmen und Privatleuten zu höchster Vorsicht: „Wollen Cyber-Kriminelle eine Schadsoftware platzieren, funktioniert das in der Regel nur, wenn der Betroffene aktiv daran mitwirkt. Und genau diese Mitwirkung gilt es zu verhindern.“ Dies sollte zum einen über entsprechende Software zum Aufspüren von Schadcode geschehen, wie etwa Antiviren-Schutz für Privatnutzer. Zum anderen bleiben gerade für Privatnutzer ganz einfache Vorsichtsmaßnahmen aktuell – wie die Vorsicht vor Mails mit verdächtigem Inhalt.

 

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