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Das Bohren zum Mittelpunkt der Erde

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Erdwärme ist als erneuerbare Energie ein vielversprechendes Forschungsgebiet. Forscher untersuchen deswegen am Simulator die Bedingungen von Tiefenbohrungen. © TU Clausthal/TRD News Block

(TRD) Anders als beim berühmten Science-Fiction-Autor Jules Verne ist es für unsere heutigen Verhältnisse nach wie vor schwierig, tief ins Erdreich einzudringen. Die Forschung tüftelt aber mit Hochdruck an Bohrungsmethoden, um etwa an nutzbare Erdwärme in der Kruste des Planeten zu gelangen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) fördert laut der Nachrichtenagentur Global Press, den Drilling Simulator Celle (DSC) jetzt mit der beachtlichen Summe von 3,8 Millionen Euro. „Diese beträchtliche Förderung zeigt einerseits die weiter große Bedeutung der Geothermie als regenerative Energiequelle der Zukunft und betont andererseits den besonderen Stellenwert unseres Drilling Simulators am Standort Celle für die Energieforschung“, sagt der Clausthaler Universitäts-Präsident Professor Thomas Hanschke. Ziel des Forschungsprojekts ist es, die Kosten und die Effizienz von Tiefbohrungen auf Geothermie (Erdwärme) zu optimieren. Derzeit treten die größten Probleme von derart tiefen Bohrungen in einer Tiefe 4.000 bis 6.000 Meter auf. Es kommt unter anderem zu Schwingungen, die sowohl die Bohrausrüstung als auch das Erdreich unkontrolliert schädigen können. Dieser Faktor soll nun eingehend untersucht und simuliert werden, um mit den Ergebnissen die künftigen Vorgänge zu verbessern. „Durch Zusammenarbeit mit Bohr-Service-Unternehmen und Fachfirmen soll eine möglichst direkte Umsetzung der Versuchsergebnisse in die Praxis erfolgen“, so Professor Joachim Oppelt, der die Anlage in Celle leitet.