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Das S-Klasse-Cabrio bietet Sternstunden auch im Winter

Die offene Versuchung in Daimlers S-Klasse-Portfolio: das S 500 Cabrio. Fotos © Thomas Schneider / mid /TRD Pressedienst

(TRD/MID) – Wem der SL von Mercedes-Benz zu klein ist, greift zum S-Klasse-Coupé. Seitdem dar schwäbische Luxus-Zweitürer CL abgelöst ist, gibt es vom großen Coupé auch eine Cabriolet-Version. Bequemer als in diesem edlen Gefährt können vier zwei bis vier Personen unter freiem Himmel wohl kaum Auto fahren – einmal abgesehen von der Freiluft-Variante des Schlachtschiffs Maybach. Denn beim Mercedes S 500 Cabrio ist alles üppig – von den vier Ledersesseln bis zum Achtzylinder-Motor mit 9-Gang-Automatikgetriebe.Das S-Klasse-Cabrio ist natürlich kein reines Schönwetterauto. Mit geschlossenem Verdeck lässt es sich angenehm und – dank guter Dämmung – auch sehr ruhig reisen, wohltuend insbesondere bei schnellen Fahrten über die Autobahn. Unter der Motorhaube steckt das passende Aggregat für rasantes Reisen: Der 5,0-Liter-V8-Benzinmotor mit zwei Turboladern und sportlichen 335 kW/455 PS sorgt bei Bedarf für eine Beschleunigung, bei der die Passagiere aus dem Stand in 4,6 Sekunden bei Tempo 100 angelangen können. Freilich drängt das Edel-Cabrio kräftig weiter und erreicht rasch und mühelos die Spitzengeschwindigkeit von 250 km/h. Angesichts der Lockerheit, mit der das Höchsttempo erreicht wird, erkennt man spontan, dass es die Elektronik ist, die gemäß Firmenphilosophie einen weiteren Höhenflug verhindert.

Soll sich bei schönem Wetter der Dachhimmel öffnen, genügt ein Tastendruck, und innerhalb von 20 Sekunden kommen Luft und Licht auch von oben. Bis Tempo 60 lässt sich das Verdeck während der Fahrt auf- und zumachen. Wem es bei niedrigen Temperaturen zu kalt wird, der kann ein wärmendes Nackengebläse mit Fönluft einschalten – ein Komfort, der auch von anderen Premiumherstellern wie BMW angeboten wird. Nachdem der Patentstreit mit dem Lizenzgeber des sogenannten „Airscarf“ beigelegt ist, darf Mercedes-Benz nach vorübergehender Schockstarre den Nackenwärmer ja wieder einbauen.

Das Gebläse ist nur ein kleines Detail im überbordenden Angebot an Extras: Schon die Klimaautomatik ist eine Erwähnung wert, da sie mit Hilfe von zwölf Sensoren und 18 Stellmotoren die immer optimale Temperatur herstellt. Der Innenraum ist Luxus pur, wohin das Auge auch nur schaut. Da sind die Nappaleder-Sitze noch der gängigste Standard. Selbstverständlich sind auch Armaturenbrett und Mittelkonsole mit feinstem Leder in Top-Verarbeitungsqualität ausgekleidet. Die Armlehnen sind derweil beheizbar, falls es denn beim Offenfahren oder im Winter trotz Warmgebläse doch noch irgendwo fröstelt. Optimiert ist der Innenraum indes für die Cockpit-Passagiere. Für Fondpassagiere gibt es denn doch spürbar weniger Beinfreiheit. Mit dem palastartigen Platz-Angebot der S-Klasse-Limousine lassen sich die Coupé- und Cabrio-Versionen nicht vergleichen. Für Kinder, mittelgroße Erwachsene, Reisetaschen oder Einkaufstüten aus der Edel-Boutique reicht es aber hinten allemal.

Trotz der vier Einzelsitze sieht das S-Klasse-Coupé auch nicht nach Familienkutsche aus, im Gegensatz zum etwas geräumigeren Vorgänger CL, dem man das großzügige Platzangebot auch direkt ansah. Dafür wirkt der aktuelle Edelflitzer deutlich schnittiger und sportlicher. Der Fahrkomfort und das Handling sind jedenfalls überragend. So erlebt man mit diesem Cabrio nicht nur während einer lauen Sommernacht wahrhafte automobile Sternstunden.

Lars Wallerang / mid / TRD

Technische Daten Mercedes-Benz S 500 Cabriolet

Zweitüriges Cabriolet Länge/Breite (mit Außenspiegeln)/Höhe in Metern: 5,03/2,11/1,42, Leergewicht: 2.115 kg, Zuladung: 475 kg, Wendekreis: 11,6 m Tankinhalt: 80 l, Kofferraumvolumen: 350 l.

Motor: Achtzylinder-Biturbo-Benziner mit Direkteinspritzung, Hubraum 4.663 ccm, Leistung: 335 kW/455 PS bei 5.250-5.500/min, max. Drehmoment: 700 Nm bei 1.800-3.500/min, 0-100 km/h: 4,6 s, Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h, 9-Gang-Automatik, Durchschnittsverbrauch: 8,5-9,1 l Super /100km, CO2-Ausstoß: 199-212 g/km, Preis: ab 140.000 Euro.

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