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Der Weg für den Lkw an die Oberleitung wird frei, wenn der Strom nicht ausfällt

Für die Entwicklung eines Elektro-Lkw für die Langstrecke gibt es grünes Licht vom Bundeswirtschaftsministerium. Die Stromversorgung der schweren Lkw erfolgt dabei mit Hilfe einer Oberleitung.  Die beiden beteiligten Projektpartner – Siemens und die Volkswagen-Konzernforschung – teilen sich dabei die Aufgaben.

Lastzug an der Oberleitung

Innovation und Forschung made in Germany: Mit Hilfe von Oberleitung und Stromabnehmer kann ein Lkw auch lange Strecken rein elektrisch zurücklegen. © Scania/TRD Wirtschaft

(TRD/MID) Der Münchner Siemenskonzern übernimmt die Entwicklung des Stromabnehmers, Volkswagen stellt über die schwedische Konzerntochter Scania die entsprechenden Hybrid-Lkw und übernimmt die begleitende Forschung. Der Erprobungsbetrieb soll ab Anfang 2019 gemeinsam durchgeführt werden.

Sowohl Siemens als auch Scania erproben die elektrische Energieversorgung des Güterverkehrs bereits. Nun kommt diese Technologie sukzessive im Rahmen eines auf drei Jahre angelegten Forschungsprojektes auf öffentliche deutsche Straßen.

Dabei werden zwei Scania-Lkw mit unterschiedlich stark elektrifiziertem Hybridantrieb auf drei unterschiedlichen Strecken in Deutschland zu Testfahrten unterwegs sein. Ab Beginn des Jahres 2019 wird das erste Fahrzeug zeitweise auf Teilstrecken der A5 südlich von Frankfurt am Main im öffentlichen Straßenverkehr fahren, weitere Autobahnabschnitte sollen folgen.

„Wir erwarten aufschlussreiche Erkenntnisse zum Einsparpotenzial von CO2-Emissionen durch Elektrifizierung und zum notwendigen Energiebedarf der Lkw“, sagt Dr. Axel Heinrich, Leiter der Konzernforschung bei Volkswagen. Diese würden in die Entwicklung von künftigen Generationen von E-Antrieben und dem zugehörigen Energiemanagement einfließen.