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Der Weg zum Traumbad birgt auch Risiken

(TRD/WID) Vor allem in den kalten Wintermonaten ist ein einladendes, warmes und ansprechendes Badezimmer für viele eine Herzensangelegenheit. Doch oft ist das Badezimmer in die Jahre gekommen, die Fliesen sind nicht mehr zeitgemäß und überhaupt ist mehr Komfort gefragt. Der Wunsch nach einem neuen Bad ist groß, doch niemand möchte mit einer Baustelle im eigenen Zuhause länger als nötig leben.

Sanierungsmaßnahmen können dabei den finanziellen Rahmen sprengen  

 

Neues Bad

Für viele Menschen muss das Badezimmer eine Wohlfühloase sein.
© Redaktionsgemeinschaft Bauen und Wohnen RGBuW /TRD Bauen und Wohnen

Handwerk hat goldenen Boden: Diese Erkenntnis gewinnt man , wenn über eine Badsanierung im Bestand nachgedacht wird. Kommt noch eine moderne energieschonende Heizung und neue Fenster dazu, freuen sich Kreditgeber und Handwerksbetriebe.

Mieter sind schnell sauer, wenn die Kosten dafür, anteilig umgelegt werden und die Nutzungsentschädigung erhöht wird. Schlimmer kommt es noch, wenn mehrere Wohneinheiten und Gäste WCs  kurzfristig modernisiert werden sollen. Gilt es doch, die Preise für Sanitär-, Heizungs-, Elektro-, Maler-, Maurer- und Fliesenarbeiten zu addieren. Um einen Richtwert zu erhalten, hat eine bundesweit aktive Handwerkerkooperation bei ihren Mitgliedern nun die durchschnittlichen Sanierungskosten eines 9-Quadratmeter-Bades erhoben. Denn laut jüngsten Untersuchungen der Branchendachorganisation Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft ist das deutsche Bad durchschnittlich 9,1 Quadratmeter groß.

Eine mittere Badsanierung kostet über 28.000 Euro
Demnach betragen die Kosten dafür inklusive neuer Rohrleitungen, Elektro-, Maler-, Maurer- und Fliesenarbeiten bei mittlerer Ausstattung durchschnittlich 28.582 Euro. Für gehobene Ansprüche lag der Preis bei durchschnittlich 41.500 Euro. Über alle drei Kategorien hinweg wurden starke regionale Unterschiede festgestellt. Bei ausgefallenen Wünschen wie eine Echtholzbadewanne oder ein volldigitalisierter Regenhimmel und elektronisch gesteuerten Armaturen sowie besonderen Fliesen oder Marmor können schon einmal 80.000 Euro pro Bad zusammenkommen.

Die untere Grenze für die fachgerechte, individuelle Komplettbadsanierung eines 9-Quadratmeter-Bades liegt, je nach Region, bei 18.500 Euro bis 20.000 Euro. Ist das Budget geringer, kann eine Teilsanierung in Angriff genommen werden. Die Dauer für die Komplettsanierung liegt im Schnitt bei 12,4 Arbeitstagen.

 

Gut beraten ist, wer sich für die Badsanierung vorher professionelle Hilfe holt. Die Erfahrung eines Fachbetriebs zahlt sich aus. Von Beginn an wird alles aus einer Hand geplant und koordiniert. So steht dem Renovierer von Anfang an ein Partner zur Seite, der vom ersten Kontakt bis zur Übergabe Ansprechpartner ist. Badplaner können anhand der Raumsituation und den Wünschen der Bauherren ein individuelles Konzept erstellen. Ist das Sanierungsobjekt älter, stehen unter Umständen größere Veränderungen an, bei der fehlende Anschlüsse oder neue Leitungen verlegt werden müssen.

Zusammen mit den Kundenwünschen erstellen Profis nicht nur einen Kosten-, sondern auch einen Zeitplan. Die Bauphase startet, wenn alle Termine mit den beteiligten Handwerksbetrieben fixiert und sämtliche Materialien verfügbar sind. Wie das persönliche Traum-Bad am Ende aussieht, hängt von verschiedenen Faktoren und natürlich auch vom Budget ab. Aber gerade bei einer Neugestaltung sollte der Bauherr auch in die Zukunft planen und ans Alter denken.

Ein barrierefreies Bad assoziieren viele Menschen mit Sterilität und Pflegeheimatmosphäre. Dabei ist genau das Gegenteil der Fall, denn der Umbau verwandelt den Raum in ein modernes Badezimmer mit einer Menge Komfort. Ein schwellenloser Einstieg in die Dusche mit großen Türen, die Platzierung der Sanitärobjekte mit viel Bewegungsfläche dazwischen, rutschhemmende Bodenbeläge, ein durchdachtes Lichtkonzept – all das macht ein neues Badezimmer zu einer Wohlfühloase.