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Dämmpflicht für Gebäude weitet sich aus

Die energetischen Anforderungen an Häuser erhöhen sich ständig.. Danach müssen Häuser besser gedämmt werden und Heizungen weniger Energie verbrauchen.

© Poraver / TRD

 

(TRD/WID) – Galt seit 2002 die Dämmung der obersten Geschossdecken nicht nur für begehbare, aber zugängliche Decken, weitete sich die Dämmpflicht ab 2011 auf alle bisher ungedämmten Decken aus. Hier ist ein u-Wert von 0,24 W/(m2xK) einzuhalten. Bei Neubauten wird die Obergrenze des zulässigen Jahres-Primärenergieverbrauches im Vergleich zur alten Regelung um durchschnittlich 30 Prozent gesenkt. Nach Auskunft der Deutschen Energie Agentur müsse die Dämmung der Gebäudehülle hier etwa 15 Prozent mehr leisten.

Die Regelung verpflichtet Hausbesitzer zusätzlich zur Nachrüstung von Altbauten. Bei der Modernisierung verschärfen sich die Anforderungen an die Gebäudehülle bei „Bauteilanforderungen“ nach Angaben des Bauministeriums um 30 Prozent. Das kann zum Beispiel bei der Erneuerung der Fassade, Fenster oder des
Dachbodens der Fall sein. Durch die Entwicklung und den Einsatz moderner Baustoffe etwa bei Wärme- und Dämmschüttungen aus Blähglasgranulat können die neuen Vorgaben und Anforderungen des Gesetzgebers an Dämmbaustoffe bereits heute umgesetzt werden.

Vielfältige Anwendungsmöglichkeiten im Innen- und Außenbereich bieten zement- und harzgebundene Schüttungen, die etwa von Poraver in verschiedenen Korngrößen angeboten werden. Ihre Eigenschaften sollen laut den Baustoffexperten des Anbieters auch die Umsetzung von Bauprojekten, wie etwa das Dämmen von Geschossdecken oder Böden im Dachgeschoss ermöglichen. Die lösemittelfreien Dämmkugeln sind verrottungsfrei ausgezeichnet. Sie kommen nicht zuletzt wegen ihrer positiven Eigenschaften auch in vielen Mörteln und Spachtelmassen zum Einsatz. Eine effektive und kostengünstige Lösung soll auch eine Zellulosedämmung sein, wie sie Isocell offeriert. Dabei handelt es sich um eine Mischung aus recyceltem Altpapier und Boraten, die das Material vor Ungezieferbefall und Schimmelpilzen schützen und zudem verrottungsicher sowie brandbeständig machen sollen. Die langfaserigen Flocken weisen eine sehr niedrige Wärmeleitzahl auf.

Der CO2-Ausstoß von Gebäuden soll durch derartige Maßnahmen bis zum Jahre 2020 um 40 Prozent im Vergleich zu 1990 verringert werden. Damit die Verordnung künftig auch eingehalten wird, führt der Gesetzgeber mit der neuen Regelung eine Unternehmererklärung ein. Mit dieser wird dem Eigentümer bestätigt, dass die Energiesparverordnung bei der baulichen oder anlagentechnischen Modernisierung von Altbauten seitens des Handwerks eingehalten wurde. Ein Blick in die aktuellen Energiesparvorschriften, in der auch Ordnungsgelder vorgeschrieben sind, lohnt sich daher im eigenen Interesse.